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WetterNews - Ticker

19:41
26. November 2022

Schlammlawine in Italien
Tote nach Erdrutsch auf Ischia

Starke Regenfälle haben auf der italienischen Insel Ischia einen schweren Erdrutsch und Überflutungen ausgelöst. Dabei starb mindestens ein Mensch, mehrere Personen werden noch vermisst. Weitere Unwetter drohen nun in anderen Teilen des Landes.

Auf der italienischen Insel Ischia ist nach einem schweren Unwetter und Erdrutschen mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Über die Zahl der Toten gab es zunächst unterschiedliche Angaben von der Regierung. Zunächst hatten die Behörden von 8 Toten gesprochen. Später wurde die Opferzahl korrigiert.

Allerdings gelten mehrere Personen noch als vermisst, sodass die Zahl noch steigen kann. Viele Gebäude wurden von der Schlammlawine getroffen und schwer beschädigt.

Heftige Regenfälle hatten am Samstagmorgen eine Lawine aus Schlamm und Geröll ausgelöst. Die Wassermassen spülten sogar Autos ins Meer. Betroffen ist vor allem die Gemeinde Casamicciola Terme im Norden der Insel. Die Bewohner wurden aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Schlamm, Schutt und mitgerissene Autos

Das Unwetter ließ eine dicke Schlammschicht und Schutt auf den Straßen zurück. Zudem wurden etliche Bäume entwurzelt. Mehrere Menschen wurden aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht. Überdies sind einige noch in einem Hotel eingeschlossen, das derzeit ohne Strom und nicht erreichbar ist. Auch mindestens 30 Familien im Ort Lacco Ameno sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Vom Festland entsandten die Behörden aus Neapel weitere Verstärkung auf die Insel. Allerdings hatten Boote und Hubschrauber Schwierigkeiten, Ischia zu erreichen. Wegen des angekündigten Unwetters war bereits am Freitag angeordnet worden, Schulen, Parks und Friedhöfe am Samstag zu schließen.

Ischia liegt im Golf von Neapel und ist eine beliebte Ferieninsel mit zahlreichen Thermalquellen. Auf ihr leben rund 70.000 Menschen. Sie ist vulkanischen Ursprungs. Die Höhenunterschiede auf der relativ kleinen Insel sind groß. Deshalb kann es bei Starkregen schnell zu Erdrutschen und Überflutungen kommen.

Hohes Unwetterrisiko in Süditalien

Verantwortlich für die schweren Unwetter ist ein Tief zwischen Sardinien und Sizilien, das sich langsam südostwärts verlagert. Im WetterRadar-Film lässt sich gut verfolgen, wie die Regengüsse und Gewitter weiterziehen. Vor allem Teile von Sizilien, Kalabrien und Apulien sind gefährdet. Mancherorts können bis Sonntagabend 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen.

Hinzu kommt ein starker Wind, der Böen von Tempo 90 oder darüber erreichen kann, wie auch im WindRadar zu sehen ist.

Auslöser für das Tief war ein Kaltluftvorstoß von der Biskaya über Spanien und Südfrankreich zum westlichen Mittelmeer. Die dort immer noch überdurchschnittlichen Wassertemperaturen begünstigen die Bildung mächtiger Gewitterwolken und eine rasante Sturmentwicklung.

Weiterhin Gefahr starker RegenfälleMehr erfahren

(WO/dpa)

17:37
26. November 2022

Farbenspiel im Dauergrau
Geniales Foto: Feuerroter Abendhimmel

Glühender Abendhimmel über Halver © Simone Eicker via WetterMelder Deutschland

Eigentlich überwiegt in diesen Tagen zähes Wolkengrau. Doch dort, wo sich die Sonne mal durchsetzen kann, ist besonders in den Morgen- und Abendstunden ein Farbspiel am Himmel zu beobachten. Mancherorts scheinen die Wolken zu glühen.

Weitere beeindruckende Aufnahmen zeigen wir in der aktuellen Fotostrecke:

Farbspiel am Novemberhimmel

+ 6

Aber warum genau ist der Himmel am Abend rot? Wie entstehen die bunten Farben in der Dämmerung und wann ist das Abendrot besonders gut zu sehen? Das und mehr erfahren Sie hier:

Lexikon: Was ist das Abendrot?Lesen Sie auch
16:00
26. November 2022

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14:19
26. November 2022

Top Pistenverhältnisse
Video: Saisonstart in vielen Skigebieten

Viele Skigebiete in Österreich und der Schweiz starten in diesen Tagen in die Wintersaison. Der Neuschnee aus den vergangenen Wochen und technische Beschneiung haben es möglich gemacht. Die Pistenverhältnisse sind ausgezeichnet. Wintersportler ziehen bereits die ersten Schwünge in den Schnee.

Der Wintergruß in den letzten Tagen beschert den alpinen Skigebieten einen guten Saisonstart. Erste Pisten haben bereits geöffnet. In Obertauern in Salzburg sind ein paar Liftanlagen seit Freitag in Betrieb. Auch Silvretta Montafon und Gargellen in Vorarlberg begrüßen schon Gäste.

Reisetipp: Familienurlaub in ObertauernMehr erfahren

Die meisten Skigebiete folgen dann am ersten Dezemberwochenende. Spätestens um den 8. Dezember steht einem Skivergnügen vielerorts nichts mehr im Weg. In einigen Gletscherskigebieten konnte man bereits seit Anfang Oktober Pistenspaß pur erleben, wie zum Beispiel am Hintertuxer Gletscher in Tirol.

