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Wetternews

Mittwoch, 22.10.2014

Sturm fegt über Süddeutschland

Orkanböen selbst im Flachland

Der erste richtige Herbststurm des Jahres hat vor allem in Süddeutschland schwer gewütet. Orkanböen bis 122 Kilometer pro Stunde rissen in Baden-Württemberg und Bayern viele noch belaubte Bäume um.

Besonders im Süden des Landes ist es verbreitet zu schweren Sturmböen über 100 Kilometer pro Stunde gekommen. Vereinzelt gab es sogar im Flachland Orkanböen über 120 Stundenkilometer.

Der Sturm ist am Dienstagabend mit Gewittern und Orkanböen besonders heftig über den Süden hinweggefegt. In einigen Regionen fiel der Strom aus. Auch der Flug-, Bahn- und Straßenverkehr war beeinträchtigt. Selbst am Mittwochmorgen waren noch viele Straßen und Bahnlinien in Bayern und Baden-Württemberg gesperrt. Auf der Schwarzwaldbahnstrecke fuhr ein Zug in einen umgestürzten Baum. In Regensburg begrab ein riesgier Baum sieben Autos unter sich. In allen Fällen wurde wie durch ein Wunder niemand verletzt.

Der Sturm hat in Süddeutschland zu erheblichen Behinderungen im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr gesorgt. Wie hier in Stuttgart konnte eine Ampelanlage dem Wind und umherfliegenden Gegenständen nicht stand halten und stürzte um. Bildquelle: dpa

Ursache für den Sturm war vor allem die Kaltfront von Ex-Hurrikan GONZALO, die im Eiltempo Deutschland überquert hat. Südwestlich einer Linie Emsland – Erzgebirge kam es verbreitet zu Windböen von 60 bis 80 Kilometern pro Stunde. Richtig heftig blies der Wind aber im Südwesten und Süden. Dort konnten mit dem Durchzug der Kaltfront verbreitet Windböen über 100 Stundenkilometer gemessen werden. Die stärkste Windböe im Flachland wurde mit 122 Kilometern pro Stunde aus Stuttgart gemeldet. An der Nordsee gab es die erste Sturmflut des Jahres.

Nicht nur bei uns waren die Auswirkungen des Sturms zu spüren. Auch in Frankreich, den Beneluxstaaten und in Großbritannien stürmte es durch den ehemaligen Hurrikan. Eine Frau wurde in London tot unter einem umgestürzten Baum entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Am Londoner Heathrow Airport mussten 110 Flüge gestrichen werden. Im Bahnverkehr kam es auf der Insel zu Verspätungen, umgestürzte Lastwagen blockierten mehrere Straßen.

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