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Samstag, 11.09.2021

Kräftige Schauer und Gewitter

Überflutungen durch Starkregen

Starkregen hat in Teilen Deutschlands am Freitag und in der Nacht zum Samstag zu Überschwemmungen geführt. Betroffen waren Regionen im Westen und in der Landesmitte sowie Gebiete in Norddeutschland. Die Feuerwehren rückten zu vielen Einsätzen aus.

Im niedersächsischen Landkreis Aurich stehen in Südbrookmerland am Freitagabend nach einem Unwetter Straßen unter Wasser. Bild: Nonstopnews

Heftiger Regen flutete in Ostfriesland zahlreiche Straßen und Keller. In einigen Häusern in Südbrookmerland stand das Wasser bis zu 40 Zentimeter hoch. Rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten das Wasser abzupumpen. Vereinzelt wurden Häuser auch mit Hilfe von Sandsäcken geschützt. Unterstützung bekam die Feuerwehr dabei von ansässigen Landwirten.

Einsatzkräfte und Landwirte pumpen in Südbrookmerland vollgelaufene Keller und Gärten wieder leer. Bild: Nonstopnews

Mehr als 70 Einsätze zählte die Feuerwehr in Lüneburg in Niedersachsen, nachdem heftige Regengüsse im gesamten Landkreis für Wasserschäden gesorgt hatten. Auch über Ostwestfalen zogen Gewitter mit Platzregen hinweg. In Bielefeld liefen zwei Unterführungen der Stadtautobahn voll Wasser und mussten gesperrt werden. Zudem kamen an mehreren Stellen im Stadtgebiet Gullydeckel hoch, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte.

Überschwemmungen gibt es auch im nordhessischen Gottsbüren. Das WetterRadar zeigt das dafür verantwortliche Gewitter mit Starkregen und zahlreichen Blitzen.

In Gottsbüren im nordhessischen Landkreis Kassel spülte Starkregen Erde und Schlamm durch die Straßen. Zusammen mit Anwohnern versuchte die Feuerwehr, die Schlammmassen zu beseitigen. Zum Einsatz kamen auch Bagger und Traktoren. Autofahrer, die durch die überschwemmten Straßen fahren wollten, schickten die Einsatzkräfte zurück.

Schon am Donnerstagabend und am Freitagvormittag hatte es gebietsweise starke Schauer und Gewitter gegeben. In Hamburg wurden die Feuerwehren zu mehr als 200 Einsätzen gerufen. Dort saßen auch zwei Kranführer nach einem Blitzeinschlag in ihren Kabinen fest. Einer von ihnen musste von der Höhenrettung der Hamburger Feuerwehr abgeseilt werden. In der Innenstadt wurden zudem vier Handwerker auf einem Dach - vermutlich ebenfalls nach Blitzeinschlag - rettungsdienstlich versorgt.

(Ein Bericht von Dr. Bernd Maurer aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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