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Tropenstürme - Spezial

Wie ein Tropensturm entsteht

Vom Gewitter zum Wirbelsturm

Jahr für Jahr richten tropische Wirbelstürme in den verschiedensten, an warme Meeresregionen angrenzenden Teilen der Erde schwere Verwüstungen an und bringen Leid und Zerstörung über die Bewohner der betroffenen Küstenregionen. Böen von oft über 200 Kilometer pro Stunde entwurzeln Bäume, zerstören die Infrastruktur und bringen sogar Wohngebäude zum Einsturz. Hinzu kommen sintflutartige Regenfälle und meterhohe Flutwellen, die solche Stürme wie Bugwellen vor sich her auf die Küsten zu treiben.

Tropischer Wirbelsturm mit Auge im Satellitenbild

Bildquelle: NASA/MODIS RRS - Das Satellitenbild zeigt den Hurrikan Isabel im September 2003 über dem Westatlantik.

So überflutete der Hurrikan "Katrina" Ende August 2005 die Stadt New Orleans sowie weite Teile der amerikanischen Golfküste, wobei rund 1.800 Menschen ums Leben kamen. Und sogar mehr als 10.000 Menschenleben fielen Mitte November 2007 den Flutwellen des Zyklons "Sidr" in den Küstenregionen Bangladeschs zum Opfer.

Solche im atlantischen Raum als "Hurrikane" und im Indischen Ozean als "Zyklone" bezeichneten Wirbelstürme werden in Australien auch "Willy Willy" und im westlichen Pazifik "Taifune" genannt. Aber all diese Namen stehen für das gleiche Phänomen: für tropische Wirbelstürme.

All diese Stürme haben gemein, dass lediglich warmes Wasser sowie geringe Abweichungen von der normalen Temperaturschichtung in der Atmosphäre zu ihrer Entstehung führen und sie auf ihren Zugbahnen über die Meere am Leben halten. Lange Zeit galt eine großflächige Meeresoberflächentemperatur von mindestens 26 Grad Celsius als Grundvoraussetzung für die Entstehung von Hurrikanen. Inzwischen weiß man, dass auch schon eine etwas geringere Wassertemperatur ausreicht, wenn kalte Höhenluft die Bildung von Wolkentürmen begünstigt.

Entwicklung zum Sturm am Beispiel von Hurrikan "Georges"

Bildquelle: NOAA - Aus einer tropischen Gewitterstörung vor der westafrikanischen Küste entwickelte sich im September 1998 der kapitale Hurrikan "Georges".

Meist sind es nur schwache Störungen der Höhenströmung, die das Temperaturgefüge durcheinander bringen und so die Bildung von Gewitterwolken in Gang setzen. Solche Störungen der innertropischen Breiten nennt man auch "Easterly Waves". Ihre Gewitterzonen driften mit der vorherrschenden Passatströmung langsam westwärts, wobei sich einige von ihnen zu einem tropischen Tief entwickeln können.

Bleiben die Wassertemperaturen sowie die atmosphärischen Bedingungen günstig, kann sich ein solches Tief zu einem Tropischen Sturm und schließlich weiter zum Hurrikan oder Taifun verstärken.

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