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Montag, 29.06.2015

Pannenserie in der Raumfahrt

ISS: Vorrats-Frachter explodiert

Der unbemannte US-Raumfähre DRAGON ist auf dem Weg zur ISS beim Start explodiert. Damit drohen auf der Internationalen Raumstation Engpässe. Erst im Mai war ein russischer Vorrats-Frachter abgestürzt.

In einem gewaltigen Feuerball ist der US-Raumfrachter DRAGON kurz nach dem Start am Sonntag in rund 45 Kilometer Höhe explodiert. Er hatte zwei Tonnen Vorräte und Material an Bord. Bild: NASA

Der unbemannte US-Raumfrachter DRAGON ist in Cape Canaveral (Florida) beim Start auseinander gebrochen und explodiert. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Der Raumfrachter hatte gut zwei Tonnen Material und Vorräte für die Internationale Raumstation ISS an Bord. Menschen kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden, der materielle Verlust ist jedoch enorm.

Ein Bild aus besseren Tagen: Ein unbemannter Raumfrachter kurz vor dem Andocken an die Internationale Raumstation ISS. Bild: dpa

Der Vorfall wirft Fragen auf, wie es um die verbleibenden Vorräte auf der Raumstation bestellt ist. Der Grund: Erst im Mai war der russische Raumfrachter PROGRESS nach mehrtägigem Irrflug durchs All in den Pazifik gestürzt. Er hatte ebenfalls Vorräte für die ISS an Bord. Damals hatten Raumfahrtexperten beschwichtigt, es bestehe keine Gefahr für die Astronauten auf der ISS, da es an Bord noch genügend Vorräte gebe. Ob das nach der erneuten, schweren Panne immer noch so ist, muss abgewartet werden.

Die Explosion des Raumfrachters DRAGON kurz nach dem Start führt zu einem Engpass bei der Versorgung der Raumstation ISS. Bild: NASA

Auch Ende Oktober 2014 explodierte ein unbemannter Versorgungsfrachter mit dem Namen CYGNUS beim Start auf dem Weg zur ISS. Inzwischen kann man also von einer bislang beispiellosen Pannenserie bei der Versorgung der Internationalen Raumstation sprechen. Wann ein neuer Raumfrachter mit Vorräten zur ISS gestartet werden kann, ist noch völlig unklar. Möglicherweise müssen die Astronauten der Internationalen Raumstation also vorübergehend den Gürtel etwas enger schnallen.

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