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Freitag, 25.09.2020

Gewitter, Sturm und Herbstschnee

Wetterturbulenzen in ganz Europa

Nach wochenlanger Wetterruhe startet der Herbst nun durch: An der Nordsee braut sich ein Sturm zusammen, in den Hochlagen Mitteleuropas fällt der erste Schnee und rund ums Mittelmeer wüten heftige Gewitter.

Am Rande eines Sturmtiefs über der südlichen Nordsee drohen am letzten Septemberwochenende Orkanböen. In den Alpen schneit es bis in höhere Täler herab und in Südeuropa wüten teils schwere Gewitter.

Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang hat sich die Großwetterlage über Europa umgestellt. Atlantische Tiefs branden mit kühler Meeresluft an die Küsten Westeuropas. Dies geschieht mit zunehmend ruppigem Wind, der sich mitunter auch zu einem Sturm auswachsen kann. Ein solcher Sturm trifft am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag die Nordseeküste Belgiens und der Niederlande. Auf dem offenen Meer sind sogar Orkanböen nicht ausgeschlossen. In Deutschland drohen vor allem in den Höhenlagen des Südwestens stürmische Böen.

In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze unter 1500 Meter Höhe, zahlreiche Pässe in den Zentralalpen sind bereits gesperrt. Aber auch in den Gipfellagen des Schwarzwaldes wird es weiß. Bild: Antonio Spitaleri

In den Hochlagen der Alpen hält zudem der Frühwinter Einzug. So sinkt die Schneefallgrenze vielfach unter 1500 Meter Höhe ab, inneralpin teils sogar bis auf 1000 Meter. Dadurch sind höher gelegene Straßen nur noch mit Winterausrüstung befahrbar, zahlreiche Pässe wurden bereits gesperrt. In tieferen Lagen schüttet es dagegen heftig, sodass örtlich mit Überflutungen zu rechnen ist. Auch in den höchsten Lagen des Schwarzwaldes mischen sich immer mehr Flocken unter. Im Feldberggebiet dürfte sich vorübergehend sogar eine Schneedecke bilden.

Schwere Herbstunwetter entladen sich auch in den Mittelmeerländern: In Griechenland hat sogar ein ausgewachsener Subtropensturm, der "Medicane" IANOS, gewütet. Bild: Tasos Gerasimos Kavallieratos via facebook

Deutlich schwerer hat es die atlantische Herbstluft in Südeuropa: Dort hat das Mittelmeer noch viel Spätsommerwärme gespeichert, sodass die ersten Kaltluftvorstöße rasch an Kraft verlieren. Dabei bilden sich allerdings mächtige Quellwolken und zünden schwere Gewitter. Am stärksten sind aktuell das nördliche und mittlere Italien betroffen, aber auch in den Ländern rund um die Adria drohen teils heftige Unwetter mit Überflutungen, Hagel und Sturm.

(Ein Bericht von Jürgen Vollmer aus der WetterOnline-Redaktion)

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