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Montag, 10.06.2019

Größere Schäden als bei KYRILL

2014: Pfingstunwetter in NRW

Vor genau fünf Jahren haben in Nordrhein-Westfalen die schwersten Unwetter seit Jahrzehnten für Chaos gesorgt. Die Pfingstunwetter im Jahr 2014 hinterließen sogar größere Schäden als Orkan KYRILL. Auf Straße und Schiene ging im Ruhrgebiet tagelang kaum etwas.

Düsseldorf nach dem Pfingstunwetter 2014: Unzählige Bäume liegen auf den Straßen und begraben teilweise Autos unter sich. Bild: Michael Berger

Sechs Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben, die am Pfingstmontag 2014 über Nordrhein-Westfalen hinwegfegten. Mehr als 50 wurden verletzt. Über das Ruhrgebiet raste der Gewittersturm mit Orkanböen von über 140 Kilometer pro Stunde hinweg. Das Handy- und Festnetz brach zeitweise zusammen, der Strom fiel in zahlreichen Haushalten aus.

Etwa 100.000 Autos und unzählige Häuser wurden von umgestürzten Bäumen beschädigt. Die versicherten Schäden beliefen sich auf rund 650 Millionen Euro. Für die Deutsche Bahn war es das schlimmste Unwetter in ihrer Geschichte: Etwa 1500 Kilometer des Streckennetzes wurden von umgestürzten Bäumen zeitweise lahmgelegt.

Im Ruhrgebiet herrschte tagelang ein Verkehrschaos, weil Straßen und Schienen von umgestürzten Bäumen blockiert waren. Die Feuerwehr rückte in Düsseldorf zu dreimal so vielen Einsätzen aus wie bei Orkan KYRILL im Jahr 2007. Selbst die Bundeswehr musste mit schwerem Gerät helfen.

Die Schäden nach dem Pfingstunwetter waren immens. Verursacht wurden sie vor allem durch Fallböen, die sich an den schweren Gewittern bildeten, und nicht etwa durch Tornados, wie man auf den ersten Blick auch hätte vermuten können. Wie man den Unterschied zwischen diesen beiden Wetterphänomenen erkennt, erfahren Sie im folgenden Video:

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