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Nordatlantische Oszillation - Wetterlexikon

Nordatlantische Oszillation

Unter der Nordatlantischen Oszillation (kurz: NAO) versteht man die Schwankung des Luftdruckgegensatzes über dem Nordatlantik. Die Aktionszentren sind das Islandtief und Azorenhoch. Indirekt lässt sich aus der Stärke beider Druckzentren die Stärke der Westwinddrift bestimmen. Die NAO wirkt sich insbesondere auf das Winterklima in Europa, in Nordafrika und Grönland aus. Geprägt wurde dieser Begriff in den 1920ern von Sir Gilbert Walker.

Der sogenannte NAO-Index leitet sich indirekt aus dem Druckunterschied zwischen dem Azorenhoch und dem Islandtief. Wenn der NAO-Index positiv ist, dann sind das Islandtief und das Azorenhoch gut ausgebildet. Dies führt im Allgemeinen zu kräftigen, teils stürmischen Westwinden. Die Winter fallen dann bis nach Osteuropa mild und regenreich aus. Wenn der NAO-Index negativ ist, dann sind sowohl das Azorenhoch und das Islandtief schwach ausgebildet. Die feuchten Westwinde machen sich kaum auf dem europäischen Festland bemerkbar. Stattdessen kommt es in Mitteleuropa zu Kaltlufteinbrüchen aus Norden und Osten und dementsprechend zu kalten Wintern. Im Mittelmeerraum dominiert hingegen Regenwetter.

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