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Dienstag, 09.08.2016

Perseiden: Zum Maximum bewölkt

Die Zeit der Sternschnuppen

Viele Sternschnuppen regnen in den nächsten Tagen Richtung Erde. Die meisten sieht man nach Mitternacht, Höhepunkt wird die Nacht zu Freitag sein. Doch das Wetter ist nicht in jeder Nacht ideal, um die Wünsche loszuwerden.

Ausgerechnet zum Höhepunkt, in der Nacht zu Freitag, zeigt sich das Wetter in vielen Regionen bewölkt. Am ehesten klar sieht der Himmel noch am Alpenrand aus. Da die Wolken höher sind als 1500 Meter, hat man selbst auf den Gipfeln der Mittelgebirge schlechte Chancen.

Besser sieht es da schon in den Nächten vor und nach dem Maximum aus. Am besten eignet sich wohl die Nacht zum Samstag. Dann sind noch immer ein paar Dutzend Sternschnuppen sichtbar und es ist oft klar. Auch in der Nacht zu Mittwoch und Donnerstag hat man gute Chancen ein paar Wünsche los zu werden. Bei Temperaturen unter 10 Grad, sollte man sich dann aber warm einpacken.

Ausgerechnet zum Höhepunkt, in der Nacht zum Freitag, sieht es nach jetzigem Stand oft bewölkt aus. In den Nächten davor und danach zeigt sich der Himmel hingegen oft klar.

Besonders zahlreich treten die Perseiden vom 10. bis zum 14. August auf, das Maximum wird in der Nacht zu Freitag erreicht. Dann sind theoretisch bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar, realistisch sind bei uns abseits der Städte an einem dunklem Ort etwa 60 bis 70 pro Stunde. Erste Sternschnuppen huschen schon ab 22 Uhr über den Himmel, oft stört da aber das Mondlicht. Die beste Beobachtungszeit ist daher nach Monduntergang ab etwa 0 bis 1 Uhr.

Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild des Perseus zu kommen, nach dem sie auch benannt sind. Dieses findet man am späten Abend in nordöstlicher Richtung in der Nähe des Horizontes, im Laufe der Nacht wandert es nach oben.

So viele Sternschnuppen sind theoretisch sichtbar, wenn sie vom Zenit des Himmels kommen würden und es komplett dunkel wäre. Bild: NASA/Meteoroid Environment Office.

Ursache für das nächtliche Schauspiel am Himmel ist die Staubfahne des Kometen "Swift-Tuttle", welche die Erde jedes Jahr im August durchquert. Wenn die Staubkörnchen auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen, dann verglühen sie in Bruchteilen von Sekunden und malen ihre leuchtende Spur in den Nachthimmel. Manche Experten sagen in diesem Jahr überdurchschnittlich viele Perseiden voraus. Durch Jupiters Anziehungskraft wurde die Bahn der vom Kometen hinterlassenen Staubteilchen näher an die Erde heran gelenkt.

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