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Montag, 14.01.2019

Totale Mondfinsternis

Blutmond am frühen Morgen

Sternfreunde dürfen sich Anfang nächster Woche auf eine totale Mondfinsternis freuen. Leider findet der "Blutmond" zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt statt: Ausgerechnet am Montag und das auch noch in aller Morgenfrühe.

Eigentlich sind die Eckdaten der Mondfinsternis am 21. Januar gar nicht so übel: Sie ist bis zum Ende der augenfälligen Kernschattenphase in ganz Mitteleuropa sichtbar und der Mond geht erst eine halbe Stunde später unter. Das Problem: Wer das Schauspiel sehen will, muss früh aufstehen und hat danach noch den ganzen Arbeitstag vor sich. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann den "Blutmond" aber fast in voller Länge verfolgen. Bis zur nächsten totalen Mondfinsternis, die in voller Länge zu sehen ist, muss man fast zehn Jahre warten.

Der rötlich schimmernde Mond während einer totalen Mondfinsternis: Die rote Farbe rührt von gestreutem Sonnenlicht her, das von der Erdatmosphäre auf den verdunkelten Mond umgelenkt wird.

Wer das Schauspiel beobachten will, sollte sich einen Ort mit freier Sicht zum Nordwesthorizont suchen. Ideal sind unbewaldete Bergkuppen abseits störender Lichtquellen. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde beginnt zwar schon um 03.36 Uhr, doch ist diese erste Phase der Finsternis kaum wahrnehmbar. Erst wenn ab 04:34 Uhr der Kernschatten erscheint, wird das Ganze fürs Auge spektakulär: Von da an "knabbert" der Erdschatten den Vollmond immer mehr an, bis dieser eine Stunde später vollständig darin verschwunden ist.

Höhepunkt der Finsternis ist um 06:12 Uhr. Der Mond fängt aber schon um 04:34 Uhr an in den Erdschatten zu wandern und um 05.41 Uhr beginnt die totale Phase. Sie dauert bis 06:43 Uhr. Dann kehrt der Mond wieder ins Licht zurück.

Dabei wird der Mond aber keineswegs unsichtbar: Vielmehr erscheint er während der totalen Phase in einem matt rötlichen Schimmer. Dieser rührt von Sonnenlicht her, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel hineingelenkt wird. Früher bezeichnete der Volksmund den rötlichen Finsternismond als "Kupfermond", heute bevorzugen vor allem die Medien den spektakuläreren Begriff "Blutmond". Ab 06.43 Uhr kehrt der Mond dann als wachsende, silbrige Sichel langsam wieder ins Sonnenlicht zurück. Ab 07:51 Uhr erscheint er wieder vollkommen rund.

Bildmontage aus drei Phasen einer Mondfinsternis: Rechts kurz vor und links kurz nach der totalen Phase, die in der Mitte dargestellt ist.

Astro-Interessierte hoffen natürlich auf klaren Himmel. Noch ist aber nicht absehbar, ob es wolkenfreies Beobachtungswetter gibt. Im WetterTicker halten wir Sie aber kurzfristig über die Wetterentwicklung auf dem Laufenden.

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