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Freitag, 12.02.2016

Ende der Dürre nicht in Sicht

Extreme Trockenheit in Äthiopien

Dürren in Äthiopien sind bei dem dort ohnehin schon sehr trockenen Klimas keine Seltenheit. Doch derzeit erlebt das Land die extremste Trockenheit seit mindestens 30 Jahren, mit katastrophalen Folgen.

Äthiopien wird von der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten heimgesucht. Millionen Menschen sind von Hunger und Wasserknappheit bedroht. Bild: dpa

Missernten, Wasserknappheit, Viehsterben und hungernde Menschen: Äthiopien kämpft mit den Folgen der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Die Regierung hat den Dürre-Notstand ausgerufen und tausende Tonnen Weizen und Mais aufgekauft, um eine Hungerkatastrophe wie vor 30 Jahren zu verhindern. Neben Äthiopien sind auch weite Teile Ost- und Zentralafrikas von der extremen Trockenheit betroffen. Ernst ist die Lage vor allem im Südsudan, das neben der Dürre auch von einem Bürgerkrieg erschüttert wird.

Die äthiopische Regierung hat tausende Tonnen Weizen und Mais aufgekauft, um der hungernden Bevölkerung zu helfen. Auch die Vereinten Nationen haben ein umfangreiches Hilfsprogramm gestartet. Bild: dpa

Zuletzt gab es eine ähnliche Dürre 1983 bis 1985. Damals führte die verheerende Trockenheit zur größten Hungerkatastrophe des Landes, rund eine Million Menschen verhungerten. Damals herrschte zudem Bürgerkrieg in Äthiopien, eine unfähige Regierung und eine instabile Wirtschaft verhinderten effektive Hilfe. Zudem gab es vergleichsweise weniger humanitäre Hilfe als es jetzt der Fall ist. Die Vereinten Nationen unterstützen derzeit die äthiopische Bevölkerung mit allen notwendigen Lebensmitteln.

Vor gut 30 Jahren führte die bislang schlimmste Dürre zu einer Hungerkatastrophe mit rund einer Million Toten in Äthiopien. Dieses Mal will die Regierung unbedingt rechtzeitig gegensteuern. Bild: dpa

Die jetzige Dürre wird vermutlich durch das Auftreten des Klimaphänomens El Niño drastisch verstärkt. Die Dürre führt zu extremen Missernten und einem Viehsterben. Gerade in einem Land, welches hauptsächlich von der Landwirtschaft abhängig ist, besteht nun eine sehr große Gefahr. Auch wenn die Wirtschaft Äthiopiens in den letzten zehn Jahren deutlich stabiler wurde, sind momentan dennoch über zehn Millionen Äthiopier durch den Hunger bedroht, die Anzahl der Betroffenen steigt täglich an.

Während es aufgrund des Klimaphänomens El Niño in Äthiopien deutlich trockener ist, wird erwartet, dass es in anderen afrikanischen Ländern wie Kenia, Kongo und Tansania zu Überschwemmungen kommen könnte. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass nicht jeder El Niño gleich verläuft. Es werden allerdings sich oft wiederholende Muster beobachtet.

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