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Klimawandel

Samstag, 27.09.2014

Eisfläche am Jahresminimum

Arktis: Eislage weiter kritisch

Auch in diesem Jahr ist die Ausdehnung des arktischen Meereises wieder deutlich unter das durchschnittliche Minimum der Jahre 1981 bis 2010 geschrumpft. Sie ist aber beträchtlich größer als im Negativ-Rekordjahr 2012.

Die Eisfläche der Arktis hat Ende September mit rund fünf Millionen Quadratkilometern ihr Jahresminimum erreicht. Die Sommersonne hat das einjährige Wintereis weitgehend geschmolzen und zurück bleibt nur die dickere, mehrjährige Schicht. In den vergangenen Jahrzehnten ist die von Eis bedeckte Fläche stetig gesunken. Die geringste Ausdehnung war im Jahr 2012 zu beobachten. Damals betrug diese lediglich rund 3,4 Millionen Quadratkilometern. Seither ist die weitere Eisabnahme zwar ins Stocken geraten, Entwarnung kann aber nicht gegeben werden.

Wissenschaftler auf dem deutschen Forschungsschiff Polarstern untersuchen die Eisfläche. Bildquelle dpa

Die regionalen Unterschiede bei der Eisentwicklung sind nämlich groß. So ist es dem deutschen Forschungsschiff Polarstern in der zweiten Augusthälfte nicht gelungen, das Packeis in der Nordwestpassage nördlich des amerikanischen Kontinents zu durchqueren. Gleichzeitig zog sich das Eis des Arktischen Ozeans nördlich von Russland jedoch weiter zurück als jemals zuvor. Die Eiskante in der russischen Laptewsee reicht bis 500 Kilometer an den Nordpol heran. Noch im Jahr 2006 war die Eisausdehnung dort mehr als doppelt so groß.

Das Bild zeigt die aktuelle Meereisbedeckung im September 2014 im Vergleich zur mittleren Ausdehnung in den Jahren 1992-2006 (rote Linie). Bildquelle: Lars Kaleschke/Universität Hamburg/dpa

Im Gegensatz zu der Entwicklung im hohen Norden nimmt die Eisausdehnung rund um die Antarktis seit Jahren zu und erreichte in diesem Jahr rund 20 Millionen Quadratkilometer. Damit wurde das 30-Jahre-Maximum aus dem vergangenen Jahr nochmals um rund 0,4 Millionen Quadratkilometer übertroffen. Der Grund hierfür liegt Vermutungen von Wisschenschaftlern zufolge unter anderem in einer schwächer werdenden Meeresströmung rund um die Antarktis. Die dadurch verminderte Durchmischung der Wassermassen begünstige das Wachstum von Meereis.

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