WetterOnline ( https://www.wetteronline.de )
Startseite / WetterTicker

WetterNews - Ticker

19:47
28. Januar 2023

Grüner Komet überm Ätna
Astrofotos: Schweifstern im Sonnenwind

Faszinierende Analogie: Irdischer Wind bläst Dampf- und Gasschwaden über den verschneiten Gipfel des Vulkans Ätna. Sonnenwind weht Staub und Gase des "grünen Kometen" in die Tiefen des Alls.

Dass Wind nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltraum weht, lässt sich gut auf dem heutigen Weltraumbild des Tages (APOD) erkennen. Es zeigt den auch als "grüner Komet" bezeichneten Schweifstern C/2022 E3 über dem sizilianischen Vulkan Ätna. Wie auf dem Kometen treten auch aus dem Vulkan Staub und Gasschwaden aus und werden vom Wind verweht.

Sonnenwind weht Kometenschweife aus

Während im Falle des Ätna irdischer Wind die entweichenden Staub und Gaswolken zerstreut, übernimmt im Weltraum der Sonnenwind diese Funktion. Im Zusammenspiel mit dem Strahlungsdruck des Sonnenlichts weht der als Sonnenwind bezeichnete ständige Strom elektrisch geladener Teilchen aus dem Kometen austretende Gase und Staub von der Sonne weg.

Dabei kann der Strahlungsdruck gut an den Staubteilchen "anpacken" und sie in einen gekrümmten und blass schimmernden Staubschweif auffächern. Der Sonnenwind "übernimmt" dagegen die leichteren Gasmoleküle und regt sie in einem weiteren, vom Staubschweif des Kometen deutlich abgesetzten, schmalen Plasmaschweif zum Leuchten an.

Schon gewusst?

Anders als bei ihrer Annäherung schieben Kometen die sich von der Sonne entfernen ihre Schweife vor sich her.

Bei ganz besonderen Bahnkonstellationen kann sich diesen beiden Schweifstrukturen sogar noch ein dritter, ein scheinbarer "Gegenschweif" hinzugesellen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen eigenständigen Schweif, sondern nur um eine perspektivische Projektion. Eine solche ist gut auf dem APOD vom 27. Januar zu erkennen:

Solche Projektionen erscheinen, wenn die Bahnebene eines aufgefächerten Kometenschweifes über die Bahnebene der Erde hinwegschwenkt. Dabei wendet uns der gekrümmte Schweif kurzzeitig die "Kante" seines Fächers zu und so kann dieser aus Erdsicht kurzzeitig über den Kometenkopf hinausragen. Diese Perspektive erweckt dann den Anschein eines Gegenschweifes.

Fürs bloße Auge nicht hell genug

Der "grüne Komet" erreicht übrigens am 1. Februar seine größte Annäherung an die Erde und ist mit optischen Hilfsmitteln die ganze Nacht über gut am Nordhimmel zu sehen. Für Beobachtungen mit bloßem Auge ist der Schweifstern aber zu lichtschwach, zumal ihn in den ersten Februartagen das Licht des zunehmenden Mondes auch noch zu überstrahlen beginnt.

Wo kann man den grünen Kometen sehen?Mehr erfahren

Weitaus lichtstärker hat sich im Sommer 2020 der Komet Neowise gezeigt. Er war auch mit bloßem Auge gut sichtbar und hat alle Himmelsbeobachter in helle Begeisterung versetzt:

Komet Neowise am Nachthimmel

+ 6
17:05
28. Januar 2023

Stürmisches Schauerwetter
Turbulenter Wochenstart mit Tief NICOLAS

Am Montag zeigt sich das Wetter wieder von seiner ungemütlichen Seite. Stürmische Böen und Schauer ziehen über Deutschland hinweg. Es gibt sogar einzelne Gewitter.

Sturmtief NICOLAS streift uns zum Start in die neue Woche. Damit fegen am Montag Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde über unsere Küstenregionen hinweg, wie im WindRadar zu sehen ist. Mit dem kräftigen Nordwestwind, der über längere Zeit Wasser gegen die Nordseeküste drückt, kann es dort im Tagesverlauf außerdem zu einer Sturmflut kommen.

Welche Windstärken gibt es?Mehr erfahren

Weiter im Landesinnern sind so kräftige Windböen eher die Ausnahme. Trotzdem wird es vor allem in der Nordhälfte verbreitet stürmisch. Weiter südlich weht lediglich ein unangenehmer Wind. In exponierten Lagen wie beispielsweise auf dem Brocken sind allerdings auch schwere Sturmböen über 100 Stundenkilometer möglich.

Zudem ziehen auch Regen- und Schneeregenschauer über das Land hinweg. Vereinzelt kann es sogar Graupelgewitter geben. In den Hochlagen und im Süden schneit es. Am Dienstag beruhigt sich das Wetter etwas. Nasskalt und windig bleibt es jedoch bis einschließlich Mittwoch noch.

Unser WetterRadar zeigt, wo und wann es am Montag Regen oder Schnee gibt.Unser WetterRadar zeigt, wo und wann es am Montag Regen oder Schnee geben kann.
14:57
28. Januar 2023

Sintflutartige Regenfälle
Madagaskar: Tropensturm hinterlässt Tote

Madagaskar Tropensturm ÜberschwemmungenVor allem in Norden Madagaskars stehen immer noch unzählige Straßen unter Wasser. - © dpa

In Folge eines Tropensturms sind auf Madagaskar mehrere Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende mussten sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen überstehen.

Ein Tropensturm hat auf dem afrikanischen Inselstaat Madagaskar mindestens 24 Menschen das Leben gekostet. Die Behörden gehen derzeit noch von 21 Vermissten Personen aus. Mehr als 55.000 Menschen und Tausende Häuser waren am Freitag von schweren Überschwemmungen betroffen.

