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Dienstag, 30.06.2015

Rückblick Juni 2015

Launisch trotz regionaler Dürre

Trotz teils massiver Unwetter im Süden und einer besonders im Norden stark ausgeprägten Schafskälte ist der Juni insgesamt sehr trocken ausgefallen. In einigen Regionen stellte sich eine extreme Dürre ein.

In Teilen der Mitte und des Nordens bildeten sich infolge hartnäckiger Dürre vielerorts tiefe Trockenrisse. Bildquelle: dpa

Mit 16,0 Grad lag die Durchschnittstemperatur im Juni fast genau im Mittel der letzten 30 Jahre. Wärmster Tag war der 5. Juni mit bis zu 35 Grad im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach und am Oberrhein. Am kühlsten war es dagegen am Morgen des 17., wo es im Norden vielfach unter die 5-Grad-Marke abkühlte. Regional wurde sogar nur knapp der Gefrierpunkt verfehlt und verbreitet kam es zu Bodenfrost. Kältester Ort war Quickborn, wo am Erdboden eisige minus 3 Grad gemessen wurden. Insgesamt wurden noch neun Nächte mit Bodenfrost registriert.

Was aus der Kurve nicht hervorgeht: Im Norden war es vielfach kühler, im Süden teils dagegen teils deutlich wärmer als mit Mittel der letzten 30 Jahre.

Teils schon extrem zeigte sich der erste Sommermonat bezüglich der Regensummen: Während es bei kleinräumigen Unwettern vor allem am Alpenrand ausgesprochen nass war, kam in Teilen Hessens, Thüringens und Norddeutschlands nur gut ein Drittel des langjährigen Juni-Durchschnitts zusammen. In diesen Regionen waren auch schon die Vormonate trocken, sodass dort die ersten kräftigeren Regengüsse nach vielen Wochen zu spät kamen, um der extremen Dürre ein Ende zu setzen. Bemerkenswert waren auch Schneefälle zum Sommeranfang in den Hochlagen der Alpen.

Obwohl der Juni mit knapp 70 Prozent des Klimamittels beim Niederschlag gerade noch so den Normalbereich erreichte, blieb er regional extrem trocken.

Auch wenn sich der Juni häufig sehr launisch gebärdete: In Sachen Sonnenschein brachte er es mit knapp 200 Sonnenstunden landesweit auf eine recht ausgewogene Bilanz. Dabei war es entlang der Ostseeküste mit bis zu 260 Sonnenstunden am sonnigsten. Dagegen ließ sich die Sonne am Nordrand der östlichen Mittelgebirge vergleichsweise selten blicken. Dort reichte es nur für rund 170 Stunden mit Sonnenschein, was etwa drei Vierteln des Klimamittels entspricht.

Auch wenn die Zahl der Sonnenstunden deutlich hinter derjenigen des Vorjahres zurückblieb, war dieser Juni immer noch fast so freundlich wie im vieljährigen Durchschnitt.

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