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Mittwoch, 20.12.2017

Donnerstag ist Winteranfang

Die Tage werden wieder länger

Endlich geht es wieder bergauf: Mit dem kalendarischen Winteranfang hebt sich die Sonne bald langsam wieder höher über den Horizont. Das Wetter hält sich aber nicht daran, pünktlich zum Fest lässt das Weihnachtstauwetter grüßen.

Willkommen zurück liebe Sonne: Mit dem kalendarischen Winteranfang hat sie bald wieder länger Zeit für uns zu scheinen.

Am Donnerstagabend um 17.28 Uhr beginnt kalendarisch der Winter. Genau zu diesem Zeitpunkt erreichte die Sonne den südlichsten Punkt auf ihrer scheinbaren Bahn am Himmel, den südlichen Wendekreis. Daher spricht man auch von der Wintersonnenwende. Die Sonne steht dann genau 23,4 Grad südlich des Äquators senkrecht am Himmel. Bei uns erhebt sie sich in Freiburg mittags noch knapp 19, in Kiel dann nur etwa 12 Grad über den Horizont. Rund um das Nordpolgebiet und bis Nordskandinavien herrscht sogar dauerhafte Polarnacht.

Der bisherige Dezember hat vor allem in den Hochlagen schon einiges an Schnee gebracht. Im rund 1000 Meter hoch gelegenen Balderschwang bei Oberstdorf türmt sich die weiße Pracht schon deutlich über einen Meter hoch. Bild: Martin Bloch

In Schleswig-Holstein sind derzeit auch bei wolkenlosem Himmel kaum mehr als sieben Sonnenstunden am Tag möglich. In der Mitte Deutschlands sind es etwas mehr als siebeneinhalb und in München knapp über acht Stunden. Damit ist der Tiefpunkt der dunklen Jahreszeit allerdings erreicht. Die Tage werden nun wieder länger und heller. Zwar ist von dieser Rückkehr des Sonnenlichts bis zum Jahreswechsel noch sehr wenig zu spüren, aber schon im Laufe des Januars nimmt die Tageslänge wieder um rund 90 Minuten zu - und das gleichermaßen im ganzen Land.

Die Grafik zeigt schematisch die jeweilige Stellung der zur Sonne geneigten Erdachse, der Grund für die Entstehung der Jahreszeiten: Neigt die Erde der Sonne - wie am 21. Dezember - ihre Südhalbkugel zu, erreicht diese in den Gebieten nördlich des Äquators ihre geringste Mittagshöhe über dem Horizont. Am 21. Juni, dem Tag des kalendarischen Sommeranfangs, ist es dagegen genau umgekehrt: Jetzt wendet die Erde der Sonne ihre Nordhalbkugel zu, sodass sie dort am höchsten am Himmel steht.

Meteorologisch hat der Winter aber bereits vor gut drei Wochen begonnen. Für die Meteorologen war es vor allem zum Beginn ihrer Wissenschaft aus statistischen Gründen einfacher immer drei ganze Monate einer Jahreszeit zuzuordnen. So beginnt der Winter immer am 1. Dezember, der Frühling am 1. März, der Sommer am 1. Juni und der Herbst am 1. September. Das tatsächliche Wetter hält sich dieses Jahr allerdings nicht wirklich an den kalendarischen Winteranfang. Vielmehr macht sich die Singularität des Weihnachtstauwetters bemerkbar.

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