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WetterNews - Ticker

06:45
8. Dezember 2022

Proben für den Ernstfall
Heute ist bundesweiter Warntag

Heute heulen am Warntag ab 11 Uhr vielerorts wieder die Sirenen.Heute heulen ab 11 Uhr vielerorts wieder die Sirenen. - © dpa

Heute findet ein bundesweiter Probealarm statt. Die Menschen werden mit unterschiedlichen Systemen gewarnt. Auch die neue Cell-Broadcast-Technologie kommt zum Einsatz.

Die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal hat gezeigt: Deutschland muss im Katastrophenschutz nachbessern. Heute werden verschiedene Warnsysteme wie zum Beispiel Sirenen, digitale Anzeigetafeln, Lautsprecherfahrzeuge, Warn-Apps oder Meldungen im Radio und im Fernsehen sowie das Cell-Broadcast-System getestet.

Wer ein relativ neues Smartphone besitzt und mehrere Warn-Apps installiert hat oder sich in der Nähe an einer Sirene befindet, könnte heute um 11.00 Uhr aufgeschreckt werden, wenn es gleich mehrfach klingelt, trötet, piepst oder heult.

Neues Cell-Broadcast-System kommt zum Einsatz

An diesem bundesweiten Warntag wird auch das neue Cell-Broadcast-System getestet. Dabei werden Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Funkzelle eingebucht und eingeschaltet sind - daher der Name Cell Broadcast.

Über Apps wie Nina und Katwarn werden Warnungen verschickt. Beim Cell-Broadcast-System kommt allerdings keine App zum Einsatz. Über Apps wie Nina und Katwarn werden Warnungen verschickt. Beim Cell-Broadcast-System kommt allerdings keine App zum Einsatz. - © dpa

Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen wie Nina oder Katwarn wird keine App benötigt, um alarmiert zu werden. Selbst eine Mitteilungs-App für das Lesen von SMS wird nicht gebraucht, da der Warntext ohne Zusatz-Anwendung auf dem Bildschirm erscheint. Mit dem Eintreffen des Warntextes ertönt auch ein lautes Tonsignal.

Hinweis

Es kann sein, dass die Cell Broadcast Test-Warnungen in den Einstellungen des Mobiltelefons nicht standardmäßig aktiviert sind.

Cell Broadcast hat den Vorteil, das man gleichzeitig alle Handys ansteuern kann, deren Besitzer sich zum Zeitpunkt der Warnung in einer bestimmten Funkzelle aufhalten - und zwar ohne dass die warnende Behörde dafür die Nummer und ihre Besitzer kennen muss.

Die Ausgangslage

Anlass für die Einführung von Cell Broadcast in Deutschland waren die heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021, bei denen es mindestens 186 Tote gab.

Die Flutkatastrophe hatte gezeigt, dass die Warn-Apps und klassischen Sirenen nicht ausgereicht haben, um die Bevölkerung flächendeckend vor der Gefahr zu warnen. In anderen EU-Staaten ist Cell Broadcast bereits im Einsatz.

Katastrophe in der Eifel

+ 7

(WO/dpa)

19:12
7. Dezember 2022

Wie kalt wird es noch?
Temperaturen sinken schrittweise

Nach aktuellem Stand kann der Sonntag in vielen Landesteilen ein frostiger Tag werden. Die Höchstwerte erreichen am Samstag nur regional noch knapp die 0-Grad-Marke, wie das TemperaturRadar zeigt.

In vielen Regionen wird es nun jeden Tag etwas kälter. Am Wochenende herrscht mancherorts sogar Dauerfrost.

Selbst kälteunempfindliche Menschen greifen spätestens am Wochenende wohl auf Mütze, Schal und Handschuhe zurück. Mit den Temperaturen geht es vorerst bis zum dritten Advent weiter bergab.

TemperaturRadar: So kalt wird esMehr erfahren

Am Donnerstag und Freitag werden Höchstwerte von 0 bis 4 Grad erreicht. Egal ob Berlin, München, Köln oder Hamburg zum Wochenende liegen diese dann nur noch um den Gefrierpunkt. Besonders im Nordosten und Osten sowie der Landesmitte herrscht regional Dauerfrost.

In den Nächten zeigt das Thermometer vor allem von der Ostsee bis zum Rhein-Main-Gebiet häufig Werte um minus 5 Grad an. In der Nacht zum Samstag sind im nördlichen Mittelgebirgsraum sogar Tiefstwerte bis knapp minus 10 Grad möglich.

Zum Start in die kommende Woche ändert sich an der nasskalten Witterung kaum etwas. Die Temperaturen liegen tagsüber weiterhin um den Gefrierpunkt und nachts friert es vielerorts. Nicht ausgeschlossen ist, dass Richtung Monatsmitte etwas mildere Luft in den Süden Deutschlands einfließt.

17:01
7. Dezember 2022

Azorentief und Islandhoch
Wetterlage "steht kopf"

"High-over-Low" bedeutet auf Deutsch: "Hoch-über-Tief" und beschreibt die Wetterlage auf der Grafik.Ungewöhnliche Wetterlage: Im Norden liegt ein Hoch und im Süden befinden sich Tiefs.

