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Montag, 21.01.2019

Hintergründe zum Knisterwetter

Tipps gegen Stromschläge

Wenn es plötzlich funkt, muss das nicht immer an starken Gefühlen liegen: Jeder kennt den kribbelnden Stromschlag beim Berühren von Gegenständen oder anderen Menschen. Doch warum gibt es davon derzeit so viele und wie kann man sie verhindern?

Bekommen wir "einen gewischt", baut sich kurzzeitig eine Spannung von mehreren 10.000 Volt auf, die sich zwischen unserem Körper und einem Objekt blitzartig entlädt. Bei Dunkelheit sind sogar kleine Blitze sichtbar!

Ursache für die vielen kleinen Elektroschocks sind elektrostatische Entladungen. Denn normalerweise gleichen sich positive und negative Ladungen permanent über die Luftfeuchtigkeit und die feuchte Haut aus. Bei kaltem Winterwetter wie derzeit ist die Luft und auch unsere Haut jedoch viel trockener als sonst, sodass kaum Ladungsaustausch stattfinden kann. Der Körper lädt sich auf, bis sich die Elektrizität mit der Berührung eines leitenden Gegenstandes oder eines anders geladenen Menschen auf einen Schlag durch einen Blitz entlädt.

Jeder kennt es: Zieht man einen Synthetik-Pulli bei trockener Luft über den Kopf, stehen einem die Haare zu Berge und es knistert.

Um sich vor den unangenehmen Mini-Schocks zu schützen, nützt es vor allem, die Luftfeuchtigkeit im Haus zu erhöhen. Doch Vorsicht, lüften hilft nicht, da so noch mehr trockene Luft in den Raum gelangen und durch das Aufwärmen weiter austrocknen würde. Luftbefeuchter oder Zimmerpflanzen können dagegen Abhilfe schaffen. Mit Feuchtigkeitscreme kann zudem die Haut feuchter und damit leitender gemacht werden. Als Oberbekleidung eignen sich Kleidungsstücke aus Naturfasern, da synthetische Stoffe das Risiko, "einen gewischt" zu bekommen, fördern.

Beim Aussteigen aus dem Auto bekommt man besonders gern "einen gewischt". Dabei muss man nur das Blech berühren, bis die Füße Bodenkontakt haben, um dies zu verhindern.

Stromschläge beim Verlassen des Autos vermeidet man, indem man beim Aussteigen die Hand aufs Blech legt, bis die Füße Bodenkontakt haben. Oder man berührt die Karosserie mit einem metallischen Gegenstand, zum Beispiel dem Autoschlüssel, damit es nicht zwischen Fingerspitze und Auto funkt. Auch sonst macht es Sinn immer mal wieder geerdete Gegenstände, wie etwa Heizkörper, zu berühren, um die Ladung im Körper zu reduzieren. Um Reibungselektrizität beim Gehen zu verhindern, kann man Schuhe mit Leder- statt Gummisohlen tragen.

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