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Samstag, 15.05.2021

Halbzeitbilanz Mai

Kühl, nass und trüb

Der Wonnemonat Mai hat sich bislang eher als ein klassischer April präsentiert. Vielerorts regnete es ergiebig, aber eine Region blieb fast durchweg trocken. Auch die Sonne tat sich ausgesprochen schwer.

Aprilwetter im Mai: Regenbögen gab es in diesem Monat häufig am Himmel zu bestaunen. Bild: Nils Gustafsson

Mit einer Mitteltemperatur von 10,3 Grad war die erste Maihälfte im Durchschnitt rund drei Grad kälter als das Gesamtmonatsmittel der vergangenen 30 Jahre. Zum Vergleich: Der Mai 2018 schaffte es am Ende auf 16 Grad. Dabei gab es bislang an zehn Tagen regional Frost. Sommerlich war es lediglich rund um den Muttertag. Die Höchstwerte stiegen dabei vielerorts auf rund 30 Grad. Doch rasch verdrängten Tiefs die warme Luft.

Bis zur Monatsmitte sind durchschnittlich 50 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Dies sind 13 Liter mehr als bis Mitte Mai im Schnitt üblich. Besonders im Schwarzwald, entlang der Alpen sowie im Bayerischen Wald kam reichlich Regen zusammen, örtlich wurden sogar über 150 Liter gemeldet. Auch regional im Norden und Osten fiel bereits so viel Regen wie sonst im gesamten Monat üblich. Dagegen reichte es im südlichen Nordrhein-Westfalen, im Rhein-Main-Gebiet und im äußersten Nordosten kaum für 5 Liter.

Am ersten Maiwochenende kehrte der Winter bis auf 800 Meter Höhe zurück.

Die Sonne schien bis zur Mitte des Monats nur sehr selten. Im landesweiten Durchschnitt kamen bisher lediglich 30 Prozent der im Schnitt in einem ganzen Mai üblichen Sonnenstunden zusammen. Am längsten trüb war es in Schleswig-Holstein mit rund 44 Stunden Sonnenschein. Der sonnigste Ort war mit 93 Stunden Arkona auf der Insel Rügen.

Lediglich am Muttertag stiegen die Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein auf sommerliche Werte von rund 30 Grad. Bild: Walter Kurth

Auch in der kommenden Woche erwartet uns eher launisches Aprilwetter mit Schauern, Gewittern und sonnigen Abschnitten. An Pfingsten wird es wohl noch ungemütlicher. Dann sind im Bergland sogar nasse Flocken nicht ausgeschlossen. Schon jetzt ist es sicher, dass der Mai nach dem kältesten April seit 40 Jahren am Ende unterdurchschnittlich kühl ausfällt. Der Frühling 2021 wird der kälteste seit 2013 werden.

(Ein Bericht von Dennis Oswald aus der WetterOnline-Redaktion)

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