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Wetternews

Montag, 24.11.2014

Wasser reißt viele in den Tod

Tragische Sturzfluten in Marokko

Heftige Sturzfluten nach sintflutartigen Regenfällen haben in Marokko mindestens 28 Menschen in den Tod gerissen. Zahlreiche werden noch vermisst, während sich schon das nächste Unwettertief ankündigt.

Sturzfluten haben in den Steppen- und Wüstenregionen Marokkos viele Menschen überrascht. Autos und sogar Lastwagen wurden von den Wassermassen mitgerissen, wie hier im Süden Marokkos bei Ouarzazate. Bildquelle: AFP

Bei heftigen Unwettern und Überschwemmungen sind in Marokko mindestens 28 Menschen getötet worden. Weitere sieben Menschen gelten als vermisst. Die Unwetter trafen beliebte Urlaubsregionen wie Agadir und Marrakesch. Nach Angaben des Innenministeriums wurden rund 200 Menschen aus den Wassermassen gerettet. Im Süden des Landes wurden rund hundert Lehmhäuser zerstört. Allein 13 Tote wurden in der Region Guelmim, rund 200 Kilometer von Agadir, gezählt. Dort starben in den reißenden Fluten eines Flusses sechs Menschen.

Die Nachrichtenagentur MAP berichtete unter Berufung auf das Ministerium, dass die Rettungskräfte mit mehr als 330 Booten und 130 Geländewagen im Einsatz seien. Sie wurden laut Ministerium unterstützt von Hubschraubern der Armee und der königlichen Garde. Die Hilfseinsätze wurden dadurch erschwert, dass rund hundert Straßen teilweise unpassierbar waren; auch sechs Autobahnen waren demnach betroffen. In wenigen Stunden fielen örtlich bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter in der sehr ariden Region.

Das WetterRadar vom Samstag zeigt, wie das Tief vor Marroko seine Regenfronten bis weit in die Wüste schiebt. Auch in Algerien, mitten in der Sahara, fielen 60 Liter Regen!

Ursache für die heftigen Regenfälle war ein außergewöhnlich starkes Atlantiktief vor der Küste Nordafrikas. Es brachte von den Kanaren bis weit in die Sahara hinein Sturm und heftige Regenfälle. Während es nun unter Abschwächung ostwärts ins Mittelmeer zieht, hat schon das nächste Tief Kurs auf Marokko eingeschlagen. Es bringt ab der Nacht zu Donnerstag neue, heftige Regenfälle. Bis zum Wochenende sind noch einmal über 100 Liter möglich. Weitere schwere Überschwemmungen drohen.

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