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WetterNews - Ticker

19:47
31. Januar 2023

Spektakuläres Farbspiel
Schillernde Wolken über Lappland

Über dem Himmel im Norden Skandinaviens wurden in den vergangenen Tagen faszinierende Wolken gesichtet. Sogenannte Perlmuttwolken sind selten und entstehen nur unter ganz bestimmten Bedingungen.

In Norwegen und Finnland sind in den vergangenen Tagen wunderschöne Aufnahmen von in Regenbogenfarben schillernden Wolken entstanden. Die unter der offiziellen Bezeichnung "polar stratospheric clouds" (PSC) bekannten Wolken bilden sich über den Polargebieten der Erde in 20 bis 30 Kilometer Höhe.

Die Perlmuttwolken, wie sie auch genannt werden, sind manchmal vor Sonnenauf- beziehungsweise kurz nach Sonnenuntergang zu sehen und treten nur auf, wenn die Stratosphäre besonders kalt ist.

Sie entstehen bei Temperaturen von minus 78 Grad und darunter. Solche Bedingungen gibt es nur beim sogenannten Polarwirbel, einem winterlichen Tiefdruckgebiet in der Stratosphäre über den Polen.

PSC bestehen meist aus feinsten Tröpfchen von Schwefelsäure und Salpetersäureverbindungen. Sie sind je nach Temperatur von einem hauchdünnen Mantel kalten Wassers umgeben. Durch Beugung und Interferenz des Sonnenlichts sind dann zahlreiche Farben sichtbar.

Weitere grandiose Bilder von Perlmuttwolken zeigen wir in der Fotostrecke:

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Ein spektakuläres Farbspiel hat sich Anfang Februar 2020 über Nordeuropa gezeigt. Diese regenbogenfarbenen Wolken zierten den Himmel über Lappland. Dabei handelt es sich um sogenannte Polare Stratosphärenwolken (PSC), die auch Perlmuttwolken genannt werden. - © @ThomasKast1 via Twitter

PSC sind jedoch nicht nur schön, sie haben auch einen großen Nachteil. Die Forschung hat gezeigt, dass sie die Ozonschicht zerstören. Innerhalb der Stratosphärischen Wolken werden nach und nach aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen und anderen Stoffen Chlormoleküle freigesetzt.

Nach Angaben der US-Umweltschutzbehörde kann ein einziges Chloratom in der Stratosphäre mehr als 100.000 Ozonmoleküle zerstören.

PSC als Ursache für OzonschwundLesen Sie auch
17:29
31. Januar 2023

Dörfer versinken
Jahrhundertflut vor 70 Jahren

Bewohner des niederländischen Überschwemmungsgebietes in Zeeland bringen sich am 2.2.1953 über einen Schienenstrang in Sicherheit.Bewohner des niederländischen Überschwemmungsgebietes in Zeeland bringen sich am 2. Februar 1953 über einen Schienenstrang in Sicherheit. - © dpa

Am 2. Februar 1953 ist ein heftiger Sturm über die Nordsee hinweggezogen und hat eine gewaltige Sturmflut verursacht. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Mittlerweile schützen Wehre vor der Gefahr.

Vor 70 Jahren hat ein Orkan die schwerste Nordseesturmflut des 20. Jahrhunderts ausgelöst. Sie ereignete sich in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1953 und betraf große Teile der niederländischen und britischen Küste sowie in geringerem Ausmaß auch Belgien. In der Jahrhundertflut starben rund 2.400 Menschen.

Bei Hoek van Holland wurde ein Wasserstand von 3,85 Metern gemessen, zum Vergleich steigt das Wasser der Nordsee dort bei Flut im Durchschnitt rund 80 Zentimeter hoch. Die Katastrophe ereignete sich um drei Uhr in der Nacht, als die meisten Menschen schliefen.

Die Hochwasserschutzanlagen in den Niederlanden hielten dem gewaltigen Druck der Nordsee nicht stand und wurden durchbrochen. Die Hochwasserschutzanlagen in den Niederlanden hielten dem gewaltigen Druck der Nordsee nicht stand und wurden durchbrochen. - © dpa

Zahlreiche Deiche brachen und Felder sowie Dörfer versanken folglich in den Wassermassen. Viele Menschen mussten sich auf Dächern und Bäumen retten. Auf der Nordsee sanken mehrere Fischerboote und eine Fähre.

