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Mittwoch, 07.11.2018

Meteop-C verbessert Vorhersagen

Neuer Wettersatellit im All

"Metop-C" ist der letzte eines Trios europäischer, polarumkreisender Wettersatelliten. Mit seinen neun Instrumenten werden die Wettervorhersagen genauer. Bei der Klima-Überwachung hilft er auch.

Start der russischen Sojus-Rakete mit dem Wettersatelliten "Metop-C" vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana am Mittwochmorgen. Bild EUMETSAT

Der Wettersatellit "Metop-C" ist erfolgreich vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet. "Wir haben ein Signal gekriegt", sagte Ruth Evans von der Europäischen Wettersatelliten-Organisation Eumetsat in Darmstadt rund 60 Minuten nach dem Start des Satelliten an der Spitze einer russischen Sojus-Rakete am Mittwochmorgen.

Der Satellit soll in einer polaren Umlaufbahn von 817 Kilometern über der Erde zahlreiche Daten messen und sammeln, welche die Wettervorhersage und die Klimaüberwachung verbessern. Seine beiden Vorgänger, "Metop-A" und "Metop-B", sind auch noch im All - viel länger als ursprünglich geplant. Ein Glücksfall für Klimareihen und Wettermodelle. Denn je mehr Daten es gibt, desto präziser wird die Vorhersage. Metop-A und Metop-B reduzieren den Fehler bei der Vorhersage aller Beobachtungen bereits jetzt um etwa 27 Prozent.

Die drei Satelliten der Metop-Serie werden im 120 Grad Abstand um die Erde rotieren. Jeder wird die Erde 14 Mal pro Tag umrunden und jeden Punkt des Planeten zweimal pro Tag abdecken. Bild EUMETSAT

Mehr als 90 Prozent der Messdaten für unsere Wettervorhersagen stammen inzwischen bereits von Satelliten. "Metop-C" hat neun Instrumente an Bord, um Temperatur, Feuchtigkeit, die Zusammensetzung der Atmosphäre, die Meeresoberflächen-Temperatur, Windstärken, -richtung und -geschwindigkeit sowie die Eigenschaften von Wolken zu messen. Wie viel "Metop-C" die Wettervorhersage verbessert, wird erst klar, wenn die Daten in die Rechenmodelle für die Prognose einfließen.

Das Gesamtprogramm der drei "Metop"-Satelliten ist nach früheren Angaben auf ungefähr 3,2 Milliarden Euro veranschlagt. Das erste von drei Satelliten-Paaren der zweiten Generation soll 2021/22 starten und die alten Satelliten nach und nach ablösen.

Ruhe vor dem Sturm in der Kommandozentrale für die Wettersatelliten. Bild EUMETSAT

(WO/dpa)

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