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Mittwoch, 15.01.2020

Außergewöhnliche Januarwärme

Neue Temperaturrekorde im Norden

Frühlingswetter im Winter: In Greifswald ist der Wärmerekord einer über 120-jährigen Messreihe für Januar gebrochen worden. Daneben gab es in der 13 bis 15 Grad milden Nordhälfte noch weitere Rekorde. In Teilen Bayerns sah es dagegen ganz anders aus.

Im Norden wurden mit Temperaturen von über 13 Grad neue Temperaturrekorde für Januar aufgestellt.

Im Norden ist es am Mittwoch regional so warm wie noch nie seit Messbeginn gewesen. In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) zeigte das Thermometer am Nachmittag einen Wert von 13,6 Grad an. Damit wurde der Januar-Rekord von 1991 um 0,3 Grad überschritten. Einen neuen Rekord registrierte zudem die Ostseeinsel Fehmarn mit 12,9 Grad. Auch in den meisten anderen Landesteilen wurden zwischen 13 und 15 Grad gemessen. Nur ist dies dort nicht ganz so außergewöhnlich wie rund um die Ostsee, die im Winter seltener von Frühlingsluft erreicht wird.

Im Donautal im Südosten Bayerns lagen die Temperaturen im Dauerfrostbereich.

Allerdings gab es auch eine Region in Deutschland, die ganze fünfzehn Grad kälter war. Rund um die Donau in Niederbayern zeigte das Thermometer im Dauernebel nur maximal minus 1 Grad an.

Zwischen einem Hoch über Osteuropa und einem Tief bei Island strömte milde Luft aus Spanien nach Deutschland.

Der Grund für die außergewöhnlichen Temperaturen ist eine Südwestströmung, wodurch milde Luft von Spanien nach Deutschland gelangt. Hinzu kam reichlich Sonnenschein von einem makellosen Himmel. Beide Faktoren zusammen haben dafür gesorgt, dass es so außergewöhnlich warm für die Jahreszeit wurde.

Frühlingshaftes Wetter am Mittwoch in weiten Teilen Deutschlands. Bild: dpa

(Ein Bericht von Sebastian Keßler aus der WetterOnline Redaktion)

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