Die Wetterkarten bieten derzeit einen eher ungewohnten Anblick: Sowohl das Azorenhoch als auch das Islandtief haben ihren namensgebenden Platz verlassen und die Positionen getauscht. Das hat Folgen für unser Wetter.

Die Ursache für das aktuell frühwinterliche Wetter ist die ungewöhnliche Position der Hochs und Tiefs in Europa. Die Wetterlage steht sozusagen "kopf", denn das Islandtief und das Azorenhoch haben ihre Plätze getauscht.

In den meisten Fällen wird unser Wetter von einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Islandtief beziehungsweise Azorenhoch beeinflusst. Dass die beiden gänzlich ihre Plätze tauschen, wie es aktuell der Fall ist, kommt dabei eher selten vor und bringt die sonst typische Westwindzirkulation ins Stocken.

So sieht die Wetterkarte deutlich häufiger aus: Ein Hoch liegt bei den Azoren und ein Tief bei Island. So sieht die Wetterkarte deutlich häufiger aus: Ein Hoch liegt bei den Azoren und ein Tief bei Island.

In Deutschland ist es daher mit einem Nord- oder Ostwind derzeit recht kalt. Eine ähnliche Wetterlage führte beispielsweise zum kalten und schneereichen Dezember 2010.

Winterwetter wird wahrscheinlicher

Solch eine Wetterlage wird auch als "High-over-Low" bezeichnet, auf Deutsch "Hoch-über-Tief". Diese kommt hauptsächlich im Winter vor und hat für Mitteleuropa meist kaltes Wetter zur Folge. Das Hoch im Norden, in diesem Fall bei Island, blockiert dabei die milden Westwinde und drängt die Tiefdruckgebiete auf eine sehr südliche Zugbahn.

So steht beispielsweise den Azoren, aber auch dem Mittelmeerraum in den kommenden Tagen wechselhaftes und regnerisches Wetter bevor. In Deutschland setzt sich hingegen die kalte Luft fest und es schneit gebietsweise. Besonders interessant wird es ab dem dritten Adventswochenende.

Schneetief zieht über Deutschland

Im Grenzbereich zwischen milder und kalter Luft kann ein Tief von Italien über die Alpen ziehen und in einigen Regionen für kräftigen Schneefall sorgen. Welche Gebiete betroffen sind, ist aber noch unsicher. In unserem 14-Tage-Wetter lesen Sie, welche Szenarien derzeit wahrscheinlich sind.

Neues Schneetief macht es spannendMehr erfahren

Noch ist keine Vorhersage für das Weihnachtsfest möglich. Das typische Weihnachtstauwetter mit milder Luft ist derzeit ebenso im Bereich des Möglichen wie eine Fortdauer des Winterwetters.

15:04
7. Dezember 2022

Weihnachtliche Gewürze
Gesundheitstipp des Tages

Weihnachtliche Gewürze wie Nelke, Zimt und Sternanis fördern unsere Gesundheit. Viele weihnachtliche Gewürze sind für unsere Gesundheit gut.

Zimt, Nelke und Sternanis riechen lecker und sind gesund. Zimt sorgt für einen besseren Blutzuckerspiegel, optimiert den Kreislauf und regt den Stoffwechsel an. Nur sollte täglich nicht mehr als 1 abgestrichener Teelöffel davon verzehrt werden. Der darin enthaltene Wirkstoff Cumarin kann unter anderem zu Kopfschmerzen führen.

Rezepte: Weihnachtliche Plätzchen Lesen Sie auch

Nelken regen die Verdauung an, beugen Mundgeruch vor und können sogar Zahnschmerzen lindern. Sternanis hilft gegen Sodbrennen, denn dieser besitzt krampf- und schleimlösende Eigenschaften. Auch gegen Blähungen und Völlegefühl ist Anis das passende Hausmittel.

13:16
7. Dezember 2022

Kurioses Wetterphänomen
Seltene Schneeringe auf einem Feld

In Kanada haben sich auf einem Feld Tausende Schneeringe gebildet. Diese sind nicht menschengemacht, sondern eine Folge des Wetters.

In der kalten Jahreszeit gibt es viele interessante Wetterphänomene zu beobachten. Nach heftigen Schneefällen, bei denen über 100 Zentimeter Schnee fielen, wurden kürzlich im Süden Ontarios in Kanada seltene Schneeringe gesichtet. Häufig werden diese auch als Schneerollen oder Schneewalzen bezeichnet.

Schneeringe sind relativ selten, weil sie zur Entstehung ganz bestimmte Bedingungen brauchen. Ideal dafür ist eine lockere Schneedecke auf einer weiteren, vereisten Schneedecke darunter. Außerdem sollte eine glatte Fläche ohne Hindernisse oder Vegetation vorhanden sein, am besten auf einem Hügel.

Um die Rollen in Gang zu setzen, muss zudem der Wind ziemlich stark sein. Zusätzlich sollte die oberste Schneeschicht Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aufweisen. Bei diesen Bedingungen kann der Schnee vom Wind recht einfach verformt werden, wobei er zum Teil nicht vollständig schmilzt.

Dabei können sogar beachtliche Schneefiguren entstehen, wie die folgenden Fotos zeigen:

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