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Mittwoch, 10.08.2011

Derzeit viele Sternschnuppen

Perseidenhöhepunkt am Samstag

Wie jedes Jahr um diese Zeit hält der Sternenhimmel derzeit wieder ein eindrucksvolles Naturschauspiel bereit: Der Sternschnuppenschwarm der "Perseiden" erreicht seinen Höhepunkt. Dutzende von Sternschnuppen huschen dann vor allem in den Nächten vom 10. und zum 14. August über den Himmel. Obwohl das kosmische Schauspiel in diesem Jahr vom hellen Licht des Vollmondes überstrahlt wird, können geduldige Beobachter bei klarem Himmel mit etwas Glück immer noch Dutzende der hellen Lichterscheinungen erspähen.

Perseiden wieder sichtbar

Diese Animation der Sternschnuppen aus der Nacht vom 12. zum 13. August 2005 zeigt 7 Perseiden und einen "Querschläger", die binnen 20 Minuten durch den Bildausschnitt huschten. Gut kann man die übereinstimmende Richtung der Sternschnuppen erkennen, nur der Querschläger kam aus einer anderen Richtung. - Bildquelle: Stefan Seip

Ursache für das nächtliche Schauspiel am Himmel ist die Staubfahne des Kometen "Swift-Tuttle", welche die Erde jedes Jahr im August durchquert. Ihre nur millimeter großen Staubkörnchen treffen mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Sekunde auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre, wo sie urplötzlich abgebremst werden. Dabei werden sie infolge der Reibung mit den Luftmolekülen bis zur Weißglut erhitzt und verglühen in Bruchteilen von Sekunden. Dabei malen die aufblitzenden Teilchen ihre leuchtende Spur in den Nachthimmel.

Größere Meteore malen dabei regelrechte Lichtbahnen in den Himmel, deren gleißende Leuchtspuren sekundenlang nachglimmen. Und weil sich die Erde auf ihrer Bahn durchs All gegenwärtig auf das Sternbild "Perseus" zu bewegt scheinen alle Schnuppen dieses Schwarmes aus diesem Sternbild auszustrahlen. Deshalb werden sie auch "Perseiden" genannt. Auch andere periodische Sternschnuppenschwärme werden nach den jeweils in "Fahrtrichtung" der Erde gelegenen Sternbildern benannt.

Leoniden-Sternschnuppenregen über Spanien

Einen sehr imposanten Sternschnuppenregen bringen häufig auch die Leoniden hervor, wie hier im November 2002 über Cape Creus an der spanischen Mittelmeerküste. Die über 70 Schnuppen strahlen alle aus dem Sternbild Löwe, lateinisch Leo, aus, wodurch der Eindruck eines rasanten Fluges durch den Weltraum entsteht. - Bildquelle: J. C. Casado & I. Graboleda, Spanien

Leider ist neben dem störenden Mondlicht in diesem Jahr vielerorts auch das Wetter nicht sonderlich günstig. Am besten stehen die Chancen für klaren Himmel zunächst in den südlichen Landesteilen. Sonst versperren häufig Wolken den Blick zum Sternenhimmel. Zum Höhepunkt der Perseiden - in der Nacht von Freitag auf Samstag - dürfte es aber auch in den mittleren und östlichen Landesteilen zumindest zeitweise aufklaren.

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