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Samstag, 08.10.2011

Chancen auf Sternschnuppen

Hunderte von Meteoren erwartet

Experten erwarten in der Nacht zum Sonntag ein möglicherweise sehr spektakuläres Himmelsschauspiel: Gegen 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreicht der jährlich wiederkehrende Sternschnuppenschwarm der "Draconiden" seinen Höhepunkt. Normalerweise sind die "Draconiden" eher unauffällig mit allenfalls ein paar Dutzend Meteoren in der ganzen Nacht. Nur sehr selten, etwa zwei bis drei mal in 100 Jahren, werden daraus jedoch Hunderte, ja sogar Tausende von Sternschnuppen pro Stunde und entzünden ein kosmisches Schauspiel der Superlative.

Spektakuläre Meteorschauer

Historische Illustration eines starken Sternschnuppenregens aus dem Jahre 1833. Ein intensiver Meteorschauer ist ein sehr eindrucksvolles Ereignis, das man nicht verpassen sollte.

Ursache solcher "Meteorstürme" sind die Staubfahnen von Kometen. Während die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne solche Staubwolken in den meisten Jahren nur streift, durchquert sie manchmal auch deren dichtere Zentralbereiche. Und genau das erwarten Astronomen für den Abend des 8. Oktober. Allerdings gehen die Erwartungen der Experten weit auseinander: Während zurückhaltende Schätzungen von nur wenigen Dutzend Sternschnuppen ausgehen, rechnen einige Meteorforscher zwischen 20 und 24 Uhr mit mehreren Hundert Schnuppen pro Stunde.

Das Wetter dürfte am Samstagabend zumindest im Norden mitspielen. Dort klart der Himmel vielerorts auf oder es ist nur locker bewölkt. Im Süden trüben dagegen dichte Wolken und Schauer den Blick in den Himmel und auch im Osten sowie im äußersten Westen ist es zumindest gebietsweise wolkig. Sternfreunde sollten sich auf jeden Fall warm einpacken: Am Abend liegen die Temperaturen meist nur noch zwischen 10 und 5 Grad, später in der Nacht werden daraus vielfach sogar nur noch sehr kühle 7 bis 2 Grad.

Die Wolkenverteilung am Samstagabend

Die besten Chancen zur Beobachtung des Himmelsschauspiels gibt es im Norden Deutschlands, am dichtesten sind die Wolken dagegen voraussichtlich über dem Süden.

Unabhängig vom Wetter und davon, ob sich die Erwartungen der Astronomen erfüllen werden oder nicht, kommt übrigens noch ein weiterer möglicher Störenfried hinzu: Der zunehmende Mond. Er leuchtet derzeit nämlich so hell, dass viele schwächere Schnuppen von seinem Licht glatt überstrahlt werden könnten. So ist es durchaus möglich, dass trotz klaren Himmels und einer großen Zahl an Meteoren nur besonders helle Schnuppen auch wirklich zu sehen sind. Der Grat zwischen imposantem Spektakel und Enttäuschung ist jedenfalls wahrscheinlich recht schmal.

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