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Freitag, 27.11.2020

"Streberwinter" und Totalausfall

Wetterklassenbuch der Winter

Heute öffnen wir für Sie einmal das Wetterklassenbuch der Winterjahrgänge. Von absoluten "Streberwintern" bis zu vielen "Sechserkandidaten" ist alles mit dabei. Der Anspruch an die Winter ist allerdings in den vergangenen Jahren immer mehr gesunken.

Um echte "Streber" unter den Wintern zu finden, muss man schon ein paar Jahre zurückblicken.

Um die Winter in Schulnoten einstufen zu können, stellt sich aber zuerst die Frage, was einen "guten Winter" ausmacht? Sind es die Schneetage, ist es die maximale Schneehöhe oder etwa doch die Tage mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt? In unserem Fall ist "gut" mit einem schneereichen und kalten Winter gleichzusetzen.

Letztlich sind alle Einzelbetrachtungen jedoch subjektiv und sie können kaum eine Aussage über den gesamten Winter geben. Hierfür muss man schon eine Kombination aus vielen Parametern heranziehen. Daraus ergibt sich dann ein Mittelwert, welcher sich wiederum in eine Schulnote umwandeln lässt. Das Ergebnis ist dann ein durchaus aufschlussreiches Wetterklassenbuch.

Der Winter 2013/14 war fast im ganzen Land ein Totalausfall.

Für die vergangenen Winter hätte es in vielen Regionen Deutschlands den bekannten "Blauen Brief" gegeben. Denn die Winter kamen meist nicht über ein "ausreichend" bis "mangelhaft" hinaus. Mancherorts reichte es sogar nur für ein "ungenügend". Um die "Streber" unter den Wintern zu finden, müssen wir schon weiter zurückblicken: Dem Winter 2010/2011 konnte im Zeugnis in vielen Regionen die Note "sehr gut" ausgestellt werden. Nur für die Berge im Süden hieß es damals "mangelhaft".

Der zuletzt fast überall "gute" bis "sehr gute" Winter war 2010/2011 zu finden.

Auch der Winter 2009/2010 zeichnete sich verbreitet durch seine guten Noten aus. Aber der Süden schwächelte damals ebenfalls. Der letzte starke Jahrgang im Süden kommt aus dem Winter 2005/2006. Seinerzeit waren die "Streber" im Alpenvorland und im Bayerischen Wald mit einer "1+" zu finden.

Unterm Strich kann man aber unzweifelhaft sagen, dass es früher viel häufiger starke Jahrgänge in Sachen Winter gab. Diese werden in den vergangenen Jahrzehnten immer schwächer und nur noch selten schafft ein Jahrgang einen Einser-Schnitt. Und auch in Zukunft werden viele Winter aufgrund des Klimawandels mit Sicherheit sang- und klanglos durchfallen. Die Hoffnung auf eine Trendwende in Sachen "Bildung" scheint derzeit für die meisten Winter jedenfalls vergebens.

(Eine Glosse aus der WetterOnline-Redaktion)

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