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Walkerzirkulation - Wetterlexikon

Walkerzirkulation

Walker-Zirkulation ist eine äquatorparallel verlaufende, geschlossene Zirkulationszelle, die von Gilbert T. Walker (1868-1958) erstmals beschrieben wurde. Hauptbestandteil dieser Zirkulation ist ein Hoch vor der Westküste Südamerikas und ein Tief über dem indonesischen Westpazifik. Das Hoch entsteht durch die Kaltwasserzufuhr des Humboldtstromes, der die Luft an der südamerikanischen Küste abkühlt und dadurch absinken lässt. Wärmere Ozean- und Landflächen im Westpazifik führen zur Bildung eines Tiefdruckgebiets am Boden. Die Zirkulation zwischen diesen Druckgebilden wird durch eine Westströmung in der Höhe unterhalb der Tropopause und der äquatorparallelen Ostströmung ( Passate ) im Bodenniveau geschlossen.

Die Walker-Zirkulation beeinflusst ebenfalls die Meeresströmung im Pazifischen Ozean, die am Äquator mit der vorherrschenden Windrichtung von Ost nach West fließt. Manchmal kehrt sich die Zirkulation aber um, so dass warmes Oberflächenwasser zur Ostküste Südamerikas fließt und dort zur Bildung eines Tiefdruckgebiets mit starken Regenfällen führt. Diese Umkehr wird El Nino genannt und tritt alle paar Jahre in unterschiedlich starker Ausprägung auf.

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