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Donnerstag, 24.06.2021

Wasser reißt Auto mit

Schwere Unwetter im Süden

Heftige Gewitter sind über weite Teile Baden-Württembergs und Bayerns hinweggezogen. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume waren die Folge. Zudem richteten tennisballgroße Hagelkörner große Schäden an.

Großer Hagel brachte enorme Schäden in Reutlingen nahe Stuttgart.

Besonders betroffen waren einige Regionen südlich von Stuttgart und der Norden von Baden-Württemberg. Die Aufräumarbeiten dauerten in vielerorts auch am Donnerstagmorgen noch an, mehrere Straßen waren weiterhin gesperrt. Allein im Landkreis Biberach wurden bis zum frühen Donnerstagmorgen 900 Einsätze ausgelöst. Mehr als 1600 Rettungskräfte waren nach Angaben der Behörden im Einsatz, um Keller auszupumpen und überschwemmte Straßen und Wege freizuräumen.

Bei Kirchheim wurde ein Auto von Wassermassen mitgerissen, bei Reutlingen zerstörte tennisballgroßer Hagel Frontscheiben von Autos. Das Video zeigt die zahlreichen Schäden.

In der Region Reutlingen wurden fünf Menschen verletzt. Dort kamen Hagelkörner so groß wie Tennisbälle vom Himmel. Dazu stand die Bundesstraße 28 auf Höhe des Reutlinger Stadtteils Betzingen teilweise unter Wasser. Im Stadtteil Mittelstadt stürzte ein Baum in eine Stromleitung und kappte die Stromversorgung. Feuerwehr und THW waren im Kreis Reutlingen mit rund 370 Helfern und mindestens 60 Fahrzeugen im Einsatz.

Das WetterRadar-Bild zeigt die stärksten Intensitäten für Niederschläge an. Ein Vogel wurde von sechs Zentimeter großen Hagelsteinen schwer verletzt.

Auch in Tübingen gab es Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen. Straßen verwandelten sich in Sturzbäche. In der Neckarstadt lief das Kreisimpfzentrum mit Wasser voll - es mussten deshalb alle Corona-Impftermine für den Abend und für diesen Donnerstag abgesagt werden. In der Umgebung kam es zu großen Hagelansammlungen, die die Kanalisation teils verstopften. In Konstanz maß die Höhe der Hagelschicht teils fünf Zentimeter. Größere Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern beschädigten zahlreiche Autos.

Bei dem Unwetter handelte es sich um eine sogenannte Superzelle, ein außergewöhnlich schweres Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial.

Im weiteren Verlauf des Mittwochabends kam es auch in Bayern zu unwetterartigen Gewittern. Allein in München gab es in der Nacht zum Donnerstag rund 500 Einsätze der Feuerwehr. Zudem fiel in der Nacht zum Donnerstag in einigen Stadtteilen der Strom aus.

In Niederbayern sorgten gewittrige Regenfälle in der Nacht zum Donnerstag für zahlreiche überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller. In Passau blieb ein Auto in einer überfluteten Unterführung liegen. Die Polizei in Schwaben berichtete von mehr als 60 Einsätzen in der Nacht. Darunter waren auch umgestürzte Bäume.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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