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WetterNews - Ticker

06:45
4. Dezember 2022

Wasser- und Schlammmassen
Sizilien: Überflutungen nach Unwettern

Schwere Unwetter mit Starkregen und Überflutungen haben am Samstagabend Sizilien heimgesucht. Wassermassen schossen durch die Straßen und hinterließen Schlamm und Geröll. Autos standen bis zu den Fenstern unter Wasser.

Gewitter mit heftigen Regengüssen haben in Teilen Süditaliens Überschwemmungen ausgelöst. Betroffen davon war besonders Sizilien. Im Osten der Insel löste starker Regen in den Gebieten um die Städte Messina, Catania und Milazzo Sturzfluten aus und setzte zahlreiche Straßen unter Wasser.

Die Wassermassen hinterließen an vielen Orten Schäden und auf den Straßen und Wegen eine dicke Schicht aus Matsch und Schlamm. Anwohner begannen schon direkt nach den Unwettern mit den Aufräumarbeiten.

19:33
3. Dezember 2022

Heiße Adventszeit
In Australien regional bis 45 Grad

Hitze Australien im TemperaturRadarIm abgelegenen Ort Telfer im australischen Inland werden in den nächsten Tagen Werte bis 45 Grad erreicht.

Mit dem Auftakt unserer Wintersaison beginnt auf der Südhalbkugel der Sommer. Im Inland Australiens steht damit die heißeste Zeit des Jahres bevor.

Bei uns hat am 1. Dezember der meteorologische Winter mit trübem und kaltem Wetter begonnen. Auf der anderen Seite der Erde nimmt zeitgleich der Sommer Fahrt auf. In Teilen Australiens folgt ein Hitzetag auf den nächsten.

Bereits seit Wochen werden im Inland des australischen Kontinents fast täglich Temperaturen über 30 Grad erreicht. Aktuell betragen die Spitzenwerte sogar bis zu 45 Grad.

Besonders von der brütenden Hitze betroffen sind die Regionen Kimberley und Pilbara im Nordwesten des Landes. Hier werden selbst an den Küsten wie etwa in Derby 40 Grad und mehr erreicht. In den bekannten Großstädten Sydney und Melbourne im Südosten ist es vergleichsweise fast schon kühl.

Advent in AustralienAdvent in Down Under: Surfbrett und Sonnencreme statt Glühwein und Guetzli.

Dazwischen finden sich auch Küstenstreifen mit angenehmem Frühsommerwetter. Hier können Einheimische und Touristen die Adventszeit am Strand genießen.

Heißer Frühsommer nicht ungewöhnlich

Dass die Temperaturen über die 40-Grad-Marke klettern, obwohl der Südsommer noch in den Kinderschuhen steckt, ist in dieser Gegend grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Die Wüsten Down Unders heizen sich bereits ab September jeweils wieder stark auf. Im Dezember und Januar erreicht die Sommerhitze dann ihren Höhepunkt.

TemperaturRadar: Temperaturen weltweitMehr erfahren
17:15
3. Dezember 2022

Zeit vor der Sonnenwende
Bald werden die Tage wieder länger

DezembersonneBis zur Wintersonnenwende verkürzt sich die Tageslänge noch weiter. Nach Weihnachten werden die Tage wieder länger.

Noch nimmt die Tageslänge ab und die Nächte werden länger. Doch mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember ist die Talsohle erreicht. Nach Weihnachten werden die Tage wieder länger. Der späteste Sonnenaufgang lässt jedoch noch bis Anfang Januar auf sich warten.

Der Weihnachtsmonat ist der dunkelste Monat des Jahres. Selbst ganz im Süden Deutschlands schrumpft die Tageslänge bis zur Sonnenwende am 21. Dezember auf knapp 8 1/2 Stunden. Im Norden Schleswig-Holsteins steht die Sonne dann nur wenig mehr als 7 Stunden über dem Horizont. Die Nacht darauf ist die längste des ganzen Jahres.

Tageslicht DezemberAm 21. Dezember folgt auf den kürzesten Tag die längste Nacht des Jahres.

Damit ist aber die Talsohle endlich durchschritten und die Tage werden ganz allmählich wieder länger. Zwar ist davon an den Weihnachtstagen noch kaum etwas zu merken, doch bis zum Jahresende nimmt die Dauer des lichten Tages unterm Strich immerhin schon wieder um rund 4 Minuten zu.

Spätester Sonnenaufgang erst Anfang Januar

Dies geschieht allerdings nicht gleichmäßig auf morgens und abends verteilt. Denn der früheste Sonnenuntergang findet bereits um den 12. Dezember herum statt, der späteste Sonnenaufgang dagegen erst um den 2. Januar. Ursachen dieses Phänomens sind die elliptische Form der Erdbahn um die Sonne sowie die Neigung der Erde zu ihrer Umlaufbahn.

