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WetterNews - Ticker

08:24
8. Februar 2023

Minus 20 Grad am Boden
Kälteste Nacht des Jahres

Die Tiefstwerte am Boden lagen in der Nacht zum Mittwoch verbreitet um minus 10 Grad. Die Tiefstwerte am Boden lagen in der Nacht zum Mittwoch verbreitet um minus 10 Grad. Das Temperaturminimum wurde in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge gemessen.

Eine weitere eisige Nacht liegt hinter uns und damit auch die bisher kälteste des Jahres. Verbreitet sanken die Temperaturen auf minus 5 bis minus 10 Grad. In einer Gemeinde im Erzgebirge wurden in Bodennähe sogar minus 20 Grad gemessen.

Mit minus 6,6 Grad im Deutschlandmittel ist die vergangene Nacht die kälteste des jungen Jahres gewesen. Die Tiefstwerte in 2 Meter Höhe lagen besonders im Süden und Osten mit rund minus 10 Grad im mäßigen bis strengen Frostbereich. Im Westen und Norden wurden Temperaturen um minus 5 Grad gemessen.

Schon gewusst?

Je nachdem, wie tief die Temperaturen unter 0 Grad gesunken sind, wird von leichtem (bis minus 5 Grad), mäßigem (bis minus 10 Grad), strengem (bis minus 15 Grad) und sehr strengem Frost mit Temperaturen unter minus 15 Grad gesprochen.

Am Boden sanken die Temperaturen noch tiefer. Vielerorts wurden zwischen minus 7 und minus 15 Grad erreicht. Noch deutlich kälter war es in den Hochtälern der Mittelgebirge, wie zum Beispiel am kältesten Ort der Nacht im sächsischen Deutschneudorf mit rund minus 20 Grad. In Reimlingen in Bayern erreichte das Thermometer am Boden eisige minus 18 Grad.

Dabei muss gesagt werden, dass diese extrem kalten Regionen besonders sind. Es handelt sich dabei vielfach um Muldenlagen, in denen es nachts stärker auskühlt als andernorts. Zudem liegt in den Bergen eine Schneedecke, die sehr effizient Wärme abstrahlt.

Die Nacht war fast überall in Deutschland sternklar. Die Nacht war fast überall in Deutschland sternenklar, wie das WetterRadar zeigt. Damit sanken die Tiefstwerte in der Nacht verbreitet auf Werte um minus 5 Grad und noch darunter.

Zudem war die Nacht fast deutschlandweit sternenklar. So konnte der Erdboden insgesamt gut auskühlen. Wolken dagegen würden wie eine Bettdecke bei uns Menschen wirken und die Wärmestrahlung Richtung Erdoberfläche zurückwerfen.

05:10
8. Februar 2023

Erdbebenkatastrophe
Über 8500 Tote in der Türkei und Syrien

1/21
Mindestens drei heftige Erdbeben mit einer Stärke zwischen 7,0 und 7,7 haben im Südosten der Türkei und im Norden Syriens massive Schäden hinterlassen, wie hier in der Millionenstadt Adana. - © dpa

Gleich mehrere verheerende Erdbeben haben am Montag den Südosten der Türkei und Nordsyrien erschüttert. Ein Erdstoß der Stärke 7,7 und Dutzende starke Nachbeben hinterließen enorme Zerstörungen. Mehr als 8500 Menschen kamen bei den Beben ums Leben. Die Opferzahlen steigen voraussichtlich noch weiter.

Mehrere gewaltige Erdstöße haben am Montag im Südosten der Türkei und in Nordsyrien große Schäden angerichtet. Das Epizentrum des ersten schweren Bebens lag nahe der Stadt Gaziantep unweit der Grenze zu Syrien.

Das Hauptbeben hatte eine Stärke von 7,7. Es ereignete sich am Montag um 2:17 Uhr in nur 10 Kilometer Tiefe. Gegen Mittag folgte ein weiterer Erdstoß der Stärke 7,5 in derselben Region.

Mehrere Provinzen sind betroffen, Tausende Gebäude stürzten ein. Aus dem ganzen Land wurden Rettungsteams zusammengezogen. Bisher kam es zu über 280 Nachbeben.

Offiziellen Meldungen zufolge starben bei den Beben in der Türkei und Syrien bereits mehr als 8500 Menschen, rund 40.000 weitere wurden verletzt. Tausende Verschüttete konnten auch noch lebend aus den Trümmern gerettet werden.

