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Donnerstag, 26.04.2018

Weiter teils extremer Pollenflug

Gelber Staub durch Fichtenblüte

Seit Tagen liegt eine gelbe Staubschicht auf Autos, Wegen und Gartenmöbeln. Ursache ist die in diesem Jahr sehr starke Fichtenblüte. Pollenallergikern setzt der gelbe Staub aber kaum zu. Sie leiden vor allem unter den unsichtbaren Birkenpollen.

Die gelben Fichtenpollen setzen sich überall fest und sind sehr hartnäckig: Kaum entfernt legt sich auch schon eine neue Staubschicht auf den mühsam geputzten Gartengrill.

Ursache des in diesem Frühling so extremen Pollenfluges ist das nach dem unterkühlten Frühjahr beständig trockenwarme Wetter der letzten Wochen. Dadurch vollzog sich in der Natur eine wahre Entwicklungsexplosion, sodass die Blüte vieler Gewächse in diesem Jahr fast gleichzeitig erfolgt, statt nacheinander. Dabei besteht der so auffällig gelbe Staub vor allem aus Fichtenpollen. So stark wie in diesem Jahr zeigt sich die Fichtenblüte jedoch normalerweise nur alle vier bis sieben Jahre. In Kürze kommen die Pollen von Kiefern hinzu.

Es mag überraschen, dass von dem gelben Blütenstaub immerhin kaum Ungemach für Allergiker ausgeht. Nur die extreme Anzahl dieser Pollen kann zu leichten Irritationen der Atemwege sowie zu Reizungen der Augen führen. Dagegen setzen vom Heuschnupfen geplagten Menschen die kaum sichtbaren Birkenpollen richtig zu. Sie sind hochgradig allergen und können im Unterschied zu den lästigen gelben Fichtenpollen auch nicht einfach mit einem feuchten Tuch weggewischt werden. Und die Leidenszeit der Pollenallergiker dauert auch noch ein ganzes Weilchen an.

Windböen können ganze Wolken von Fichtenpollen aus den Wäldern wehen. Das sieht zwar eindrucksvoll aus, ruft jedoch selbst bei starken Allergikern kaum Beschwerden hervor. Bild: Mario Feistritzer

In den nächsten Tagen lässt der Flug von Birkenpollen zwar ganz allmählich nach, doch folgen dann rasch die ersten Gräserpollen. Sie lösen den klassischen Heuschnupfen aus und machen Pollenallergikern aufgrund der großen Zahl der nacheinander blühenden Gräserarten noch bis weit in den Juni hinein das Leben schwer.

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