Schutzprogramm soll zukünftige Überflutungen verhindern

Damit so eine Katastrophe nicht noch mal passiert, entstand ein umfangreiches Schutzprogramm. Die seeländische und südholländische Küste wurden durch neue Deiche befestigt und die breiten und tiefen Mündungen von Maas und Schelde mittels Sperrwerke von der See abgeriegelt.

Das Oosterschelde-Sperrwerk ist Teil der Deltawerke.Das Oosterschelde-Sperrwerk ist Teil der Deltawerke, die hauptsächlich in der niederländischen Provinz Zeeland vor Sturmfluten und Hochwasser schützen sollen. - © dpa

Zudem entstehen die Deltawerke, die den südlichen Teil der Provinz Zuid-Holland, den westlichen Teil der Provinz Noord-Brabant sowie die Provinz Zeeland schützen.

15:17
31. Januar 2023

Rekorde zu Jahresbeginn
Sehr milder und recht trüber Januar

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Der diesjährige Januar bleibt vielen sicherlich als trüber Monat in Erinnerung. Doch Ihre Bilder zeigen uns, wie viele Facetten der Wintermonat tatsächlich geboten hat. - © Steffen Birk

Von Temperaturen wie im März über Schauerwetter wie im April bis zum Dauergrau wie im November hat der diesjährige Januar viel geboten. Besonders bei den Temperaturen zeigte der Wintermonat zwei Gesichter.

Das Jahr 2023 hat mit einem sehr milden Januar begonnen. Deutschlandweit lag die Durchschnittstemperatur bei rund 3,5 Grad und damit rund zweieinhalb Grad über dem langjährigen Mittel der vergangenen 30 Jahre. Der Monat gehört damit zu den zehn wärmsten Januaren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Die zwei Gesichter des Januar

Allerdings hatte er zwei gänzlich verschiedene Gesichter. Am 1. Januar wurde mit 19,5 Grad in Freiburg im Breisgau gleich auch der Spitzenwert des Monats gemessen und damit ein neuer Temperaturrekord aufgestellt. Generell verliefen die ersten Wochen extrem mild. Nachtfrost stand so gut wie gar nicht auf der Tagesordnung.

Der Januar 2023 zählt zu den zehn wärmsten Januarmonaten seit Beginn der Aufzeichnungen 1881.Mit einem deutschlandweiten Temperaturdurchschnitt von rund 3,5 Grad lag der Monat etwa zweieinhalb Grad über dem Mittelwert der vergangenen 30 Jahre.

Dies änderte sich allerdings in der zweiten Januarhälfte. Pünktlich zur Monatsmitte gelangte deutlich kältere Luft zu uns und drückte die Temperaturen sowohl tagsüber als auch nachts nach unten. Den tiefsten Wert des Monats gab es am 19. Januar mit minus 16,8 Grad in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb. Erst zum Monatsende hin stiegen die Temperaturen überall erneut etwas an.

Im Norden und Westen nass, im Südosten trocken

Atlantische Tiefs brachten im Januar nicht nur milde Luft mit, sondern besonders den nördlichen und westlichen Landesteilen auch viel Regen. Regional gab es daraufhin an Flüssen ein leichtes Hochwasser.

Erst mit der Abkühlung nach der Monatsmitte wurde aus dem Regen vor allem im Bergland Schnee, sodass man in den Mittelgebirgen Winterfreuden genießen konnte. Auch am Alpennordrand schneite es endlich, besonders viel Schnee kam dabei jedoch nicht zusammen.

Daher verwundert es nicht, dass das südliche Bayern zu den trockensten Gebieten im Januar gehörte. Zum Teil fielen dort keine 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Dagegen kamen in den Nordstaulagen einiger Mittelgebirge mehr als 200 Liter zusammen.

Mit rund 68 Liter Niederschlag pro Quadratmeter kam im Januar 2023 knapp zehn Prozent mehr Niederschlag zusammen als in der Referenzperiode.Mit rund 68 Liter Niederschlag pro Quadratmeter kam im Januar 2023 knapp zehn Prozent mehr Niederschlag zusammen als in der Referenzperiode.

Landesweit gesehen zeigte sich der Monat mit einer Niederschlagsmenge von ungefähr 67 Litern pro Quadratmeter durchschnittlich.

Sonne versteckte sich häufig hinter Wolken

Die Sonne kam im Januar in den meisten Regionen zu kurz. So bleibt er verbreitet als nicht besonders sonnenscheinreicher Monat in Erinnerung.

