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Mittwoch, 01.04.2015

Bilanz des Orkans NIKLAS

Böen über 190 Stundenkilometer

Mit NIKLAS ist einer der schwersten Stürme der letzten Jahre über Deutschland hinweggefegt. Hinterlassen hat er eine Spur der Verwüstung. Leider forderte der Sturm auch mehrere Menschenleben.

Mit enormer Wucht fegte NIKLAS am Dienstag über Deutschland. An der Nordsee sowie rund um Berlin wurden selbst im Flachland Orkanböen gemessen.

Am frühen Dienstagmorgen hat der Westen des Landes die ersten Ausläufer von NIKLAS zu spüren bekommen. Im Laufe des Vormittags war dann vor allem der Süden des Landes betroffen. Nachmittags verlagerte sich der Schwerpunkt des Sturms in den Norden und Osten. Fast flächendeckend sorgten schwere Sturmböen und orkanartige Böen für teils chaotische Verhältnisse. Mancherorts reichte es sogar im Flachland für Orkanböen.

Auch im Süden brachte der Sturm verbreitet orkanartige Böen, teils sogar Orkanböen. Auf den Bergen fegte der Wind mit 120 bis 190 Stundenkilometern.

Spitzenreiter in Deutschland war die Zugspitze mit 191 Kilometer pro Stunde. Aber auch in den Mittelgebirgen fegte der Wind verbreitet mit 120 bis 160 Stundenkilometer. Selbst im Flachland reichte es wie in Nordholz bei Cuxhaven für Orkanböen bis 124 Kilometer. Auch rund um Berlin machte NIKLAS ernst und brauste mit Windböen von 119 Kilometer pro Stunde übers Land. Gleiches gilt für den Großraum München: Orkanböen rüttelten die Landeshauptstadt kräftig durch.

Wie hier in Berlin hinterließ NIKLAS in weiten Landesteilen eine Spur der Verwüstung. Bild: dpa

Viele Straßen mussten aufgrund von umgestürzten Bäumen gesperrt werden. Zwischenzeitlich waren mehrere Tausend Haushalte ohne Strom. Besonders heftig traf es den Bahnverkehr: In einigen Bundesländern ruhte der Regionalverkehr komplett. In Bayern wurde der Fernverkehr am Dienstagnachmittag eingestellt. Auch der Flugverkehr musste unter NIKLAS leiden. So wurden am Frankfurter Flughafen 180 Starts und Landungen gestrichen.

Leider hat der Sturm in Deutschland auch mehrere Menschenleben gefordert. In Rheinland-Pfalz starben zwei Mitarbeiter der Straßenmeisterei, als Bäume auf ihr Dienstfahrzeug stürzten. In Sachsen-Anhalt wurde ein Hausbesitzer von einer umstürzenden Mauer erschlagen. In Oberbayern starb eine Frau, als Bäume auf ihr Auto stürzten. Auch aus der Schweiz und Österreich sind Opfer zu beklagen.

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