Während sich der Frost in Deutschland etwas abgeschwächt hat, forderte die eisige Kälte am Mittwoch vor allem in Osteuropa weitere Opfer. Nach Tauwetter mit verheerenden Überflutungen im Süden des Landes, legten im Norden und Osten Bulgariens Schneestürme den Verkehr lahm. Auch in Südrussland tobte ein eisiger Schneesturm. In Noworossijsk am Schwarzen Meer wurden zahlreiche Häuser abgedeckt und Strommasten umgeknickt. Mehr als 10.000 Menschen waren daraufhin bei Temperaturen um minus 20 Grad ohne Strom.

| Durch die Kältewelle kamen europaweit bislang mehr als 480 Menschen ums Leben, die meisten davon in der Ukraine, Russland, Polen, Rumänien sowie in Italien. Bild: AFP |
Auch Teile Südeuropas leiden unter dem extremen Winterwetter. Betroffen ist vor allem Italien, wo in den Abruzzen nach heftigen Schneefällen zahlreiche Städte und Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten sind. Teils liegt der Schnee über einen Meter hoch. Die Versorgung der betroffenen Regionen mit Lebensmitteln wird immer schwieriger, ausgehungerte Wölfe streifen um entlegene Bergdörfer. Unterdessen lähmt im Norden strenger Frost das öffentliche Leben. So sank das Quecksilber in den italienischen Alpen gebietsweise unter minus 20 Grad.