Auch im Nordwesten Syriens stürzten zahlreiche Gebäude ein, Menschen wurden unter den Trümmern begraben. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist immer noch nicht absehbar. Die Zahl der Opfer muss wahrscheinlich weiter nach oben korrigiert werden. Retter in Syrien vermuten, dass noch immer Hunderte Familien unter den Trümmern begraben sind.

Weitere starke Nachbeben

Wegen Dutzender Nachbeben verbringen die Menschen die Nächte und Frühstunden trotz Schnee, Regen und Kälte im Freien. Viele können auch nicht in ihre Häuser zurück, weil diese eingestürzt sind.

BebenWie im WetterRadar zu sehen ist, machen Schnee, Regen und Kälte den von den Erdstößen betroffenen Regionen zusätzlich zu schaffen.

Der Flughafen im südtürkischen Hatay wurde teilweise zerstört. Der Asphalt der Landebahn schob sich durch den Druck des Bebens zusammen und platzte auf. Flugzeuge können dort vorerst nicht mehr starten oder landen. Beinahe die Hälfte der Stadt liegt in Trümmern. Rund 60.000 Hilfskräfte sind inzwischen vor Ort.

Aufgrund der bereits massiv vorgeschädigten Infrastruktur ist von weiteren, schweren Schäden und von noch mehr Opfern auszugehen. Ebenfalls zu spüren waren die Erschütterungen der Erdbeben in Israel, dem Libanon, auf Zypern und im Irak.

Stärkste Erdbeben seit Jahrzehnten

Experten der Erdbebenwarte Kandilli in Istanbul sprechen vom stärksten Erdbeben in der Türkei seit Jahrzehnten. Nach Angaben von EU-Vertretern war es eines der stärksten in der Region in mehr als 100 Jahren. Das Land ist immer wieder von schweren Erdbeben betroffen.

In den betroffenen Regionen grenzen zwei der größten Kontinentalplatten aneinander: die afrikanische und die eurasische. Der größte Teil der türkischen Bevölkerung lebt faktisch in ständiger Erdbebengefahr. Am Montag ereigneten sich die zahlreichen Erdbeben entlang einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Bruchzone.

Bei einem der folgenschwersten Beben der vergangenen Jahre waren im Oktober 2020 in Izmir mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

Bereits im Jahr 1999 war die Türkei von einer der schwersten Naturkatastrophen in ihrer Geschichte getroffen worden: Ein Beben der Stärke 7,4 in der Region um die nordwestliche Industriestadt Izmit kostete mehr als 17.000 Menschen das Leben. Für die größte türkische Stadt Istanbul erwarten Experten in naher Zukunft ebenfalls ein starkes Beben.

(WO/dpa)

19:44
7. Februar 2023

Über 100.000 Grad
Superheiße Sterne entdeckt

Weißer Zwerg im Sternbild DelphinWeiße Zwerge sind kleine, sehr kompakte alte Sterne. Die Aufnahme zeigt NGC 6891 mit seinem planetarischen Nebel im Sternbild Delphin. - © dpa

Heißer als die Sonne: Ein Forscherteam hat acht superheiße Sterne mit einer Oberflächentemperatur von mehr als 100.000 Grad im Weltall entdeckt. Der Fund kann neue Erkenntnisse über die Entstehung unserer Galaxie liefern.

An ihrer Oberfläche herrschen bis zu 180.000 Grad, sie leuchten mehr als hundert Mal so hell wie die Sonne: Forscher haben einige der heißesten Sterne des Universums ausgemacht. Zum Vergleich: Auf der Oberfläche der Sonne werden lediglich rund 5800 Grad erreicht.

Mit Hilfe eines gewaltigen Teleskops in Südafrika entdeckte ein internationales Forscherteam acht superheiße Sterne. Das Team hatte Daten sogenannter Unterzwerge untersucht. Es handelt sich hierbei um alternde Sterne, die sich zu Weißen Zwergen weiterentwickeln.

Superheißer Stern im plane­tarischen Nebel PNDer hervorgehobene Teil des Bildes zeigt einen der neu entdeckten superheißen Sterne samt dem planetarischen Nebel, der ihn umgibt. - © T. Watts (AOP), STScI, NASA / Dark Energy Survey

Weiße Zwerge sind ungefähr so groß wie die Erde, allerdings eine Million Mal massereicher. Sie sind die dichtesten existierenden Sterne, die aus normaler Materie bestehen. Ein Teelöffel ihrer extrem dicht gepackten Materie würde auf der Erde rund 5 Tonnen wiegen.

Schon gewusst?

Ein Lichtjahr bezeichnet die Strecke, die Licht innerhalb eines Jahres zurücklegt. Dies entspricht 9,46 Billionen Kilometer, also 9.460.000.000.000 Kilometer.

