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Mittwoch, 12.12.2018

Konkurrenz für die Geminiden

Weihnachtskomet WIRTANEN kommt

Am dritten Advent kommt der Komet WIRTANEN bis auf 11 Millionen Kilometer an die Erde heran. Kurz zuvor erreicht der Sternschnuppenschwarm der Geminiden sein Maximum. Sternfreunde sind gespannt, ob der Weihnachtskomet den Meteoriten die Show stehlen kann.

Im Fernrohr erscheint 46P/WIRTANEN derzeit als heller Lichtpunkt, der von einer schimmernden Korona umgeben ist. Rund um den dritten Advent ist er auch mit bloßem Auge als diffuser Lichtfleck zu erkennen. Bild: Alex Cherney/NASA

Wer nun ein spektakuläres Schauspiel am Nachthimmel erwartet, dürfte allerdings eher enttäuscht werden. Denn sowohl die Sternschnuppen als auch der Komet haben mit Wolken und mit dem Mond mächtige Gegenspieler. Das Mondlicht könnte das Geschehen am Sternenhimmel stark überstrahlen. Und selbst wenn der Mond nach Mitternacht untergegangen sein wird und auch das Wetter mitspielt, macht es das störende Licht unserer Städte schwer, das Geschehen am nächtlichen Himmel zu verfolgen.

Die Umlaufbahn des Kometen WIRTANEN im inneren Sonnensystem. Er kommt am 16. Dezember bis auf 11 Millionen Kilometer an die Erde heran. Das entspricht etwa der 30-fachen Entfernung von Erde und Mond. Bild: NASA

Bei Kometen handelt es sich um nur wenige Kilometer große Himmelskörper aus dem äußeren Sonnensystem, deren Bahn nur kurz in die Nähe der Sonne führt. Sie bestehen aus Staub, felsigem Geröll, gefrorenen Gasen und Eis. Mit Annäherung an die Sonne erwärmt sich der Komet, die eingeschlossenen Gase dehnen sich aus und brechen in mächtigen Fontänen hervor. Dabei reißen sie auch feinste Staubteilchen mit, die vom Sonnenwind weit hinaus ins Weltall geweht werden. So kann sich nach und nach ein ausgedehnter Gas- und Staubschweif bilden.

Die Aufsuchkarte zeigt die Positionen des Kometen WIRTANEN und des Mondes am vorweihnachtlichen Sternenhimmel. Wer kann, sollte den Besuch einer örtlichen Sternwarte in Erwägung ziehen. Bild: Winfried Kräling

Während Kometen in früheren Zeiten nur sehr selten überhaupt bemerkt wurden und noch weitaus seltener auch in der Weihnachtszeit am Himmel erschienen, häuft sich ihre Entdeckung im Zeitalter der modernen Fernrohre. Inzwischen werden fast jedes Jahr kleine Schweifsterne beobachtet. Wirklich auffällige, auch mit dem bloßen Auge wahrnehmbare Kometen sind dagegen weiterhin selten und erscheinen meist nur alle 10 bis 20 Jahre auf der himmlischen Bühne. Dagegen kehren Sternschnuppenschwärme wie die GEMINIDEN Jahr für Jahr Mitte Dezember wieder.

Sternschnuppenschwärme wie die Geminiden können ein faszinierendes Schauspiel am Himmel entfachen. Leider wird der Blick in die Sterne im Dezember hierzulande häufig von Wolken verhüllt.

Darüber ob und wo das Wetter bei der Beobachtung der Geminiden und des Kometen WIRTANEN mitspielen wird, können Sie sich durch die WetterRadar-Prognose auf dem Laufenden halten.

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