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Sonntag, 26.09.2021

Folgen des Klimawandels

Fakten zum Extremwetter bei uns

Wetterextreme gehen uns alle an. Experten haben nun ein Faktenpapier zusammengestellt, das den Wissensstand über Extremwetter in Deutschland und dessen weiterer Entwicklung durch den Klimawandel zusammenfasst.

Dürren werden in Deutschland wahrscheinlicher: Die Zahl aufeinanderfolgender Trockentage nimmt vor allem im Sommer zu.

Häufung an Wärmerekordjahren und Hitzeereignissen: Neun der zehn wärmsten Jahre seit 1881 traten seit dem Jahr 2000 auf. In den vergangenen 20 Jahren waren bereits sieben Jahre um mehr als zwei Grad wärmer als der Durchschnitt der Jahre von 1881 bis 1910. Zugleich gibt es immer mehr Tage mit Höchstwerten über 30 Grad. In den 1950er Jahren waren es etwa drei Tage pro Jahr, derzeit sind es durchschnittlich acht Tage jährlich.

Die vergangenen Jahre gehörten zu den heißesten seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881. Laut Jahresrückblick war 2020 das zweitwärmste Jahr.

Längere Trockenzeiten: Die Zahl aufeinanderfolgender Trockentage nimmt vor allem im Sommer zu. Dies hat zur Folge, dass sich die Häufigkeit von Trockenphasen erhöht. Das ist ein Trend, der auch für die Zukunft prognostiziert wird.

Der menschengemachte Treibhauseffekt als Erklärung für den weltweiten Temperaturanstieg gilt in der Wissenschaft als bewiesen. Wir erklären den Unterschied zum natürlichen Treibhauseffekt im Video.

Zusammenhang Klimawandel - Starkniederschlag ist nicht trivial: Im Zeitraum von 1951 bis 2020 hat sich die Anzahl der Tage mit Niederschlägen von mehr als 20 Liter pro Quadratmeter nur unwesentlich verändert. Um eine Aussage für die relevanten Starkniederschläge im Sommerhalbjahr, die nur sehr kurz sind, zu treffen, reicht die Datengrundlage nicht aus. Zwar zeigen die seit 20 Jahren vorliegenden, flächendeckenden Radardaten eine leichte Zunahme, dies kann aber auch eine natürliche Schwankung sein.

Stand der Wissenschaft ist jedoch, dass mit der Erderwärmung Niederschlagsextreme wahrscheinlicher werden. Dies entspricht auch dem physikalischen Grundverständnis, dass warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kühlere. Auch die aktuellen regionalen Klimamodelle zeigen eine Tendenz zur Zunahme von Niederschlagsextremen. Laut einer Studie aus der Attributionsforschung hat sich mit dem Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für extreme Regenfälle, die auch die Flut im Juli im Westen Deutschlands ausgelöst haben, um das 1,2- bis 9-fache erhöht.

Wir erklären im Video die Wetterlage zur Flut im Juli 2021 im Westen Deutschlands und erläutern den Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Anstieg des Meeresspiegels und Sturmflutgefahr: An Nord- und Ostsee wurde für die vergangenen 100 Jahre ein Anstieg des Meeresspiegels um 15 bis 20 Zentimeter gemessen. Ursache ist neben dem weltweiten Abschmelzen der Gletscher und der Eisschilde die thermische Ausdehnung der sich erwärmenden Meere und Ozeane. Eine Folge ist, dass die Sturmfluten heutzutage höher ausfallen.

Quelle: Was wir heute über das Extremwetter in Deutschland wissen (DWD)

(Ein Bericht von Verena Leyendecker aus der WetterOnline-Redaktion)

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