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Antarktische Oszillation - Wetterlexikon

Antarktische Oszillation

Unter der Antarktischen Oszillation (kurz: AAO) versteht man die Schwankung des Luftdruckgegensatzes zwischen dem Südpol und den mittleren Breiten der Südhalbkugel. Es handelt sich hierbei sozusagen um eine "Luftdruckschaukel". Die Stärke der AAO hat direkten Einfluss auf den Wind in den mittleren und höheren Breiten der Südhalbkugel und beeinflusst demnach das Klima über einem Großteil der Südhemisphäre.

Aus den Luftdruckgegensätzen lässt sich der AAO-Index herleiten. Wenn der AAO-Index negativ ist, dann ist das Kältehoch über der Antarktis stark ausgeprägt. Dabei wehen die polaren Ostwinde kräftig rund um den Südpol. Die Kaltluft dringt häufiger bis in die gemäßigten Breiten vor, sodass im südlichen Südamerika und im Süden Australiens kalte, teils strenge Winter vorherrschen. Zudem dehnt sich das Meereis großräumig aus.

In der positiven Phase verschiebt sich die Westströmung südwärts, sodass im südlichen Südamerika und in Australien mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt fällt. Zudem kann sich die milde Luft zum Teil bis zur antarktischen Küste durchsetzen und das Eis schmilzt dann rasch. Allerdings sind nicht alle Einflussfaktoren der AAO vollständig geklärt.

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