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Freitag, 27.02.2015

Rückblick Winter 2014/15

Meist mildes Atlantikwetter

Der Winter 2014/15 ist bis auf ein paar wenige kurze Frostperioden windig und mild verlaufen. Vor allem der Januar kam oft stürmisch daher, erst im Februar kamen die Wintersportler richtig auf ihre Kosten.

Statt Schnee und Frost hatte der Hochwintermonat Januar immer wieder milde Atlantikluft und häufig Sturm im Gepäck.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,8 Grad war der Winter 2014/15 fast ein Grad wärmer als im Mittel der letzten 30 Jahre. Wärmster Tag war der 10. Januar, wo gleich in mehreren Orten erstmals seit Aufzeichnungsbeginn die 20-Grad-Marke geknackt wurde. Spitzenreiter war das oberbayerische Piding mit 20,5 Grad. Frost und Schnee beschränkten sich dagegen auf nur kurze Gastspiele vor allem im Süden des Landes. Am kältesten war es in der oberschwäbischen Region Riedingen an der Donau mit knapp minus 25 Grad am 29. Dezember.

Zwar wies der Winter 2014/15 gegenüber dem langjährigen Klimamittel ein deutliches Temperaturplus auf, doch bewegte sich die Durchschnittstemperatur immerhin noch im (oberen) Normalbereich.

Die Niederschlagsbilanz entpuppte sich nach einem nassen Januar und einem teils sehr trocken Februar als insgesamt ausgeglichen. Allerdings gab es bei der Verteilung der Niederschläge große Unterschiede: Nasseste Regionen waren die Küstengebiete sowie der Südschwarzwald, wo jeweils fast die doppelte Niederschlagsmenge des Klimamittels registriert wurde. Am wenigsten regnete oder schneite es dagegen in Teilen Sachsen-Anhalts, wo regional nur zwei Drittel der langjährigen Werte zusammenkamen.

Hinter der ausgeglichenen Niederschlagsbilanz verbergen sich große regionale Unterschiede. Zudem fiel zunächst auch im Bergland meist Regen. Erst Ende Januar mochte sich dort eine dann aber beständige Schneedecke bilden.

Mit nur 154 Sonnenstunden zeigte sich dieser Winter von einer ziemlich trüben Seite. Dabei schien die Sonne im Norden und unmittelbar am Alpenrand deutlich häufiger als in den anderen Landesteilen, wo vor allem in der Landesmitte örtlich kaum mehr als die Hälfte des vieljährigen Mittels erreicht wurde. Unangefochtener Spitzenreiter war Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, wo mehr als 330 Sonnenstunden verzeichnet werden konnten.

Die Zahl der Sonnenstunden fiel zumeist mager aus und bewegte sich landesweit am unteren Rand des Normalbereiches.

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