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Wetterrückblick

Mittwoch, 29.06.2011

Rückblick Juni 2011

Große Trockenheit ist vorbei

Nach den extrem trockenen und sonnigen Frühjahrsmonaten hat im Juni das typisch mitteleuropäische Sommerwetter Einzug gehalten. Vielfach dominierten wechselhafte Wetterlagen. Mit über 80 Liter Niederschlag im Mittel gab es an vielen Orten mehr Regen als in den drei Monaten zuvor zusammen. Auch wenn es durch die Unbeständigkeit verschleiert wurde: Der Juni war knapp über ein Grad wärmer als das langjährige Mittel. Durch häufige Wetterwechsel traten immer wieder Unwetter auf, regional gab es sogar Tornados.

Der wärmste Tag des Monats war der 28. Juni. In Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen kletterte die Temperatur auf 36 Grad. An einigen Stationen wurden neue Rekorde aufgestellt. Bemerkenswert waren aber auch die großen Temperaturschwankungen. Teilweise gingen Wetterwechsel mit Temperaturänderungen von über fünfzehn Grad in kurzer Zeit einher. Die kältesten Nächte traten zu Beginn des Monats auf. Am Morgen des 2. Juni wurde zum Beispiel in Hamburg und Lübeck Bodenfrost registriert.

Wie in den Sommermonaten üblich, fiel ein Großteil der Niederschläge durch Schauer und Gewitter. Örtlich gab es Unwetter mit Hagel und Starkregen. Entsprechend groß sind die Unterschiede bei den Regensummen. Im Raum Bonn waren es fast 200 Liter pro Quadratmeter, in der Lausitz kaum mehr als 40. Generell wurden die langjährigen Mittelwerte im Norden des Landes recht verbreitet über-, in der Mitte und im Süden vielfach unterschritten. In der Land- und Forstwirtschaft wurde der Regen nach der Trockenheit im Frühjahr mit Erleichterung aufgenommen.

Die Sonne schien meist zwischen 170 Stunden im Süden und 270 Stunden im Nordosten des Landes. Am sonnigsten mit über 300 Stunden war es Richtung Rügen. Am wenigsten Sonne gab es mit unter 150 Stunden am Alpenrand. Ähnlich wie bei der Temperatur dürfte der Vergleich zum Klimamittel etwas überraschen. Letzteres wurde im Juni sogar leicht überschritten. Aber auch dabei gilt: Nach ungewöhnlich viel Sonnenschein zuvor wurde das Wetter in den letzten Wochen vielleicht etwas schlechter empfunden als es eigentlich war.

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