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Dienstag, 08.09.2020

Atlantik: Schon 17 Wirbelstürme

Tropensturmsaison bricht Rekorde

Die Tropensturmsaison 2020 stellt weitere Rekorde auf. In den vergangenen Tagen haben sich die tropischen Wirbelstürme PAULETTE und RENE entwickelt, welche beide in die Geschichte eingehen.

Das WetterRadar-Bild zeigt zwei Tropenstürme auf dem Atlantik.

Die beiden Tropenstürme PAULETTE und RENE sind nun beide Rekordhalter. Es handelt sich dabei um bislang die frühsten Stürme im Jahr mit den Anfangsbuchstaben P und R auf dem Atlantik seit Beginn der Aufzeichnungen. Der vorherige Rekordhalter des Buchstabens P war PHILLIPE am 17. September 2005. Hurrikan RITA am 18. September 2005 hielt bisher den Rekord für den Buchstaben R.

RENE bringt starke Winde und viel Regen auf den Kapverden. Im weiteren Wochenverlauf könnte er sich zu einem Hurrikan verstärken. Der Tropensturm PAULETTE bedroht bisher kein Land.

Tropenstürme bekommen ihre Namen nach dem Alphabet zugeordnet. Mit RENE gab es somit bereits 17 tropische Wirbelstürme auf dem Atlantik. Sollte der Namensvorrat des Alphabets nicht mehr ausreichen, werden die nachfolgenden Stürme nach dem Griechischen Alphabet benannt. Dies geschah bisher nur in der Rekordsaison 2005. Der nächste Sturm erhielt damals den Namen ALPHA. Anschließend folgten BETA, GAMMA, DELTA, EPSILON und ZETA (Tropensturm 27). Der erste Sturm der Saison 2020 war übrigens ARTHUR am 16. Mai, der Florida und die Bahamas traf.

Je nach Region wird ein Tropensturm als Hurrikan, Taifun oder Zyklon bezeichnet. Er entwickelt sich über tropischen Gewässern mit einer Wassertemperatur um oder über 26 Grad. Wie aus einer einzelnen Gewitterwolke ein zerstörerischer Sturm werden kann, erklären wir im Video.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler aus der WetterOnline-Redaktion)

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