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Donnerstag, 10.12.2015

Kleinplanet Ceres

Wassereis unter Staub?

Schon vor Monaten hat die Forschungssonde "Dawn" mysteriöse helle Flecken auf der Oberfläche des Kleinplaneten Ceres entdeckt. Forscher haben das Rätsel dieser Flecken nun möglicherweise gelöst.

Seit Monaten rätseln Wissenschaftler über die Herkunft leuchtend weißer Flecken, die in Kratern des Kleinplaneten Ceres zu erkennen sind. Bild: NASA

Seit sich die Raumsonde Dawn im Frühjahr dem Kleinplaneten Ceres genähert hat, rätseln Wissenschaftler über den Ursprung zahlreicher weißer Flecken auf dessen Oberfläche. Die mysteriösen Flecken überstrahlen die anderen Regionen des Himmelskörpers um ein Vielfaches und sind beinahe so hell wie alternder Gletscherschnee auf der Erde. Viele Forscher hatten deshalb vermutet, dass es sich tatsächlich um von Meteoriteneinschlägen freigelegtes Eis handeln könnte.

Das rings um den sichtbaren Krater "verstreute", helle Material deutet darauf hin, dass es bei einem oder mehreren Einschlägen freigelegt worden ist. Bild: NASA

Neue Daten der Raumsonde Dawn scheinen diese Annahme nun zu bestätigen. Danach handelt es sich bei dem hellen Material wahrscheinlich um ein Gemenge aus Magnesiumsulfat und Wassereis. Das Mineralsalz kommt auf der Erde vor allem am Rande von Salzseen vor. Vermutlich ist das Material normalerweise unter einer dicken Staubschicht verborgen. Durch die Wucht kosmischer Einschläge werden Staub und Geröll weggeschleudert und die darunter liegenden hellen Mineralien sowie das Eis freigelegt.

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