WetterOnline ( http://www.wetteronline.de )

Heinrich-Ereignisse - Wetterlexikon

Heinrich-Ereignisse

Bei den Heinrich-Ereignissen handelt es sich um globale Klimaschwankungen, die auf den Zerfall des Eisschilds auf der Nordhemisphäre zurückgehen. Höchstwahrscheinlich schwächten sich oder versiegten in der letzten Eiszeit warme Ozeanströmungen wie zum Beispiel der Golfstrom. So konnten Eisberge und Meereis weit südwärts driften. Die genauen Ursachen für die Heinrich-Ereignisse sind noch nicht geklärt. Die Heinrich-Ereignisse sind nach dem deutschen Geologen Hartmut Heinrich benannt.

Die Heinrich-Ereignisse gab es vor allem in der letzten Eiszeit und im Übergang ins Holozän vor etwa 11.500 Jahren. Die Erwärmungsphase wurde durch mehrere, lang andauernde Kälte-Einbrüche unterbrochen, sodass in Mitteleuropa für einige Jahrzehnte kühles Klima herrschte. Forscher können das Klima mit Hilfe von Bohrkernen und Gletscherschutt rekonstruieren. Sie konnten feststellen, dass sich während der Eiszeit vom kanadischen Eisschild mehrmals riesige Stücke abgelöst hatten und ganze Flotten von Eisbergen bis vor die Küsten Portugals gedriftet waren. Das Meerwasser wurde durch das Schmelzen der Eisberge in den oberen Wasserschichten verdünnt und das Oberflächenwasser kühlte sich ab. Diese Prozesse wirkten sich stark auf das Klima in Europa und Nordamerika aus. Die Wälder zogen sich zurück und Tundravegetation konnte sich ausbreiten.

ABCDEF
GHIJKL
MNOPQR
STUVWX
YZ A bis Z
Link zu dieser Seite / Seite empfehlen

Das Wetter in ...