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Dienstag, 04.01.2011

Sonnenfinsternis am Morgen

Naturschauspiel war gut zu sehen

In den Morgenstunden des 4. Januar ereignete sich eine partielle Sonnenfinsternis. Trotz vielen Wolken konnte das seltene Himmelsschauspiel auch in verschiedenen Teilen Deutschlands gut beobachtet werden. Die Finsternis hatte bei Sonnenaufgang allerdings schon begonnen und erreichte um 09:20 Uhr ihr Maximum. Zu diesem Zeitpunkt waren im äußersten Südwesten des Landes 66 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt, im Nordosten auf Rügen waren es 75 Prozent. Der Anblick der Sonne war dabei auf eine schmale Sichel zusammengeschrumpft.

Die teilverfinsterte Sonne beim Finsternismaximum

Durch dünne Wolken hindurch zeigte sich die zur schmalen Sichel geschrumpfte Sonne am Morgen über dem sächsischen Ottendorf-Okrilla. Bildquelle: Frank Fiedler

Sonnenfinsternisse gehören seit jeher zu den spektakulärsten Himmelserscheinungen. Aber nur wenn der Mond unser Muttergestirn vollständig verdeckt spricht man von einer totalen Sonnenfinsternis. Während der Verlauf einer partiellen - also teilweisen - Sonnenfinsternis fast auf der ganzen Tagseite der Erde beobachtet werden kann, beschränkt sich die Zone einer totalen Finsternis auf einen schmalen, maximal etwa 200 Kilometer breiten Pfad über den der Kernschatten des Mondes mit einer Geschwindigkeit von fast 2000 Stundenkilometern dahin rast.

Die letzte auch in Deutschland sichtbare, totale Sonnenfinsternis fand am 11. August 1999 statt. Damals verlief der Korridor mit der vollständigen Verfinsterung der Sonne vom Saarland über die Pfalz und Nordbaden hinweg bis ins südöstliche Bayern. Dort wurde es für etwa 1 1/2 Minuten mitten am Tag vollkommen dunkel, aber auch außerhalb der Totalitätsspur nahm die Tageshelligkeit deutlich ab. Die nächste von Deutschland aus sichtbare, totale Sonnenfinsternis findet erst in 70 Jahren am 3. September 2081 statt.

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