Jeder der jetzt entdeckten superheißen Zwerge strahlt überdies mehr als hundert Mal so hell wie die Sonne. Allerdings sind diese exotischen Sterne alle zwischen 1500 und 22.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, während unsere Sonne nur etwas mehr als 8 Lichtminuten entfernt ist. Daher sind diese Zwergsterne von der Erde aus mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

Spätphase der Sternentwicklung

Sterne mit Temperaturen von 100.000 Grad oder mehr sind außer­ordentlich selten. Daher können diese Entdeckungen sehr hilfreich sein, um die Spätphasen der Stern­entwicklung besser zu verstehen.

Größenvergleich der SterneHier ein Größenvergleich unterschiedlicher Sternarten: Ein blauer Riesenstern (links), ein sonnenähnlicher Stern, ein roter Zwerg und ein weißer Zwerg (rechts).

Einer der aufge­fundenen Sterne ist der Zentralstern eines neu entdeckten plane­tarischen Nebels, der einen Durchmesser von einem Lichtjahr hat. Zwei der anderen Objekte sind oszillierende Sterne, deren Größe und Leuchtkraft periodischen Schwingungen unterliegen.

All diese Sterne befinden sich in einem weit fortge­schrittenen Stadium ihres Lebenszyklus und nähern sich dem Sterben als Weiße Zwerge. Die Erkenntnisse aus den Beobachtungen können ein neues Licht auf die Entstehung unserer Galaxie werfen.

Die Ergebnisse des Forschungs­projekts wurden in der Fachzeitschrift "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht, die Messungen erfolgten mit dem "Southern African Large Telescope" (SALT), das sich rund 400 Kilometer nordöstlich von Kapstadt befindet.

(WO/dpa)

18:24
7. Februar 2023

Seltsames Leuchten
Lichtblitze bei Erdbeben

Wie schon bei Erdbeben in anderen Teilen der Welt haben auch während der verheerenden Erdstöße in der Türkei und Syrien seltsame Lichtblitze die Unglücksnacht erleuchtet. Stecken sogenannte "Erdbebenlichter" hinter dem gespenstischen Phänomen?

Augenzeugen berichten von mysteriösen Lichterscheinungen vor oder während nächtlichen Erdbeben. Ihr bläuliches Aufflackern wird häufig als "Erdbebenlichter" bezeichnet. Auch bei dem katastrophalen Erdbeben in der Türkei und Syrien zeigen Videos zahlreiche Lichtblitze, die von der Erdoberfläche auszugehen scheinen und am Himmel großflächig aufleuchten.

Schon in Überlieferungen aus historischen Zeiten werden solche Erdbebenlichter erwähnt, wobei die Schilderungen allerdings kein klares Bild des Phänomens wiedergeben. So ist etwa von "Flammensäulen" die Rede, die aus der Erde in den Himmel geschleudert werden oder aber auch von Lichtkugeln, die über die Erdoberfläche wandern.

Verschiedene Theorien zu Erdbebenlichtern

Einige Forscher vermuten, dass austretendes Radon an der Erdoberfläche Luftmoleküle ionisiert und zum Leuchten anregt. Andere gehen davon aus, dass starken Erdbeben vorausgehende Spannungen im Gestein so viel Druck aufbauen, dass sie die Quarzbestandteile nahe der Erdoberfläche aufladen und so elektrische Entladungen hervorrufen können.

Der vielversprechendste Erklärungsansatz stammt von einem Forscherteam um Eric Ferré von der Southern Illinois University in den USA: Die Forscher konnten im Jahre 2015 den Nachweis erbringen, dass entlang der Kollisionszone von Felsgesteinen so viel Druck aufgebaut wird, dass die Strukturen der Minerale zerstört werden und diese zu zentimeterdünnen Glasadern verschmelzen. Dabei entsteht elektrische Spannung.

Starkstrom tief unter der Erdoberfläche

Die einzigartige Magnetisierung eisenhaltiger Partikel im unmittelbar an solche Adern angrenzenden Gestein deutet auf ein immenses Magnetfeld hin, wie es nur durch Starkstrom erzeugt werden kann. Die Forscher gehen daher davon aus, dass sich bei diesen Vorgängen starke elektrische Ströme zur Erdoberfläche hin entladen, wo sie als Blitzerscheinungen wahrnehmbar sind.

Allerdings passt die Vielzahl und die Dauer der bei starken Erdbeben in weitem Umkreis auftretenden Blitzerscheinungen nicht so recht zu diesen Erkenntnissen. Denn längst nicht bei jedem Erdbeben kommt es zu den beschriebenen Stromflüssen im Untergrundgestein. Zudem sind solche "echten" Erdbeben-Blitze vermutlich sehr selten und dürften auch nur vor oder während den Erdstößen auftreten.

