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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 31.05.2018

Unwetterserie Ende Mai

Ganze Ortschaften verwüstet

Unwetterartige Gewitter haben im letzten Maidrittel 2018 in einigen Regionen große Schäden angerichtet. Städte wie Babstadt, Wuppertal oder Magdeburg wurden teilweise unter Wasser gesetzt.

Los ging es am Pfingstsonntag. Besonders betroffen war die Region um Garmisch-Partenkirchen, wo Bäche und kleinere Flüsse über die Ufer traten. Nur zwei Tage später brachten Sturzfluten Chaos, wie zum Beispiel in der Region um Heilbronn. Ein Schlammlawine rollte durch Babstadt bei Bad Rappenau und flutete Keller und Garagen. In Weil der Stadt im Landkreis Böblingen spülte außerdem heftiger Regen Schlamm und Geröll auf die Straßen. Auch in Teilen Hessens und im Großraum Karlsruhe hieß es an einigen Orten "Land unter".

Am Folgetag stand das Wasser zum Beispiel in Hallstadt im Landkreis Bamberg 20 Zentimeter hoch. Von den Hügeln drückten Schlamm und Wasser ins Tal und blockierten die Fahrbahnen. Am 24. Mai wüteten in der Oberpfalz und im Vogtland schwere Gewitter, die in der Folge Schlammlawinen und Überflutungen auslösten. Dabei gingen in einem Streifen von Bad Brambach bis Plauen 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. In vielen Häusern waren die Keller daher vollgelaufen und die Menschen auf die Hilfe der Einsatzkräfte angewiesen.

Die immensen Regenmengen im Vogtland brachten die sächsische Talsperre Pirk an die Grenze ihres Fassungsvermögens. Im rheinland-pfälzischen Trassem bei Saarburg waren nach einem Hangrutsch Keller mit Schlamm und Geröll gefüllt. Am 27. Mai hinterließ sintflutartiger Regen in schon wieder Chaos. Schwer traf es diesmal den Ort Hetzerode südöstlich von Kassel, wo sich die Wassermassen den Weg durch das Dorf bahnten und Autofahrer überraschten. Die Feuerwehr musste sich daraufhin befreien.

Flutkatastrophe im sächsischen Vogtland: Menschen müssen aus ihren Häusern vor den Wassermassen evakuiert werden, selbst Feuerwehr und Polizei ist zeitweise von den Fluten eingeschlossen. Quelle: Extremwetter.tv, Musik: frametraxx.de

Ähnlich dramatisch sah es im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz aus: In Fischbach und Herrstein riefen die Behörden den Katastrophenalarm aus, nachdem diese komplett überflutet worden waren. Am 29. Mai wiederholte sich das Unwetterchaos, diesmal in Teilen Nordrhein-Westfalens. So gab es im Bergischen Land, im Ruhrgebiet und im Raum Aachen schwere Überschwemmungen. Gewitterböen führten zudem zu Sturmschäden. In Wuppertal ergossen sich Sturzfluten über die Straßen und setzten die Innenstadt unter Wasser.

In der Großstadt im Bergischen Land reißt das Unwetter auch dieses Tankstellendach aus seinen Verankerungen. Es kippt komplett auf die Straße. Bild: Dennis Gülicher

Der Bahn- und Schwebebahnverkehr in der bergischen Metropole wurde eingestellt. Sturmböen rissen außerdem das Dach einer Tankstelle herunter. Ein Teil des Daches der Universität hielt den gewaltigen Wassermassen nicht stand und stürzte ebenfalls ein. Auf den überfluteten Fahrbahnen waren mehrere Autos vor die Gullys gefahren, die die Regenfluten hochgedrückt hatten. Dadurch kam es auch zu Unfällen. Am 30. Mai wurden Teile Magdeburgs, am 31. mehrere Orte im Münsterland und Siegerland unter Wasser gesesetzt.

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