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Montag, 23.09.2019

Hurrikan-Potenzial noch groß

Tropensturm bedroht Karibik

Die atlantische Tropensturmsaison bleibt aktiv. Derzeit wirbeln zwei Stürme, die sich vielleicht noch zu Hurrikanen verstärken. Besonders brenzlig sieht es für Puerto Rico und einige Antilleninseln aus. Auch auf der Arabischen Halbinsel droht Unwettergefahr.

Gleich drei Tropenstürme wirbeln am Dienstag auf dem Atlantik. Sturm KAREN bewegt sich auf Puerto Rico zu.

Gefährlich wird Tropensturm KAREN, der Kurs auf Puerto Rico und die Jungferninseln nimmt. Am Dienstag erreicht der Sturm die Südküste der Inseln, dabei hat er neben Böen bis 90 Kilometer pro Stunde auch viel Regen im Gepäck. Bis Donnerstag können stellenweise über 100 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, sodass mit Überschwemmungen und Erdrutschen zu rechnen ist. Zudem türmt der Tropensturm 4 bis 5 Meter hohe Wellen auf. Ob sich KAREN noch zu einem Hurrikan verstärkt, ist noch nicht sicher.

Brenzlig ist die Situation deswegen, weil dort vor rund zwei Jahren Hurrikan IRMA Teile der Karibischen Inseln verwüstet hat. Noch nicht alle Schäden sind behoben. Damals glichen die Inseln Barbuda, Saint-Martin, Puerto Rico sowie der Norden Kubas riesigen Trümmerfeldern. Mindestens 80 Menschen starben. Ein weiterer Tropensturm streift am Mittwoch die Bermudas. Danach zieht JERRY Richtung Westeuropa weiter und wandelt sich in ein außertropisches Sturmtief um. Am Wochenende könnte es unser Wetter beeinflussen.

Auch auf dem Indischen Ozean dreht ein Tropensturm seine Kreise. Zyklon HIKAA bedroht den Oman. Bild: NASAEarthData via Twitter

Interessant könnte auch ein tropisches Tief südlich der Kapverden werden. Es hat Potenzial sich rasch in ein Hurrikan umzuwandeln, um danach Kurs auf die Azoren zu nehmen. Für genaue Prognosen ist es aber noch zu früh. Nicht minder unruhig geht es auf dem Arabischen Meer zu. Dort bewegt sich Zyklon HIKAA auf den Norden des Omans zu. Am Mittwoch muss an den Küsten mit starken Regenfällen, meterhohen Wellen und schweren Sturmböen bis Tempo 100 gerechnet werden.

(WO/dpa)

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