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WetterNews - Ticker

08:28
3. Oktober 2022

Nach viel Regen
Süden: Hohe Pegelstände an den Alpen

Regenmengen innerhalb von 24 Stunden bis zum 3. Oktober um 2 UhrRegenmengen innerhalb von 24 Stunden bis zum 3. Oktober um 2 Uhr.

Viel Regen in kurzer Zeit hat die Pegel vieler Flüsse und Bäche in Süddeutschland ansteigen lassen. Örtlich kann das Wasser über die Ufer treten.

Besonders am Sonntag hat es im Süden Deutschlands viel und länger anhaltend geregnet. Vom Saarland über die Pfalz und Baden-Württemberg bis zum bayerischen Alpenrand fielen verbreitet 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

Im südlichen Oberbayern waren es vielfach 30 bis 50 Liter und örtlich sogar noch mehr. Der starke Regen hatte zur Folge, dass die Wasserstände vieler Bäche und Flüsse stark angestiegen sind. In der Nacht zum Montag war dies auch in Wasserburg am Inn der Fall, wo ein markanter Anstieg beobachtet werden konnte:

Stark angestiegener Pegel in Wasserburg am InnNach den Regenfällen ist in Wasserburg am Inn der Pegel über Nacht rasant angestiegen.

Stellenweise kann es dadurch auch am Montag noch zu lokalen Überschwemmungen kommen. Weil es jedoch fast überall aufgehört hat zu regnen und vorerst kaum noch Regen hinzukommt, werden die Pegel insbesondere am Alpenrand voraussichtlich schnell wieder zurückgehen.

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05:55
3. Oktober 2022

Bergwetter ist tückisch
Video: Expertentipps zum Wandern

Das Wetter in den Bergen ist tückisch. Innerhalb von einer Stunde kann am eben noch blauen Himmel ein gefährliches Gewitter aufziehen. Unser Bergwetter-Experte Clemens Teutsch-Zumtobel erklärt, was unbedingt zu beachten ist.

Zum Wandern in den Bergen braucht es eine gute Vorbereitung. Neben der Ausrüstung sind Grundkenntnisse zum Wetter essenziell. Oft wird zum Beispiel die Temperatur auf den Bergen falsch eingeschätzt und warme Kleidung vergessen. Besonders gefährlich sind aber Gewitter. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, sich davor zu schützen, wie unser Experte im Interview mit Verena Leyendecker weiß.

Wandern: Die richtige Ausrüstung

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Weitere Tipps zum Bergwandern

Das Wissen über das Wetter und die Wetterprognosen sind eine wichtige Vorbereitung für eine Wanderung. Es gibt aber noch andere Dinge, die unbedingt zu beachten sind:

  • Gesund und perfekt vorbereitet in die Berge: Eine gute körperliche Grundkondition ist ebenso wichtig wie eine sorgfältige Planung der Tour (Dauer, Schwierigkeit). Berichte über Wanderungen in Onlinemedien auch kritisch sehen - besser offizielle Seiten von Alpenvereinen oder Wanderführern in gedruckter Form zu Rate ziehen.

  • Vollständige Ausrüstung: Kälte- und Sonnenschutz, ausreichend Essen und Trinken, Erste-Hilfe-Paket, Mobiltelefon (Euro-Notruf 112). Dazu gehören auch passende und am besten wasserdichte Schuhe mit gutem Profil.

  • Verantwortung für Kinder: Bei Wanderungen mit Kindern nicht zu viel vornehmen und immer auch den Rückweg zeitlich einplanen.

  • Möglichst nicht alleine wandern: In kleinen Gruppen wandert man sicher und kann sich gegenseitig unterstützen. Sollte man dennoch alleine unterwegs sein, unbedingt eine vertraute Person über Ziel, Route und Rückkehr informieren.

  • Respekt für Natur und Umwelt:  Die Abfälle wieder mit ins Tal nehmen, Lärm vermeiden, und auf den markierten Wegen bleiben.