SonnenwendtagAm 21. Dezember um 22:48 Uhr erreicht die Sonne den südlichsten Punkt ihrer Jahresbahn, den Wendekreis des Schützen. Dieses Ereignis wird auch als Wintersonnenwende bezeichnet.

So erreicht die Erde den sonnennächsten Bahnpunkt ihrer Umlaufellipse um die Sonne Anfang Januar. Weil sich die Erde in Sonnennähe deutlich schneller auf ihrer Bahn fortbewegt als Anfang Juli in Sonnenferne, bewegt sich auch die Sonne jetzt scheinbar schneller vor dem Sternenhintergrund als im Sommer. Dagegen dreht sich die Erde stets gleich schnell in 24 Stunden einmal um sich selbst.

Sonnenuhr geht fast immer vor oder nach

Diese Umstände führen dazu, dass eine Sonnenuhr gegenüber der für unsere Zeitmessung gebräuchlichen, mittleren (Orts-)Zeit im Laufe eines Jahres um bis zu 8 Minuten mal vor- und dann wieder nachgeht. Die tatsächliche "Sonnenzeit" weicht also die meiste Zeit des Jahres von der mittleren Zeit ab.

Ein weiterer, die Dauer der scheinbaren Bahn der Sonne über den Himmel beeinflussender Effekt beruht auf der Neigung der Erdachse. Diese lässt - je nach Jahreszeit - die Sonnenuhr ebenfalls um bis zu 10 Minuten abwechselnd vor- oder nachgehen. Weil sich beide Effekte dieser Erdbahnparameter gegenseitig überlagern, können sie sich in ihrer Wirkung auch wechselweise verstärken oder aufheben.

Die Erdbahn um die SonneDie Erdachse ist gegen die Ebene ihrer Umlaufbahn geneigt. Diese Schiefstellung führt nicht nur zu den klimatologischen Jahreszeiten, sie lässt auch die Sonnenuhr mal vor- und mal nachgehen.

So kommt es, dass die möglichen Abweichungen der tatsächlichen Sonnenzeit von der mittleren Zeit im Jahresgang im Extremfall über eine Viertelstunde erreichen können. Da sich die beiden ursächlichen Effekte jedoch meist nicht vollständig überlagern, geht die Sonnenuhr derzeit nur bis zu 16 Minuten vor und bis zu 14 Minuten nach.

Zeitgleichung macht Erdbahneinflüsse "sichtbar"

Um die beiden von den Erdbahnparametern ausgelösten Effekte "sichtbar" zu machen, werden sie in der sogenannten Zeitgleichung mit der gebräuchlichen, mittleren (Orts-)Zeit verknüpft. Dabei werden die Zeitgleichungswerte für alle Tage des jeweiligen Jahres berechnet und sekundengenau angegeben.

Ergebnis sind unter anderem die unterschiedlichen Kalendertermine für den frühesten Sonnenuntergang und den spätesten Sonnenaufgang.

Wussten sie schon ...

Die Zeitgleichung ist eine Kurve, die angibt um wie viel eine Sonnenuhr gegenüber der mittleren Zeit abweicht. Sie ändert sich stetig, um bis zu etwa 30 Sekunden in 24 Stunden.

Das gleiche Phänomen macht sich übrigens auch zur Zeit der Sommersonnenwende bemerkbar. Weil sich die Sonne dann aber wegen ihrer größeren Entfernung deutlich langsamer vor dem Himmelshintergrund bewegt als im Dezember, liegen auch die beiden Eckdaten weniger weit auseinander: So findet der früheste Sonnenaufgang um den 16. Juni statt, spätester Sonnenuntergang ist dagegen am 25. Juni.

Der Mondkalender 2022Lesen Sie auch
15:32
3. Dezember 2022

Erdrutsche und Fluten
Erneut Unwettergefahr am Mittelmeer

Auf dem Mittelmeer ist es derzeit wieder turbulent, wie unser WindRadar zeigt.Am Mittelmeer geht es beim Wetter derzeit wieder sehr turbulent zu, wie unser WindRadar zeigt.

Ein Unwettertief nach dem anderen jagt derzeit über das Mittelmeer. Zum wiederholten Mal wird in vielen Küstenregionen vor schweren Gewittern und Sturmböen gewarnt. Die Intensität und Häufigkeit der Stürme ist allerdings nicht überraschend.

Viele Regionen am Mittelmeer werden seit Wochen von einer regelrechten Unwetterserie heimgesucht. Immer wieder peitschen Sturm- oder sogar Orkanböen meterhohe Wellen an die Küsten und heftige Regenfälle lösen Überschwemmungen und Schlammlawinen aus.

Gischt trifft Häuser an Siziliens KüsteMehr erfahren

Nun drohen die nächsten starken Gewitter mit Sturmböen.

