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WetterNews - Ticker

16:44
27. November 2022

Video: Geniales Spektakel
Feuerball erhellt Norwegens Himmel

Ein Feuerball hat den Himmel Norwegens erhellt. Einwohner meldeten sogar außergewöhnliche helle Lichtblitze.

Am Abend des 19. Novembers hat ein ungewöhnlich heller Meteor den Nachthimmel erhellt. Der sogenannte Bolide ist eine Art Feuerkugel, die an ihrem Ende in einem hellen Blitz explodiert.

Boliden flitzen oft sehr weit über das Firmament, sie malen dabei ausgeprägte Lichtbahnen in den Himmel. Ihren hellen Leuchtspuren können sekundenlang nachglimmen. Gelegentlich erscheinen sie rötlich oder grünlich.

Wie entstehen Sternschnuppen?Mehr erfahren

Der Bolide im obigen Video tauchte westlich von Florø an der norwegischen Küste auf und verglühte in der Atmosphäre in etwa 65 Kilometer Höhe. Der Meteor zählte wahrscheinlich zu den nördlichen Tauriden, einem Sternschnuppenschwarm. Zur gleichen Zeit war auch der Meteorschauer der Leoniden aktiv.

Die Tauriden gehen in der Regel mit nicht so vielen Meteoren einher wie die Leoniden. Sie sind aber dafür bekannt, dass sie sehr starke und helle Meteore hervorbringen, wie diesen hier:

Die Aufnahme stammt von Geir Øye / Norwegian Meteor Network.

14:52
27. November 2022

Auszeit am Meer
Tipps: Herbsturlaub auf Sylt

Sonnenuntergang vor WesterlandJetzt im Herbst lassen sich wunderschöne Sonnenuntergänge auf Sylt beobachten - © Sylter Sekunden by Uwe Schmale

Jetzt im Herbst bieten die deutschen Inseln eine wunderbar erholsame Möglichkeiten: Ohne große Touristenaufläufe, den Strand, das Watt und die urigen Städtchen genießen, sich den Wind um die Nase wehen und die Seele bei einem langen Spaziergang entlang der Wasserkante baumeln zu lassen.

Der Charme der Insel Sylt liegt im Zusammenspiel der Gegensätze. Raue Brandung und stilles Wattenmeer, wandernde Dünen und grüne Deiche, blühende Heide und markante Kliffe: Selten harmonieren Kontraste so geschmeidig wie auf den 99 Quadratkilometern, die Deutschlands nördlichstes Eiland bietet.

Lust auf Mee(hr)? Dann lassen Sie sich inspirieren für Ihren nächsten Urlaub auf Sylt:

Reisetipps: Entspannen auf SyltMehr erfahren
12:44
27. November 2022

Skisaison gestartet
Snowfarming: Wintersport ohne Neuschnee

Snowfarming macht es möglich: Auch ohne Neuschnee können Wintersportler schon Skifahren oder Langlaufen. Mit dem Schnee aus dem vergangenen Jahr hat es aber nicht überall geklappt.

Dank des sogenannten Snowfarmings kann auch bei uns in Deutschland schon bald Wintersport betrieben werden. Seit dieser Woche werden in Oberstdorf die Loipen mit dem "übersommerten" Schnee aus dem vergangenen Jahr präpariert. Die weißen Schneebahnen geben in der grün-braunen Landschaft allerdings ein kurioses Bild ab.

Auch in Ruhpolding im Chiemgau wird der Snowfarming-Schnee bald auf die Loipe gebracht. Diese ist aber wie im vergangenen Jahr vorerst nur dem Leistungs- und Nachwuchsleistungssport vorbehalten. Auch am Notschrei im Schwarzwald steht die Präparierung der Loipe vor der Tür.

Beim Snowfarming wird der Schnee aus dem Frühjahr in Schneedepots gesammelt, zur Isolation mit Sägemehl abgedeckt und so "übersommert". Wie das genau funktioniert, erklären wir im obigen Video.

Im Herbst können mit diesem Schnee die Pisten und Loipen präpariert werden, selbst wenn noch kein frischer Naturschnee gefallen ist oder noch nicht künstlich beschneit werden kann.

