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Wetterrückblick

Donnerstag, 30.06.2016

Rückblick Juni 2016

Unwetter-Monat mit Regenrekord

Der Juni hat uns eine selten gesehene Unwetterserie beschert. Vor allem zum Monatsanfang gab es täglich Überflutungen und Katastrophenalarm. Dadurch war es einer der nassesten Junis der letzten Jahrzehnte.

Gewitter gehörten im Juni zur Tagesordnung. Außergewöhnlich oft gingen diese mit extremem Starkregen einher. Diese Blitze zucken über der Brücke zur Ostseeinsel Rügen in Stralsund über den Himmel. Bild: Steffen Schulze

Durch die zahllosen Gewitter und Schauer fiel so viel Regen, wie seit 1990 nicht mehr im Juni. In Rheinland-Pfalz war der Monat mit rund 145 Liter pro Quadratmeter sogar der nasseste seit Messbeginn vor 136 Jahren. In Nordrhein-Westfalen war nur das Jahr 1882 regenreicher. Allerdings gab es auch in anderen Bundesländern extreme Regenfälle. So kam die größte Tagesmenge in Groß Berßen im Emsland mit 150,7 Liter zusammen. Die Unwetter brachten aber auch Hagel in der Größe von Tennisbällen und Tornados, wie am 7. Juni in Hamburg.

Vor allem im Süden und Westen brach der Juni vielerorts Regenrekorde. Im Südschwarzwald und am Alpenrand wurden oft 300 bis über 400 Liter pro Quadratmeter gemessen. Das ist mehr als der halbe Jahresniederschlag Berlins.

Im Flächenmittel kamen im Juni 115 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, was rund ein Drittel mehr als im Mittel ist. Damit gehört der Monat zu den Top-Ten der nassesten Junis seit Aufzeichnungsbeginn 1881.

Trotz des wechselhaften Wetters und der wenigen warmen Tage war der Juni mit 17,0 Grad gut ein Grad wärmer als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre und damit der wärmste seit zehn Jahren. Ursache dafür waren vor allem die warmen Nächte und die kurze Hitzewelle zum Ende des Monats. Am 24. wurden dabei in Berlin mit bis zu 36,4 Grad die höchste Temperatur Deutschlands erreicht. Aber auch die Schafskälte bekam man in schwacher Form zu spüren. Am 11. Juni gab es im Ostseeumfeld sogar örtlich Bodenfrost.

Mit 17,0 Grad noch im Normalbereich der jährlichen Schwankungen. Dennoch war es der wärmste Juni seit 2007.

Wenig verwunderlich ist es, dass die Sonne durch die vielen Regenwolken weniger Platz als sonst am Himmel hatte. Mit 181 Sonnenstunden fehlten zum Durchschnitt der letzten 30 Jahre rund aber nur rund 10 Prozent. Jedoch muss man zwischen einem sonnigen Osten und einer trüben Westhälfte unterscheiden. So schien auf Rügen die Sonne über 300 Stunden, während es im Saarland nur um 130 waren.

Mit 181 Stunden blieb die Sonnenscheindauer in diesem Juni 24 Stunden unter dem Durchschnitt. In den letzten 20 Jahren war es nur 2012 wolkenreicher.

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