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Ein zäher Wolkenteppich hat sich über halb Europa ausgebreitet. Nur die höchsten Lagen ragen heraus, wie hier der Alpenbogen bei Bad Reichenhall und Salzburg. Bild: foto-webcam.eu

Das lag vor allem an einer ausgeprägten Inversionswetterlage, die vielen Landesteilen tagelanges Dauergrau bescherte. Lediglich in Teilen des Berglandes sowie an der Nordsee wurden die langjährigen Mittelwerte erreicht. Sonst blieb die Sonnenscheindauer vielfach deutlich darunter.

Im Landesdurchschnitt schien die Sonne mit nur rund 35 Stunden ungefähr ein Drittel weniger als im Klimamittel.

Die Sonne zeigte sich im diesjährigen Januar eher selten.Die Sonne zeigte sich im diesjährigen Januar eher selten.
12:53
31. Januar 2023

Stürmisch und nass
Tief OLEG bringt turbulentes Wetter

Am Mittwoch zeigt sich das Wetter wieder von seiner turbulenten und ungemütlichen Seite. Stürmische Böen und zum Teil kräftige Schauer ziehen über das Land. Örtlich sind sogar Blitz und Donner dabei.

Tief OLEG bringt uns zur Wochenmitte stürmisches Wetter. Bereits morgens frischt der Wind an der Nordsee sowie in der Landesmitte spürbar auf. Dazu ziehen Regenfälle von Nordwesten her auf.

Im Verlauf des Vormittags weht der Wind beinahe landesweit mit bis zu 60 Kilometer pro Stunde. In der Nordhälfte und in den Mittelgebirgen sind auch Böen bis Tempo 75 dabei. In Gipfellagen von Harz, Sauerland und Taunus sind auch vereinzelte schwere Sturmböen bis 90 Kilometer pro Stunde möglich, wie unsere WindRadar-Prognose zeigt.

Die Regenfälle breiten sich Richtung Südosten aus und erreichen bis zum Mittag die Oder. Stellenweise werden die kräftigen Schauer von Blitz und Donner begleitet. Sturmböen gibt es dann vor allem in Schauer- und Gewitternähe.

WetterRadar Gewitter Oleg Mittwoch Wetter In der WetterRadar-Prognose sind am Mittwoch sogar Gewitter (gelbe Punkte) zu erkennen.

Nachmittags flaut der Wind zwar ein wenig ab, jedoch ziehen weitere Schauer von der Nordsee her in den Nordwesten und breiten sich anschließend bis in den Osten aus. In den höheren Lagen der Mittelgebirge fallen die Niederschläge dann als Schnee.

Erst in der Nacht zum Donnerstag beruhigt sich das Wetter wieder. Lediglich im Osten sowie im Harz und im Erzgebirge sind noch stürmische Böen dabei.

14-Tage-Wetter: Luftdruck steigt anMehr erfahren
11:02
31. Januar 2023

Tipps zum Energiesparen
Ohne Trockner durch den Winter

Ein Wäscheständer im WohnzimmerWer auf den Trockner verzichtet und seine Wäsche im Winter in der Wohnung aufhängt, sollte darauf achten, regelmäßig zu Lüften.

Der Trockner gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt. Wer beim Wäschewaschen Energie einsparen will, sollte deshalb möglichst auf das Gerät verzichten. Zur Herausforderung wird dies vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit. Wohin also mit der frisch gewaschenen Wäsche?

Generell ist ein großer, beheizter Raum, der sich gut belüften lässt, für das Wäschetrocknen geeignet. Optimal ist eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad. Fensterlose Zimmer sowie Küche oder Bad sind weniger zu empfehlen, denn hier ist die Luftfeuchtigkeit sowieso schon hoch. Auch im Schlafzimmer entsteht in der Nacht durch das Atmen und Schwitzen jede Menge Feuchtigkeit.

Beim Trocknen von Wäsche erhöht sich die Luftfeuchtigkeit eines Raums um etwa 30 Prozent. Um Schimmelbildung zu vermeiden ist es daher wichtig, ausreichend zu Lüften und die Feuchtigkeit im Auge zu behalten. Schlägt sie sich an den Zimmerwänden oder Fenstern nieder, sollte das Fenster geöffnet werden. Im Winter empfiehlt sich stündliches Stoßlüften.

Noch mehr Tipps zum Energiesparen im Alltag und den Klimaschutz in den eigenen vier Wänden finden Sie in diesem Beitrag:

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