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Wetterrückblick

Samstag, 30.04.2016

Rückblick April 2016

Von Sommerfeeling bis Schnee

Der April 2016 hat uns gezeigt, was der Winter mitten im Frühling noch alles kann. Gefühlt war der Monat zu kalt und wechselhaft. Doch der Eindruck trügt, wenn man auf die Statistik schaut.

Auf frühsommerliche Wärme zum Monatsanfang folgte in diesem April ein sehr später Kälterückfall mit Wintergewittern und regional sogar einer Schneedecke bis ins Flachland. Bild: dpa / Paul Bien

Nach sieben Jahren mit sehr warmen oder sonnigen Aprilmonaten gab es in dieses Jahr zum ersten Mal wieder einen April nach altem Schlag. Daher erschien er vielen zu kalt. Doch mit 8,0 Grad lag er nur ein halbes Grad unter dem Mittel der letzten 30 Jahre. Gegenüber der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 war er sogar etwas wärmer als im Durchschnitt. Dazu trug vor allem die sehr milde erste Monatshälfte bei. Am wärmsten war es mit 25,6 Grad am 5. April in Regensburg, am kältesten am 28. mit minus 7,6 Grad in Oberstdorf.

Der April ist nur etwas kühler als im langjährigen Mittel ausgefallen und dennoch der kälteste seit 2008 gewesen.

Zum ersten Mal seit acht Jahren hat es im April mit 58 Liter pro Quadratmeter mehr geregnet als im langjährigen Mittel. Dazu trugen vor allem Tief PETRA zur Monatsmitte und Tief UTA zum Monatsende bei. PETRA brachte dem Südschwarzwald bis zu 90 Liter Regen in nur zwei Tagen. Hochwasser mit sogar tödlichen Unfällen war die Folge. In der letzten Aprilwoche wirbelte UTA mit Polarluft samt kräftigen Schneeschauern und Wintergewittern tagelang über Deutschland. Im Schwarzwald und Allgäu schneite es bis zu 30 Zentimeter an nur einem Tag.

Mit 58 Liter pro Quadratmeter im Flächenmittel war der April das erste Mal seit 2008 feuchter als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Mit über 200 Litern war es am nassesten im Schwarzwald, mit regional kaum 10 Litern am trockensten im Osten.

Mit 155 Sonnenstunden war der April in etwa so sonnig wie im Klimamittel. Am meisten schien die Sonne mit über 200 Stunden im Lee des Harzes und in Vorpommern. Am trübsten war es im Saarland, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb, wo örtlich nur 110 Stunden Sonne registriert wurden.

Dem April fehlten am Ende etwa 15 Stunden Sonnenschein zum Mittel der letzten Jahrzehnte.

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