Familienfreundliche SkigebieteMehr erfahren

An mehreren Skisportorten in den Alpen wird das Snowfarming bereits seit einigen Jahren erfolgreich umgesetzt. So ist es dort schon seit ein paar Wochen möglich auf den Brettern die Piste hinunterzusausen oder auf der Loipe seine Runden zu drehen. Dabei sind nicht nur die hoch gelegenen Gletscher-Skigebiete wie etwa am Hintertuxer Gletscher in die Wintersaison gestartet.

Seit etwa zehn Tagen sind beispielsweise auch die Loipen im schweizerischen Davos und Schilthorn oder im österreichischen Obertilliach geöffnet. Inzwischen ist auch dort eine ordentliche Portion Neuschnee gefallen.

Warmer Herbst bereitet Schwierigkeiten

In diesem Herbst stellte das Wetter die geübten Betreiber allerdings vor große Herausforderungen, insbesondere in der Schweiz war es lange Zeit zu warm, um den Schnee aus den Depots zu holen.

Am Schilthorn in der Schweiz kann auf der Snowfarming-Piste bereits Ski gefahren werden.Am Schilthorn in der Schweiz konnte vor zehn Tagen auf der Snowfarming-Piste bereits Ski gefahren werden. - © schilthorn.ch

Etwa in Davos musste der Start des Baus der Langlaufloipe um eine Woche verschoben werden. Bei Temperaturen von fast 20 Grad zum Zeitpunkt der geplanten Eröffnung wäre der Schnee im Nu weggeschmolzen.

Genau das ist in Adelboden passiert. Mitte Oktober wurde die Snowfarming-Piste fertiggestellt, doch nach vielen außergewöhnlich warmen Tagen ist diese nun nicht mehr zu gebrauchen.

10:30
27. November 2022

14-Tage-Wetter
Gefühlt bis minus 10 Grad

Die gefühlte Temperatur geht Ende der Woche selbst nachmittags bis auf minus 10 Grad hinab.Die gefühlte Temperatur sinkt Ende der Woche bis auf minus 10 Grad.

In der neuen Woche ist es zunächst wechselhaft und im Westen noch bis 10 Grad mild. Im Verlauf gelangt am Rande eines kräftigen Hochs kalte Ostluft zu uns.

Zum Wochenstart bleibt es trüb. Dabei kann es am Montag vor allem im Nordwesten und am Dienstag im Süden etwas regnen. Bis einschließlich Mittwoch zeigt das TemperaturRadar am Rhein noch knapp 10 Grad. Im Osten fließt derweil schon kühlere Luft ein, sodass es in Berlin bei 4 Grad bleibt.

In der zweiten Wochenhälfte macht sich die kühlere Luft aus dem Osten auch weiter westwärts breit. Deutschlandweit sind tagsüber nur noch Werte unter 5 Grad zu erwarten, nächtlichen Frost gibt es in der Osthälfte.

Gefühlte Temperatur besonders niedrig

Besonders niedrig wird die gefühlte Temperatur, die neben der Lufttemperatur unter anderem auch vom Wind abhängt. Diese liegt Ende der Woche selbst nachmittags oft unter dem Gefrierpunkt, abends und nachts sinkt sie sogar auf minus 10 Grad. Dabei bleibt es Stand jetzt weitestgehend trüb, aber trocken.

Lexikon zur gefühlten TemperaturMehr erfahren

Kältehoch am zweiten Advent

Am zweiten Adventswochenende wird ein Hochdruckgebiet über Nordeuropa kräftiger und gewinnt immer mehr an Einfluss auf unser Wetter. Es bringt von Osten her kalte Festlandluft.

Stellenweise liegen die Höchstwerte nur noch um den Gefrierpunkt, die neuesten Wetterberechnungen sehen im Osten sogar Dauerfrost. Die bereits erwähnte gefühlte Temperatur könnte selbst tagsüber bei Werten unter minus 5 Grad liegen.

Trend Modellkarte BodendruckEin kräftiges Hoch führt kältere Luft nach Deutschland.

Durch den Hochdruckeinfluss bleibt der Wettercharakter eher trocken. Überraschungen infolge von kurzzeitig vordringenden Wetterfronten sind aber nach wie vor möglich. Dann könnte sogar etwas Schnee fallen.