Der Tropensturm CHENESO brachte seit gut einer Woche immer wieder sintflutartige Regenfälle auf die Insel im Indischen Ozean. Besonders im Norden des Landes hinterließen Sturmböen und Wassermassen große Verwüstungen.

Viele Straßen waren unpassierbar, mehrere Brücken stürzten ein. Am Freitag zog CHENESO zwar ab, dennoch werden in den kommenden Tagen weiterhin heftige Regenfälle erwartet.

(WO/dpa)

12:33
28. Januar 2023

Seltenes Phänomen
Kurios: Wasserfall stürzt aufwärts

Im US-Bundesstaat Utah sind seltene Aufnahmen eines "nach oben stürzenden Wasserfalls" entstanden. Das Wasser fließt nicht wie gewöhnlich von oben nach unten, sondern von unten nach oben. Dafür ist ein seltenes Phänomen verantwortlich.

So etwas gelingt nicht jeden Tag: Am 16. Januar machte der Fotograf RJ Hooper seltene Aufnahmen von einem umgekehrten Wasserfall an einer Klippe in Kayenta im US-Bundesstaat Utah. Das Wasser fließt oder vielmehr stürzt senkrecht nach oben.

Damit so etwas passiert, müssen starke Aufwinde an der Klippe vorhanden sein. Als Aufwind wird ein Luftstrom bezeichnet, der sich vom Erdboden Richtung Himmel erstreckt - ähnlich wie bei einem Föhn, dessen Öffnung Richtung Decke zeigt. Der Wind muss stark genug sein, um das Wasser des Wasserfalls mitzunehmen.

Starker Wind macht es möglich:

RJ Hooper sagte in seinem Facebook-Post, dass seine Drohne gegen den Wind von bis zu 100 Kilometer pro Stunde ankämpfte.

In vielen Gebieten des Westens der USA war der Winter bislang recht nass. Dadurch führen viele Flüsse, die sonst nahezu ausgetrocknet sind, reichlich Wasser. Die einzigartigen Windverhältnisse in Verbindung mit ausgeprägtem Wasserzufluss machten das ganze Spektakel somit noch faszinierender.

10:45
28. Januar 2023

14-Tage-Wetter
Wann kommt die Sonne wieder?

Im Laufe der Woche bekommen wir die Sonne etwas häufiger zu Gesicht als zuletzt. Im Laufe der Woche bekommen wir die Sonne etwas häufiger zu Gesicht als zuletzt.

Zum Start in die neue Woche kommt mit einem Tief wieder Bewegung in die Wetterküche. Zunächst gibt es turbulentes Schauerwetter. Anschließend kann sogar die Sonne mal wieder beim Wetter mitmischen.

Nach einem meist trockenen Wochenende kündigen sich am Sonntagabend schon die ersten Regenwolken von Tief NICOLAS an. Am Montag gibt es damit besonders an den Küsten Sturmböen. Weiter im Landesinnern weht der Wind nicht ganz so kräftig. Dennoch wird es verbreitet sehr ungemütlich.

Am Montag weht in der Nordhälfte verbreitet ein stürmischer Wind bis 75 Kilometer pro Stunde. In der Südhälfte weht er schwächer.Unser WindRadar zeigt, wie windig es am Montag wird.

Regen- und Schneeregenschauer ziehen mit einem stürmischen Wind über weite Landesteile hinweg. In den Hochlagen und im Süden schneit es. Zwischen und nach den Niederschlägen lässt sich aber auch mal die Sonne blicken. Besonders in der Nordhälfte des Landes kann sie am Montag 3 bis 7 Stunden lang scheinen.

WetterRadar: Wo es regnet und schneitMehr erfahren

Nach kurzer Wetterberuhigung am Dienstag wird es mit einem neuen Sturmtief am Mittwoch erneut turbulent. Seine genaue Zugbahn ist allerdings noch unsicher. Am Alpennordrand sind lang anhaltende und ergiebige Schneefälle möglich. Die Temperaturen liegen mit 4 bis 7 Grad etwas höher als zuletzt.

Nach der Wochenmitte beruhigt sich nach derzeitigem Stand das Wetter allmählich wieder. Ein neues kräftiges Hochdruckgebiet schleicht sich langsam von den Azoren wieder Richtung Mitteleuropa an. Damit lassen die Niederschläge deutlich nach.

Neues Hoch könnte mehr Sonne bringen

Aus der Erfahrung der vergangenen Woche wird jedoch deutlich: Hochs im Winter sind keine Garantie für Sonnenschein. Anders als zuletzt sind die Tiefs aber nicht weit entfernt und können so dafür sorgen, dass ausreichend Bewegung in unserer Atmosphäre ist. Damit kann sich das trübe Einheitsgrau nicht erneut festsetzen und die Chancen auf mehr Sonne sind groß.

Am zweiten Februarwochenende liegt Deutschlands zwar unter hohem Luftdruck, doch die Tiefs sind nicht weit.Am zweiten Februarwochenende liegt Deutschland zwar unter hohem Luftdruck, doch die Tiefs sind nicht weit, sodass auch der Sonnenschein größere Chancen hat.

Wann die Tiefs dann wieder aktiv bei unserem Wetter mitmischen, ist nach derzeitigem Stand noch unsicher. Ein landesweites Wintercomeback erscheint jedoch unwahrscheinlich. Der Temperaturtrend zeigt in der zweiten Februarwoche weiter nach oben.

Link zu dieser Seite / Seite empfehlen
Seite per E-Mail empfehlen Mail

Das Wetter in ...