Viele Einheimische und Gäste haben dort in den vergangenen Tagen die bestens präparierten Pisten ausgenutzt. Wie das obige Video zeigt, zogen bei strahlendem Sonnenschein auf über 3000 Meter Höhe am Freitag viele ihre Schwünge in den Schnee.

Beste Pistenverhältnisse

Die Skipisten sind bestens präpariert.Die Skipisten sind bestens präpariert. Am Morgen glitzern die Schneekristalle in der Sonne.

Der gefallene Neuschnee der vergangenen Tage und die tiefen Temperaturen in den Skigebieten ermöglichten den Saisonstart. So liegen derzeit die Schneehöhen je nach Region zwischen 30 Zentimeter und etwa einem Meter. Spitzenreiter ist Sölden mit über 140 Zentimeter.

Schon gewusst?

Pisten werden am Abend nach Skibetriebsschluss und in der Nacht präpariert, denn die Pisten brauchen über Nacht Zeit zum "Anziehen". Das bedeutet, der Schnee kann sich bei tiefen Temperaturen verfestigen, sodass am nächsten Skitag wieder perfekte Bedingungen herrschen.

In den kommenden Tagen zeichnen sich winterliche Temperaturen ab. Damit werden vielerorts die Beschneiungsanlagen auf Hochtouren laufen. Ohne Kunstschnee wäre heutzutage nämlich ein durchgängiger Skibetrieb über die Saison vielerorts nicht mehr möglich.

Pistenreports: Aktuelle SchneehöhenMehr erfahren
12:27
26. November 2022

Vom Grundwasser zum Baum
Auswirkungen des trockenen Sommers

Herbst in Sommer: Bereits im August sind die Pegel der Flüsse niedrig und viele Laubbäume verlieren ihre Blätter aufgrund der Trockenheit. Herbst im Sommer: Bereits im August sind die Pegel der Flüsse niedrig und viele Laubbäume verlieren ihre Blätter aufgrund der Trockenheit. - © Jürgen Scheuermann

Das Grundwasser hat sich noch nicht vom trockenen Sommer erholt. Einige unserer heimischen Bäume wurden dadurch ebenfalls krank. Die Auswirkungen der aufeinanderfolgenden Hitzesommer zeigen sich nach und nach.

Der trockene Sommer dieses Jahres hat langfristige Folgen für das Grundwasser und unsere heimischen Bäume. Die Grundwasserstände sanken aufgrund der geringen Regenmengen deutlich. Im Herbst brachte der Regen zwar etwas Linderung, doch für eine nachhaltige Erholung des Grundwasserstandes reichte das noch nicht.

Das für diese Jahreszeit übliche Grundwasserstandsniveau wird weiterhin an vielen Messstellen deutlich unterschritten. Die Zeichen stehen aber gut, dass ein nasses Winterhalbjahr die bestehenden Defizite im Grundwasser wieder deutlich verringern, wenn auch nicht vollständig ausgleichen kann.

Rückblick: Sommer 2022Mehr erfahren

Der Sommer 2022 zählte neben dem Sommer 2003 zu den wärmsten und trockensten seit Messbeginn. Doch nicht nur das: Drei der vergangenen vier Sommer waren Dürre-Sommer.

Schon gewusst?

Unter Dürre versteht man eine außergewöhnliche Trockenheit, die durch großen Niederschlagsmangel bei gleichzeitig hoher Temperatur und damit hoher Verdunstung hervorgerufen wird.

Deutliche Schäden an Bäumen

Das macht sich nicht nur unterirdisch bemerkbar, sondern auch bei unseren Bäumen. Viele Wälder hatten in den vergangenen Jahren kaum Zeit, sich zu regenerieren und das schlägt sich in der Baumgesundheit nieder.

Der Anteil gesunder Waldbäume liegt beispielsweise in Berlin auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung 1991. Als "frei von sichtbaren Schäden" stufen Fachleute nur noch vier Prozent ein, wie aus dem Waldzustandsbericht 2022 hervorgeht. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Im August ist diese Kastanie in Berlin Pankow bereits sehr trocken. Im August verfärben sich bereits die Blätter dieser Kastanie in Berlin Pankow wegen Wassermangels. - © dpa

40 Prozent der Bäume wiesen laut dem Bericht deutliche Schäden auf, das sind sechs Prozentpunkte mehr als 2021. Das heißt, dass Bäume mehr als ein Viertel ihrer Nadeln oder Blätter verloren haben und/oder die Baumkrone stark vergilbt ist. Die Experten gehen davon aus, dass es eigentlich noch schlechter um die Bäume steht. Die Schäden daran zeigen sich jedoch erst mit einigem Verzug.

Alle Belastungen und Risiken für die Wälder sollen durch wirksame Klimaschutzmaßnahmen minimiert werden. Ziel ist es auch in Stadtregionen Mischwälder zu schaffen, da sie angesichts des Klimawandels als widerstandsfähiger gelten. Noch dominieren Kiefern.

Im Sommer wurden in Berlin außerdem Feuchtigkeitssensoren getestet. WetterReporter Marco Kaschuba hat darüber berichtet und erklärt im Video, was es damit genau auf sich hat:

Nach der Trockenheit im Jahr 2003 war der Anteil gesunder Bäume in Berlin schon einmal stark zurückgegangen, wenn auch nicht so stark wie zuletzt. In den 2010er Jahren war es dann noch einmal zu einer Erholung gekommen, zeitweilig war wieder rund ein Drittel der Fläche ohne Schäden.

Immer schlechter wurde der Zustand wieder nach dem extremen Niederschlagsjahr 2017 und dem extremen Trockenjahr 2018. Möglichkeiten zur Erholung blieben seitdem aus.

Das Klima im Alltag schützenMehr erfahren

(WO/dpa)

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