Anschließend ändert sich an der trockenen und kalten Wetterlage kaum etwas. Tiefs vom Atlantik werden es schwer haben, sind aber nach wie vor nicht komplett ausgeschlossen.

Farbspiel am Novemberhimmel

+ 6
08:28
27. November 2022

Umgeknickte Strommasten
Jahrestag: Schneechaos im Münsterland

umgeknickte Strommasten nach Schneechaos im Münsterland 2005Ein Hubschrauber fliegt über umgeknickte Strommasten auf einem Feld bei Laer in der Nähe von Münster. Dutzende Hochspannungsmasten waren nach starken Schneefällen eingeknickt oder nicht mehr funktionstüchtig. - © dpa

Umgeknickte Strommasten, massive Stromausfälle und eingeschneite Autofahrer: Rund um den 25. November 2005 haben heftige Schneefälle zum größten "Blackout" der Geschichte der Bundesrepublik geführt. Mehr als 250.000 Menschen im Westen Deutschlands waren davon betroffen.

Heute vor 17 Jahren herrschten in Teilen von Nordrhein-Westfalen chaotische Zustände. Vom Münsterland bis zur Ruhr kamen im Jahr 2005 etwa 30 Zentimeter Neuschnee in nur 12 Stunden zusammen. Der besonders nasse und schwere Schnee legte sich wie ein Panzer um die Stromleitungen.

Lexikon: Wie schwer ist Schnee?Lesen Sie auch

In der Folge rissen in Verbindung mit stürmischem Wind Seile, Strommasten knickten zusammen und zerrten in einem Dominoeffekt ganze Trassen mit sich. Die Auswirkungen waren verhängnisvoll: In Deutschland ereignete sich der größte Stromausfall seit dem zweiten Weltkrieg.

Hunderttausende ohne Strom

Zunächst brach im Münsterland die Stromversorgung zusammen. Danach waren sieben weitere Landkreise betroffen. Rund 250.000 Menschen mussten bis zu drei Tage und Nächte ohne Strom ausharren, in der Kleinstadt Ochtrup waren es sogar sechs Tage.

umgeknickte Strommasten infolge des nassen SchneesDer nasse und schwere Schnee legt sich wie ein Panzer um die Stromleitungen. In der Folge reißen in Verbindung mit stürmischem Wind Seile, Strommasten knicken zusammen und zerren in einem Dominoeffekt ganze Trassen mit sich. - © dpa

Hilfskräfte steckten selbst im Schnee fest und konnten die abgeschnittenen Orte nicht schnell versorgen. Im Bergischen Land östlich von Köln gab es verbreitet 40 bis 65 Zentimeter Schnee innerhalb von drei Tagen.

Viele Autofahrer saßen stundenlang in ihren Fahrzeugen fest, weil zum Teil quer stehende Lkws die Fahrbahnen blockierten. Umgestürzte Bäume versperrten Straßen und sogar Autobahnabschnitte. Regional musste die Deutsche Bahn Zugstrecken sperren.

Schneechaos mit Verkehrsbehinderungen bei WuppertalPolizei und Technisches Hilfswerk stehen auf der gesperrten A43 bei Wuppertal. Dort stecken an der Steigungsstrecke Fahrzeuge im Schnee fest. In ganz NRW gibt es 2.000 Verkehrsunfälle. - © dpa

Flüge am Düsseldorfer Flughafen wurden reihenweise gestrichen. Durch den Stromausfall war ein Schaden von mehr als 100 Millionen Euro entstanden: Unternehmen konnten nicht produzieren, in privaten Haushalten wurden die Kühlschränke warm, Fütterungsanlagen von Bauern gaben ihren Geist auf.

Sturmtief verantwortlich für das Schneechaos

Verantwortlich für das Schneechaos war ein Tief, das einige Tage lang über unserem Nachbarland Niederlande und Nordwestdeutschland "herumeierte".

Dabei überquerten ergiebige Schneefälle wiederholt dieselben Landstriche, im Bergischen Land kamen noch Staueffekte hinzu. Dem Tief war ein Kaltlufteinbruch von Norden vorausgegangen, der weiten Landesteilen Winterwetter mit Schnee und Frost brachte.

Schneechaos im Münsterland

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