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Wetternews

Donnerstag, 24.07.2014

Lebensgefahr durch Strömungen

Viele Badeverbote an der Ostsee

Ausnahmezustand an der Ostsee: Das Baden an vielen Küstenabschnitten ist trotz sonnigwarmem Wetter verboten. Ursache ist der seit Tagen anhaltende, starke Nordostwind. Es besteht Lebensgefahr.

An der Ostsee weisen Schilder auf die Lebensgefahr durch Strömungen beim Schwimmen hin. Trotzdem halten sich viele nicht daran. Bildquelle: dpa

In diesem Sommer sind bereits acht Menschen in der Ostsee ertrunken, viele weitere konnten erst im letzten Moment gerettet werden. Ursache ist der kräftige Nordostwind, der starke Unterströmungen entstehen lässt, die auch gute Schwimmer ins offene Meer oder nach unten ziehen können. Hinzu kommt, dass sich die Strömungen in diesem Sommer verändert haben. Dies geht wahrscheinlich auf die starken Herbst- und Winterstürme wie XAVER zurück, die unter der Wasseroberfläche Sandbänke abgetragen haben.

Ein kräftiger Nordostwind bläst seit Tagen an der Ostsee und sorgt für eine starke Brandung. Das unten den Wellen ins Meer zurückströmende Wasser löst die gefährlichen Unterströmungen aus. Bildquelle: P. Lorenzen

Trotzdem stoßen die großflächigen Badeverbote, die derzeit vor allem die Lübecker Bucht und Usedom betreffen, bei vielen Gästen auf Unmut. Sie wollen ihren Urlaub und das schöne Wetter nutzen. Manche ignorieren sogar leichtsinnig die Verbote und springen trotzdem ins Wasser. Am gesperrten Timmendorfer Strand patrouillierte zeitweise sogar die Polizei und ruft die Urlauber per Lautsprecher dazu auf, die Badeverbote einzuhalten, da Lebensgefahr bestehe.

Erst am Wochenende nimmt der Nordostwind an der Ostsee an Stärke ab, dreht aber auch weiterhin nicht auf andere Windrichtungen, weshalb mit Badeverboten weiterhin gerechnet werden muss.

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