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Samstag, 18.10.2014

Haarscharf an Kollision vorbei

Mars rast durch Kometenschweif

Nur knapp entgeht der Planet Mars am Sonntag einer kosmischen Kollision. Dann rast der Komet Siding Spring haarscharf an unserem Nachbarplaneten vorbei. Sein Staubschweif trifft den roten Planeten dagegen voll.

Viel knapper könnte die kosmische Begegnung kaum sein: In einer Entfernung von nur 130.000 Kilometer fliegt der Komet Siding Spring am Sonntagabend gegen 20:30 Uhr MESZ an unserem Nachbarplaneten vorbei. Das entspricht nur einem Drittel der Entfernung zwischen Erde und Mond. Während die bei der Entdeckung des Kometen Anfang letzten Jahres zunächst befürchtete Kollision um Haaresbreite ausbleibt, rast der Mars allerdings mit einer Geschwindigkeit von rund 200.000 Stundenkilometern durch den Schweif des Kometen.

So stellt sich ein NASA-Künstler die Begegnung des Kometen SIDING SPRING mit unserem Nachbarplaneten am Sonntagabend vor. Bildquelle: NASA

Wissenschaftler der NASA gehen davon aus, dass bei der Begegnung große Mengen des zumeist aus Staubteilchen bestehenden Materials des Kometenschweifes in die Marsatmosphäre eindringen werden. Was dabei genau auf dem Mars passieren wird, sollen die Instrumente und Kameras der zahlreichen Erkundungssonden und der beiden Marsrover festhalten. Um Zusammenstöße größerer Staubteilchen mit den empfindlichen NASA-Raumsonden zu vermeiden, wurden diese vorsorglich hinter dem Planeten in Sicherheit gebracht.

Nur Stunden nachdem der Komet die Umlaufbahn des Mars passiert hat, rast der Planet durch den Schweif des Himmelskörpers. Die Raumsonden der NASA sind dann auf der bahnabgewandten Rückseite des roten Planeten. Bildquelle: NASA

Sollten größere Teilchen aus dem Kometenschweif auf dem Mars niedergehen, könnte dies womöglich sogar zu kleinen Einschlägen auf der Planetenoberfläche führen. Denn anders als die Erde, verfügt der Mars nur über eine sehr dünne Atmosphäre, die den Planeten vor dem Beschuss auch kleinerer Meteoriten kaum schützt. Auf der Erde würde ein solcher Durchflug übrigens zu einem eindrucksvollen Sternschnuppenregen führen.

So könnte der Vorbeiflug des Kometen aus Sicht der Raumsonden aussehen. Der obere der beiden Schweife besteht aus leichten Gasmolekülen, der andere aus den etwas schwereren Staubteilchen des Himmelskörpers. Bildquelle: NASA

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