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Wetterrückblick

Freitag, 28.08.2015

Rückblick Sommer 2015

Hitzerekorde und Unwetter

Neuer Allzeit-Hitzerekord, verheerende Unwetter und Dürre: Der Sommer 2015 wird uns allen in Erinnerung bleiben. Er war der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

40,3 Grad - der Sommer 2015 wird vor allem wegen seines neuen Allzeit-Hitzerekords in Erinnerung bleiben. Außerdem war es regional extrem trocken und es gab viele Unwetter.

Der Sommer 2015 war vor allem in der Mitte und im Süden sehr warm. Im Juli und August lagen die Höchstwerte dort teils wochenlang um oder über der 30-Grad-Marke. Verbreitet wurden neue Hitzerekorde gemessen. Im bayerischen Kitzingen war es am 5. Juli und auch am 7. August sogar 40,3 Grad heiß, 0,1 Grad mehr als der Allzeit-Hitzerekord aus dem Sommer 2003. Im Norden war es deutlich weniger warm, hier sorgte frische Meeresluft immer wieder für kühlere Phasen. Dort trat im Juni und Juli sogar in mehreren Nächten Bodenfrost auf.

Bundesweit war der Sommer der drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Vor allem im Süden sorgten wochenlange Hitzewellen für eine enorme Belastung, dort reicht der Sommer an die Rekordwerte von 2003 heran.

Viele ausgeprägte Unwetterlagen prägten ebenfalls den Sommer 2015. Heftige Gewitter mit großem Hagel, Orkanböen und sogar Tornados sorgten verbreitet für teils verheerende Schäden. Abseits der Unwetter gab es aber kaum Regen, vor allem in den mittleren Landesteilen war es wochenlang staubtrocken. Die rekordverdächtige Trockenheit führte zu Waldbränden, Missernten und extrem niedrigen Flusspegeln. Einige kleinere Flüsse trockneten sogar komplett aus.

Der Sommer war landesweit trockener als im langjährigen Durchschnitt, vor allem im Süden war die Dürre teilweise extrem. Im Norden war Trockenheit dagegen oft ein Fremdwort.

Es verwundert nicht, dass ein Sommer mit Dürre und Temperaturrekorden auch überdurchschnittlich sonnig gewesen ist. Allerdings gab es auch hier deutliche Unterschiede zwischen Nord und Süd. In Schleswig-Holstein war der Sommer beispielsweise kaum sonniger als im langjährigen Durchschnitt, in Bayern und Baden-Württemberg gab es dagegen deutlich mehr Sonnenstunden.

Die Sonne machte in diesem Sommer Überstunden. Vor allem im Süden gab es ungewöhnlich viele sonnige Tage.

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