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Freitag, 01.08.2014

Wolken-Spezial Teil 5

Vom Cumulus zum Gewittersturm

Kaum ein Wolkengebilde ist imposanter als die mächtigen Türme aufziehender Gewitterwolken. Ihre durch gewaltige Aufwinde kilometerhoch in die Atmosphäre emporschießenden Wolkengebirge gelten als die Könige unter den Wolken.

Ein Gewitter braut sich zusammen: Während im Vordergrund noch die Sonne scheint, türmen sich in der Ferne bereits mächtige Quellwolken auf und verdunkeln bedrohlich den Himmel am Horizont. Bildquelle: Heino Strunk

Obwohl sich Quellwolken zu jeder Jahreszeit bilden können, entstehen sie im Sommerhalbjahr weitaus häufiger als in den kühleren Monaten. Der Grund: Sie gedeihen am besten, wenn der Temperaturkontrast zwischen der Erdoberfläche und mehreren Kilometern Höhe besonders groß ist. Und das ist vor allem im Sommer der Fall, wenn die Sonne die Erde wie eine Herdplatte aufheizen und so auch die untersten Luftschichten erwärmen kann. In der freien Atmosphäre fehlt diese Heizung jedoch und dort bleibt es kalt. Die Folge: Der Temperaturkontrast nimmt zu.

Weil warme Luft leichter ist als kalte, beginnt die leichtere Warmluft in kleinen Blasen wie Heißluftballone aufzusteigen. Dabei kühlt sie ab und wird feuchter, bis ihr überschüssiger Wasserdampf schließlich zu Cumuluswolken kondensiert. Bei nur geringen Temperaturunterschieden endet damit ihr Aufstieg und zurück bleiben flache Schönwetterwolken. Ist der Temperaturkontrast dagegen groß, geht der Aufstieg weiter und die Quellwolken wachsen oft kilometerhoch in den Himmel.

Bleiben Cumuluswolken flach, nennt man sie Schönwetterwolken. Bei großen Temperaturkontrasten zu höheren Luftschichten können sie aber auch viele Kilometer hoch in den Himmel quellen. Bildquelle: Heino Strunk

In sommerlichen Gewitterwolken kann dieser aufwärts gerichtete Luftstrom weit über 100 Stundenkilometer erreichen. Die Quellwolken explodieren geradezu und schießen binnen Minuten durch alle Wolkenstockwerke hinauf bis ins Eiswolkenniveau. Dort gefrieren ihre Gipfel und breiten sich bei Temperaturen weit unter minus 50 Grad zu gewaltigen Eisschirmen aus. So werden aus harmlosen Cumuluswolken gefährliche Cumulonimbuswolken, deren gebündelte Energie sich nicht selten in heftigen, von Starkregen und Sturmböen begleiteten Hagelgewittern entlädt.

Wie ein riesiger Amboss erscheint der Eisschirm dieser Gewitterwolke. Bildquelle: Heino Strunk

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