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Wetterrückblick

Samstag, 29.12.2018

Rückblick Dezember 2018

Sehr nass, mild und trüb

Nach den vielen extrem trockenen Vormonaten hat der Dezember einiges vom Regendefizit aufholen wollen. Er gehörte damit zu den nassesten, aber auch wärmsten Dezembermonaten der vergangenen 30 Jahre. Schnee fiel allerdings fast nur im Bergland.

Ein Spiegelbild des Dezembers 2018: Endlich regnete es nach der monatelangen Trockenheit mal wieder ordentlich. Bild: Achim Otto

Zahlreiche atlantische Tiefs brachten Deutschland im Dezember neben ordentlich Wind auch sehr viel Niederschlag, nachdem seit Februar fast alle Monate sehr trocken gewesen waren. Im Landesdurchschnitt fielen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter und damit fast 50 Prozent mehr als im Dezember üblich. Besonders nass war es in der Südwesthälfte. Kräftigere Schneefälle bekamen fast ausschließlich die höheren Lagen ab, auch über Weihnachten blieb es im Flachland grün. Nach frostigen Nächten bildete sich regional aber auch dort gefährliches Glatteis.

Mit etwa 105 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zählt der Dezember 2018 zu den vier nassesten Dezembermonaten der vergangenen 30 Jahre.

Die Serie der überdurchschnittlich warmen Monate setzte sich allerdings auch im Dezember fort. Den langjährigen Mittelwert übertraf die Temperatur gleich um mehr als zwei Grad. Mit 15 Grad und mehr war der 3. Dezember der wärmste Tag. Spitzenreiter war dabei Andernach am Mittelrhein mit 16,9 Grad. Dafür gab es aber auch einige frostige Nächte, in denen es insbesondere um die Monatsmitte herum direkt am Alpenrand über Schnee bis zu minus 18 Grad kalt wurde. Zu Weihnachten genauso wie Richtung Jahresende dominierte jedoch erneut mildere Luft.

Atlantische Tiefs führten auch im Dezember häufig milde Luft nach Deutschland. Dieser war damit der neunte überdurchschnittlich warme Monat in Folge.

Aufgrund der vielen Regenwolken fiel der Monat insgesamt ausgesprochen "grau" aus. Er war damit der trübste des gesamten Jahres. Im Deutschlandmittel kamen lediglich rund 30 Sonnenstunden zusammen, was nicht einmal einer sonnigen Stunde pro Tag entspricht. Üblicherweise gab es allerdings regional große Unterschiede. In den westlichen Mittelgebirgen schien die Sonne im Dezember zum Teil nur etwa 15 Stunden lang, während man sich vom Allgäu bis zum Schwarzwald gebietsweise über mehr als 60 Stunden Sonnenschein freuen durfte.

Der Dezember präsentierte sich sehr häufig grau in grau. Ein wenig darüber trösten mag vielleicht, dass der Vorjahresmonat noch etwas trüber gewesen war.

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