Von Neapel über Rom bis Genua: In fast allen westlichen Küstenregionen besteht derzeit Unwettergefahr. In der WetterRadar-Animation erkennt man gut, wo die teils "giftigen" Gewitter und massiven Starkregenzonen bis zum Sonntag am heftigsten zuschlagen:

Wegen der drohenden Unwetter sind auf der erst kürzlich von massiven Erdrutschen heimgesuchten Insel Ischia erneut mehr als 1000 Menschen vorsorglich evakuiert worden. Die Behörden gaben eine eindringliche Unwetterwarnung heraus.

Sie befürchten neue Schlammlawinen und Erdrutsche, wo schon zuletzt gewaltige Schlamm- und Wassermassen durch die Wohngebiete geschossen waren. Das Unwetter am letzten Novemberwochenende hatte elf Menschen das Leben gekostet, eine Frau gilt noch immer als vermisst.

Warum gibt es am Mittelmeer derzeit so viele Unwetter?

Dass aktuell so viele Unwettertiefs im Mittelmeer wüten, ist kein Zufall, denn jetzt im Herbst haben Sturm und Regen dort Hauptsaison. Der Weg ist zu dieser Jahreszeit frei für Tiefs, die häufig schon deutlich kältere Luft im Gepäck haben. Über den noch vergleichsweise warmen Meeresflächen steht dann besonders viel Energie zur Verfügung, die durch Verdunstung in die Atmosphäre gelangt.

Diese Vorgänge begünstigen die Entwicklung kräftiger Tiefs. In diesem Jahr sind diese Prozesse allerdings besonders stark ausgeprägt, denn die Temperaturen des Mittelmeers liegen derzeit mit 17 bis 23 Grad noch etwa ein bis vier Grad über dem Durchschnitt. Das bedeutet: Es steht mehr Energie für Herbst- und Winterstürme zur Verfügung als sonst.

13:42
3. Dezember 2022

Seltenes Naturschauspiel
Halos: Bunte Lichtbögen in den Wolken

Der Mond spiegelt sich im Eisnebel. Rund herum entfaltet sich ein sogenannter Halobogen mit gleich mehreren Nebenmonden über dem Tal. Der Mond spiegelt sich im Eisnebel. Rund herum entfaltet sich ein sogenannter Halobogen mit gleich mehreren Nebenmonden über dem Tal. - © panomax.com

Ein spektakuläres Naturschauspiel konnte am Mittwoch in den Alpen beobachtet werden. In dünnen Wolkenschleiern tauchten rund um Sonne und Mond bunte und leuchtende Lichtbögen auf.

Skifahrer haben ihren Augen kaum getraut: Ein Phänomen der besonderen Art krönte den Kurzbesuch der Wintersonne im östlichen Alpenraum. Dabei handelte es sich um sogenannte Halo-Erscheinungen.

Obertauern HaloIn vielen Teilen der östlichen Alpen waren Mitte der Woche prächtige Halos zu sehen.

Sie tauchten inmitten von Wolken oder in dünnen Talnebelschwaden auf. In der Regel sind sie nur in den Schleiern dünner Cirruswolken am Himmel zu sehen.

Halos sind bunte oder auch weiße Lichtbögen am Himmel. Sie entstehen durch Brechung und Reflexion von Sonnenlicht an Eiskristallen. Dies ist häufig bei Cirruswolken in 5 bis 13 Kilometer Höhe der Fall.

Schon gewusst?

Halos können nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht bestaunt werden. Dann sind sie um den Mond zu sehen.

Im Winter können sich Halos aber auch in Eisnebel bilden. Bei sehr niedrigen Temperaturen besteht Nebel nicht mehr aus Wassertröpfchen, sondern aus feinsten Eiskristallen.

Wetterlexikon: Wie erkennt man Halos?Mehr erfahren

Solche seltenen Halo-Erscheinungen konnten Mitte der Woche von aufmerksamen Beobachtern sowie von Webcams bei Obertauern fotografiert werden.

Rund 50 verschiedene Halo-Arten bekannt

Das Leuchten und die Form von Halos hängen von der Anordnung und Ausrichtung der in der Luft schwebenden Eiskristalle ab. Derzeit sind rund 50 verschiedene Halo-Arten bekannt. Die häufigste ist der 22°-Ring. Er formiert sich als auffälliger Lichtring in einem Radius von 22° rund um die Sonne.

Eisnebel-Halos in den Alpen

+ 6

In der Fotostrecke sind besonders eindrucksvolle Aufnahmen zu sehen, welche unterschiedliche Halo-Erscheinungen gleichzeitig zeigen. Dabei fingen Webcams und Beobachter mit ihren Handy-Kameras zusätzlich zum 22°-Ring Untersonnen und sogar Untermonde ein.

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