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Wasserhose - Wetterlexikon

Wasserhose

Eine Wasserhose ist ein räumlich eng begrenzter Wirbelsturm mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Meter. Wasserhosen sind nichts anderes als Tornados über dem Meer. Sie entstehen als trichter- oder schlauchförmige Gebilde aus einer Schauer- oder Gewitterwolke heraus und erreichen dann die Wasseroberfläche. Dabei wird durch die enormen Windgeschwindigkeiten Wasser aufgewirbelt und teilweise auch hochgesogen. In Wasserhosen treten in extremen Fällen Windgeschwindigkeiten von 50 bis 100 Meter pro Sekunde auf.

Wasserhosen sind in Europa vor allem im Spätsommer und Herbst an den Küsten zu beobachten, wenn kalte, hochreichende Luft über das noch warme Meerwasser streicht. Dann können in Einzelfällen mehrere Wasserhosen pro Stunde über dem Meer wirbeln. Aber auch im Binnenland bilden sich manchmal Wasserhosen über großen Seen, wie beispielsweise dem Ijsselmeer, dem Bodensee oder dem Chiemsee.

Wasserhosen haben eine eher kurze Lebensdauer von durchschnittlich 10 bis 30 Minuten und legen meist nur wenige Kilometer zurück. Sie sind in der Regel harmlos. Nur wenn sie Booten und Schiffen zu nahe kommen oder gar auf Land ziehen, werden sie gefährlich.

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