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18:30
2. Oktober 2022

Nicht überall nass
Viel Regen im Süden gefallen

Regen Straße Feld Himmel Wolken In der Südhälfte zeigte sich der Himmel am Sonntag stark bewölkt. Dazu regnete es gebietsweise kräftig. - © Inapina Gola

Der Sonntag hat große Wetterkontraste nach Deutschland gebracht. Im Süden gab es regional kräftigen Dauerregen, im Norden schaute bei nur einzelnen Schauern häufiger die Sonne heraus.

Besonders nass verlief der Sonntag in Teilen der Südhälfte. Südlich des Mains kamen innerhalb der vergangenen 24 Stunden vielerorts zwischen 20 und 30 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Am meisten Niederschlag fiel dabei mit mehr als 40 Liter in Baiersbronn in Baden-Württemberg.

Auch in der Nacht zum Tag der Deutschen Einheit regnet es vor allem südlich der Donau weiter. Erst am frühen Montagmorgen lassen die Niederschläge dort allmählich nach.

Sonne Oktober Zeitweise sonnig ging es im Tagesverlauf im Norden zu wie in Sachsen-Anhalt. - © Gabriele Klein

Ganz anders sah es dagegen in der Nordhälfte aus. Bis auf einzelne Schauer präsentierte sich der Tag dort meist freundlich. An der Ostsee schien sogar für viele Stunden die Sonne. Im Westen zog der Regen im Tagesverlauf ab und die Wolken bekamen anschließend immer mehr Lücken. Wie es beim Wetter weitergeht erfahren Sie im neuen 14-Tage-Wetter.

Trend: Ein paar goldene OktobertageMehr erfahren
16:13
2. Oktober 2022

Tonga-Eruption mit Folgen
Ändert Vulkanausbruch das Winterwetter?

632Links: Satellitenbild der gewaltigen Eruptionswolke des Tonga-Vulkans, rechts der sogenannte Mpemba-Effekt, bei dem heißes Wasser bei großer Kälte in der Luft zu Eiskristallen "verdampft". - © NASA/Hardy Schulz

Am 15. Januar 2022 hat sich in der Südsee die stärkste Vulkaneruption der jüngeren Geschichte ereignet. Die Eruptionssäule des Hunga Tonga-Vulkans schleuderte gewaltige Mengen an Wasserdampf bis in die Stratosphäre. Einige Forscher glauben, dass dieser im kommenden Winter sogar die wetterlenkenden Windströmungen bei uns durcheinanderbringen könnte.

Dass die Mega-Eruption vom Januar womöglich auch das Klima der Erde beeinflussen könnte, legten bereits im Sommer erste Untersuchungsergebnisse eines Forscherteams des California Institute of Technology (USA) nahe. Da bei der Eruption nur wenig Schwefeldioxid freigesetzt wurde, gingen sie davon aus, dass der normalerweise kühlende Effekt großer Vulkanausbrüche kaum zum Tragen kommen würde.

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Stattdessen könnten die ungewöhnlich großen Mengen an ausgestoßenem Wasserdampf genau den gegenteiligen Effekt auslösen. Denn Wasserdampf ist ein sehr potentes Treibhausgas, dessen Zunahme in nennenswerter Größenordnung mittelfristig zwangsläufig zu einer Erwärmung der unteren Atmosphärenschichten führen müsste.

Darüber, in der oberen, trockenen Stratosphäre wäre dann allerdings eine messbare Abkühlung zu erwarten. Und genau das, den Beginn einer großflächigen Abkühlung der oberen Stratosphäre über der Südhalbkugel der Erde, konnten die Forscher nachweisen.

Diese stratosphärische Abkühlung hat mittlerweile ein bisher noch nicht beobachtetes Ausmaß angenommen und es ist zu erwarten, dass sich dieser Effekt im Laufe der kommenden Monate auch auf die Nordhalbkugel der Erde ausdehnt.

Vulkanausbruch im Südpazifik

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Ein Meteorologe der Initiative Severe Weather Europe ist nun der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen diese Vorgänge auf die Temperatur- und Strömungsverhältnisse der großen wetterlenkenden Windmuster auf der Nordhalbkugel der Erde haben könnten.

Er kommt auf Basis einer hoch komplexen Indizienkette zu dem Schluss, dass die zu erwartenden thermischen Anomalitäten auch das Verhalten der sogenannten Nordatlantischen Oszillation (NAO) beeinflussen und die Tendenz zur Ausbildung eines negativen NAO-Index verstärken könnten. Dies bedeutet, dass der Druckunterschied zwischen Islandtief und Azorenhoch schwächer wird, wodurch sich in Europa blockierende Wetterlagen häufen.

