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Freitag, 16.11.2018

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Das unterscheidet Hochs

Warm, blockierend, kalt und kurzlebig - so unterschiedlich können Hochs sein. Jedes Einzelne hat aber ganz bestimmte Eigenarten, die es ausmachen. In diesem Jahr gab es jedoch fast ausschließlich nur eine Art von Hochs.

Die Karte zeigt das bis in große Höhen warme Subtropenhoch im Bereich der Azoren.

Ein warmes Hoch findet man hauptsächlich im subtropischen Hochdruckgürtel. Relativ hohe Temperaturen vom Boden bis in große Höhen machen es aus. Dazu ist es sehr ortsfest - Stichwort Azorenhoch. Manchmal machen diese Hochs aber auch einen Abstecher in nördlichere Breiten. Dann liegen sie als blockierendes Hochdruckgebiet über Europa. Dies haben wir im Sommer sehr oft erlebt. Auch in der nächsten Zeit haben wir es mit einem warmen oder blockierenden Hoch zu tun. Trotz Abkühlung aus Osten ist und bleibt der Hochkern in allen Höhenschichten warm.

Ein blockierendes Hoch über Europa. Es hat die gleichen Eigenschaften wie seine subtropischen Geschwister: Es ist warm bis in große Höhen.

Dann gibt es noch die kalten Hochs. Das bekannteste ist dabei wohl das sibirische Kältehoch. Sie entstehen im Winter über den Kontinenten, wenn sich die Luft am Boden sehr stark abkühlt. Am Boden kann der Luftdruck dabei auf über 1070 Hektopascal ansteigen. Dabei sind diese Hochs vertikal nicht sehr mächtig. Meist reichen sie nur bis in eine Höhe von drei Kilometer. Derzeit sieht man die Ausbildung des sibirischen Kältehochs. Da die Zirkulation auf der kompletten Nordhalbkugel aber extrem ungewöhnlich ist, bricht es schon bald wieder zusammen.

Ein kaltes Hoch kann man, wie hier in Sibirien, hingegen nur auf der Bodenwetterkarte ausfindig machen.

Als letztes bleiben die Zwischenhochs. Dies sind eigentlich die typischen Hochs bei uns in Europa. Zwischen zwei Tiefs steigt der Luftdruck an. In der Westwindzirkulation ist so ein Zwischenhoch aber nicht von langer Dauer, da das nächste Tief es rasch weiter nach Osten vertreibt. In diesem Jahr sind die typischen Zwischenhochs bei uns aber quasi nicht existent.

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