Kurzschlüsse in der Infrastruktur

Die Fülle der von Videokameras erfassten elektrischen Entladungen bei starken Beben hat daher vermutlich eine andere, viel näherliegende Erklärung: Die Zerstörung von elektrischer Infrastruktur durch die immense Kraft der Erdbebenwellen. Kurzschlüsse von Stromleitungen und Transformatoren können ebenfalls grelle Lichtblitze auslösen, die nachts weithin sichtbar sind.

Sogar noch bevor die Erschütterungen eines Erdbebens an einem bestimmten Standort eintreffen, kann bereits der Widerschein der Lichtblitze ferner Kurzschlüsse zu sehen sein. Das gleiche gilt auch bei sich entfernenden Bebenwellen: Bei klarer Sicht bleiben die Reflektionen der Blitze in den Wolken über große Entfernungen sichtbar.

Weitere Forschung notwendig

Viele Geowissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass die meisten der auf nächtlichen Erdbebenvideos sichtbaren Blitzerscheinungen auf die fortschreitenden Zerstörungen der elektrischen Infrastruktur zurückzuführen sind, zumal wenn Regionen betroffen sind, in denen das Stromnetz marode oder nicht erdbebensicher errichtet ist.

Nur bei einem Bruchteil der sichtbaren Lichtblitze dürfte es sich daher tatsächlich um Erdbebenlichter handeln. Deren Auslöser gilt es aber durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen besser zu erforschen. Denn solche Forschungen könnten in Zukunft womöglich bei der Risikoabschätzung drohender Erdbeben hilfreich sein.

Erdbebendrama in der Türkei und SyrienLesen Sie auch
15:29
7. Februar 2023

14-Tage-Wetter
Trotz Hoch bald wieder mehr Wolken

Wetterkarte mit Hoch über Frankreich und dichten Wolken über DeutschlandDas wetterbestimmende Hoch verlagert sich Richtung Wochenende nach Frankreich und bringt uns dann dichtere Wolken.

Frostige Nächte und viel Sonnenschein begleiten uns durch diese Woche. Am Wochenende und auch danach überwiegt nach wie vor hoher Luftdruck. Doch beim Wetter und bei den Temperaturen tut sich etwas.

Ein Hoch beschert uns noch einige Tage lang meist sonniges Wetter. Lediglich ganz im Norden sind die Wolken ab und an dichter. Aus ihnen können besonders am Donnerstag entlang der Küsten auch ein paar Regentropfen oder nasse Schneeflocken fallen. Im Rest des Landes bleibt es durchweg trocken.

Tagsüber liegen die Temperaturen meist bei 1 bis 7 Grad mit den höchsten Werten im Westen und Südwesten. Nachts gibt es verbreitet Frost zwischen minus 5 und minus 10 Grad. Im Bereich der Mittelgebirge und Richtung Alpen liegen die Tiefstwerte auch noch darunter. Stellenweise kühlt es vor allem in Bodennähe sogar auf unter minus 15 Grad ab.

Landschaft in Nordhessen im SonnenscheinBis einschließlich Donnerstag gibt es weiterhin strahlenden Sonnenschein, wie hier bei Battenberg an der Eder in Nordhessen. - © Kathrin Wenzel

Zum Wochenende hin verschiebt sich der Kern des Hochs mehr und mehr von Mitteleuropa aus Richtung Frankreich. Damit gelangen wir von einer östlichen in eine nordwestliche Strömung, durch die wolkenreiche Luft von der Nordsee zu uns gelenkt wird.

Wolken werden erneut dichter

Der viele Sonnenschein ist damit ab Freitag voraussichtlich schon wieder Geschichte und der Himmel zeigt sich erneut verbreitet grau. Eine Ausnahme bilden die Gebiete an und in den Alpen, wo es über das Wochenende wohl sehr sonnig bleibt. Weil nach wie vor hoher Luftdruck dominiert, regnet oder schneit es jedoch auch in den anderen Landesteilen kaum einmal.

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In der nächsten Woche scheint sich das trockene Wetter in Deutschland noch fortzusetzen. Dann steigen auch wieder die Chancen auf Sonne. Allerdings sind Tiefs nicht weit weg.

Außerdem zeigt der Temperaturtrend insgesamt langsam nach oben. Neben spürbar milderen Nächten könnte das in einigen Regionen dann sogar Höchstwerte deutlich oberhalb der 10-Grad-Marke bedeuten. Details dazu stehen aber noch längst nicht fest.

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