Winter unterdurchschnittlich kalt?

Blockierende Strömungsmuster in den Wintermonaten können - nicht müssen - in Mitteleuropa vermehrt zu eher kalten Großwetterlagen führen. Die durch den Wasserdampf des Südsee-Vulkans angestoßene Erwärmung könnte in diesem Fall bei uns also einen durchschnittlich bis unterdurchschnittlich kalten Winter zur Folge haben.

eruptionDer Ausbruch des Unterseevulkans bei Tonga setzte neben Asche und vulkanischen Gasen vor allem große Mengen an Wasserdampf frei. - © Tonga Geological Services

Da es sich bei dem unterseeischen Vulkanausbruch des Hunga Tonga um ein in dieser Dimension bisher noch nicht beobachtetes Phänomen mit vielen Besonderheiten handelt, sind jedoch alle aus diesem Ereignis gezogenen Schlussfolgerungen mit großer Vorsicht zu bewerten.

So könnte ein blockierendes Dauerhoch nämlich bei uns durchaus auch zu sehr mildem Winterwetter führen, wenn es statt über den Britischen Inseln über Südosteuropa vor Anker ginge. Zudem könnten die zu erwarteten Effekte auf die NAO ausbleiben oder sich bis ins Frühjahr verzögern, sodass der Winter eher atlantisch, also feuchtmild geprägt wäre.

Kurz: Forschung in Sachen Jahreszeitenprognosen ist wichtig und gut. Allerdings steckt diese Forschung noch in den Kinderschuhen und kann auch nicht mehr als grobe Indizien liefern. Sie sollte daher niemals mit den tatsächlich machbaren Vorhersagen für die nächsten Tage verwechselt werden, die dank der Fortschritte in der modernen Meteorologie heutzutage tatsächlich als weitgehend gesichert gelten.

So bleibt die Frage nach dem kommenden Winter auch auf Basis der noch sehr spärlichen Erkenntnisse aus der Tonga-Eruption nach wie vor offen. Genaues weiß man wie immer erst am Ende des Winters, also im März.

11:54
2. Oktober 2022

14-Tage-Wetter
Ein paar goldene Oktobertage

632Besonders in den südlichen Landesteilen kann man sich in der neuen Woche über einige sonnige und warme Tage freuen.

Ein Hoch verspricht ein paar freundliche und vor allem im Süden auch angenehm warme Tage. Atlantische Tiefausläufer nagen allerdings an der Schönwetterzone. In der nächsten Woche ist die Entwicklung daher noch völlig offen.

Nach letzten Schauern im Osten und am Alpenrand setzt sich zur Wochenmitte fast im ganzen Land die Sonne durch. Dabei steigen die Temperaturen an und erreichen selbst im etwas wolkigeren Norden knapp 20 Grad. Nach Süden hin wird die 20-Grad-Marke verbreitet überschritten und am Oberrhein sind sogar noch mal Spitzenwerte nahe 25 Grad möglich.

tempsVor allem am Oberrhein und entlang des Neckars könnte es zur Wochenmitte noch mal für beinahe spätsommerliche Höchstwerte reichen.

In der zweiten Wochenhälfte knabbern dann neue Wetterfronten an dem goldenen Oktoberwetter. Sie bringen von Nordwesten her viel Wind, etwas kühlere Luft und neue Regenwolken mit, die auf dem Weg in den Süden jedoch immer dünner werden. Dort kommen wohl nur noch ein paar Tropfen an, bevor sich zum Wochenende hin wieder mehr Sonne durchsetzen kann.

Aber schon im Laufe des zweiten Oktoberwochenende schwächelt das Herbsthoch erneut. Atlantische Tiefausläufer bringen wieder dichte Wolken, reichlich Wind und Regengüsse mit. Ob sich anschließend rasch wieder Hochdruckeinfluss durchsetzen kann, oder die Regenwolken weiter am Hebel bleiben, ist noch sehr unsicher.

Schäden durch Hurrikan IAN

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