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Wetterrückblick

Mittwoch, 01.06.2016

Rückblick Mai 2016

Ein Monat der Wetterkontraste

Der Wonnemonat Mai ist in diesem Jahr landesweit durchschnittlich warm und feucht gewesen. Doch hinter dieser unscheinbaren Bilanz verbergen sich teils enorme Wetterkontraste zwischen Nord und Süd.

Katastrophale Sturzfluten verwüsteten zum Monatsende den Ort Braunsbach in Baden-Württemberg: Autos, Bäume, Felsen, Mauern und Hausrat wurden von den Wassermassen einfach mitgerissen. Bild: Schwäbisch Hall Läuft via Facebook

Mit einer Durchschnittstemperatur von 13,6 Grad ist der Mai rund ein halbes Grad wärmer ausgefallen als im Mittel der vergangenen 30 Jahre. Verglichen mit der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 ergibt sich sogar ein deutliches Temperaturplus von eineinhalb Grad. Allerdings verstecken sich hinter diesen Werten regional große Temperaturkontraste. Am kältesten war es mit frostigen minus 4,1 Grad am Morgen des 5. Mai in Oberstdorf, wärmster Ort war Jena, wo am 22. des Monats mit 31,4 Grad sogar ein heißer Tag registriert wurde.

Hinter der nahezu ausgeglichenen Temperaturbilanz verstecken sich Temperatursprünge sowie große Unterschiede zwischen Nord und Süd.

Noch weitaus dramatischer fielen die Unterschiede bei den Regensummen aus: Während auf dem Darß in Vorpommern nur 8 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen sind, war es im bayerischen Winklmoos mit 305 Litern extrem nass. Im Süden wüteten vor allem in der zweiten Monatshälfte heftige Unwetter und richteten mit Sturzfluten und Hagel verheerende Schäden an. Trotzdem traf die durchschnittliche Regensumme von 68 Liter pro Quadratmeter deutschlandweit fast genau das Klimamittel.

Die monatliche Regensumme entsprach fast genau dem Klimamittel. Während jedoch im Süden weit überdurchschnittliche Regenmengen zusammenkamen, blieb es im Nordosten regional fast völlig trocken.

Auch bei der Sonnenscheindauer traf der Wonnemonat in diesem Jahr fast genau das Klimamittel. So schien die Sonne mit 208 Stunden nur drei Stunden weniger als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Spitzenreiter war das staubtrockene Vorpommern, wo auf der Insel Rügen teils mehr als 330 Sonnenstunden registriert worden sind. Weniger als halb so lange zeigte sich die Sonne dagegen am Alpenrand, wo Regen- und Gewitterwolken oft trüben Himmel bescherten.

Die Zahl der Sonnenstunden nahm von Nord nach Süd kontinuierlich ab: In einigen Teilen Südbayerns schien die Sonne nicht mal halb so viel wie auf der Insel Rügen.

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