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Montag, 09.09.2019

Kampf zwischen Sommer und Herbst

Wann kommt der Altweibersommer?

Der Altweibersommer unternimmt in den nächsten Tagen einen ersten Anlauf. Von der Nordsee hält aber immer wieder kühle Herbstluft dagegen. Ab dem Wochenwechsel stehen dann wohl einige richtig schöne Tage ins Haus.

Der Altweibersommer startet immer häufiger mit Nebel, der sich nachts besonders in den Tälern bildet. Bild: Carsten Beyer

Am Dienstag und Mittwoch kann man in weiten Landesteilen bereits einen ersten Hauch von Altweibersommer genießen. Denn die Temperaturen klettern bis Wochenmitte fast landesweit über die 20-Grad-Marke. Am Oberrhein sind sogar sommerliche 25 Grad drin. Dazu scheint die Sonne immer wieder längere Zeit, regional gibt es aber auch hartnäckige Wolkenfelder. Nur im Norden ist es bei mehr Wind und Wolken insgesamt herbstlicher, auch Regen fällt am Dienstag noch im Nordosten und am Mittwoch Richtung Nordsee.

Nach einem 20 bis 25 Grad warmen und weitestgehend trockenen Donnerstag strömt ausgerechnet zum Wochenende noch einmal kühlere Luft aus Nordwesten ein. Auch dichte Wolken und ein paar Tropfen Regen gibt es an der Kaltfront. Wie weit die kühle Nordseeluft nach Süden vorankommt, ist aber noch nicht klar. Südlich der Donau könnte es durchweg sonnig und warm bleiben. Zum Wochenwechsel unternimmt der Altweibersommer dann den nächsten Anlauf.

Alles hängt am Azorenhoch: Je nachdem, wo es vor Anker geht, gibt es kühle Frühherbstluft oder warmes Septemberwetter.

Dann sind mehrere sonnige Tage mit Höchstwerten um 25 Grad drin. Da die Sonne bereits nicht mehr so viel Kraft hat, kann man sie dann so richtig genießen. Auch ein längeres Sonnenbad ist für hitzeempfindliche Menschen ohne Probleme möglich. In den bereits fast 12 Stunden langen Nächten kühlt die Luft deutlich ab, sodass auch die Wohn- und Arbeitsräume angenehm temperiert bleiben. Die einsetzende Blattfärbung sorgt zudem für besondere Akzente in der Natur. Daher ist nicht ohne Grund für viele der Altweibersommer die schönste Zeit im Jahr.

Der Altweibersommer verdankt seinen Namen Spinnennetzen, die jetzt durch Tautropfen immer häufiger sichtbar werden.

Der Begriff Altweibersommer verdankt seine Herkunft Spinnfäden, die besonders im Herbst durch Tautropfen zahlreich zu sehen sind. Im Althochdeutschen wurde das Knüpfen von Spinnfäden als "weiben" bezeichnet. In Nordamerika entspricht der Altweibersommer dem Indian Summer. Im letzten Jahr gab es einen ganz besonders schönen September:

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