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Montag, 04.04.2016

Saharastaub und seine Folgen

Neue Wüstenluft im Anmarsch

Der Südwind bringt nicht nur Frühlingswärme über 20 Grad, sondern auch feinen Saharastaub mit. Die Folgen sind dichte hohe Wolkenfelder, sogenannter Blutregen und verärgerte Autofahrer.

Frisch gewaschene Autos waren am Sonntag in Mülheim an der Ruhr direkt wieder mit einer Staubschicht bedeckt. Bild: Daniel Zschocke

Am Dienstag erreicht wieder ein Schwall Saharaluft Deutschland. Er bringt vor allem in Bayern und ab dem Nachmittag auch in Ostdeutschland Staub aus Nordafrika mit. Dieser schwebt in einigen Kilometern Höhe und sinkt ganz langsam ab. Durch die mit Staub angereicherte Luft bilden sich wahrscheinlich wieder hohe Wolkenfelder, wodurch die Sonne es schwer hat.

Die Grafik zeigt die Staubkonzentration der Luft am Dienstagmittag. Bild: Universität Athen

Selbst sogenannter Blutregen ist möglich. Im Mittelalter galt dieser als unheilvolles Vorzeichen, heute ist er vor allem für Autofahrer lästig: Am Dienstag wird dieses Phänomen voraussichtlich auch in Deutschland wieder auftreten. Dabei handelt es sich um Regen, der mit Saharastaub angereichert ist und so leicht rötlich schimmert. Auf Dachfenstern und Autos sind die Staubschlieren am besten zu erkennen. Aber auch die Regenjacke könnte dreckig werden. Weiteres "Unheil" ist aber nicht zu erwarten.

Ende Februar gab es in Kroatien einen besonders starken Blutregen. Bild: dpa

Saharastaub in der Luft kommt in Mitteleuropa immer wieder mal vor. Voraussetzung für das Phänomen ist eine kräftige Südströmung. Stürme in Nordafrika wirbeln dann gewaltige Staubwolken bis in höhere Luftschichten auf. Vor dort aus treibt sie eine starke Südströmung nach Norden. Allerdings fällt der größte Teil ins Mittelmeer. Nur der feinste Staub schafft es über die Alpen und färbt auch bei uns den Himmel milchig.

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