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WetterNews - Ticker

11:15
30. November 2022

Bizarre Eislandschaft
Video: Dickes Raueis im Erzgebirge

Das triste Dauergrau hat im Erzgebirge auch eine bizarr-schöne Seite: Nebel, Wind und Dauerfrost verzaubern die Gipfellagen in eine atemberaubende Eislandschaft.

In den Hochlagen des Erzgebirges sieht es schon ziemlich winterlich aus. Doch Schnee ist nicht der Grund. Stattdessen lagert sich über 10 Zentimeter dickes Raueis an den Bäumen ab.

Raueis entsteht bei Nebel aus unterkühlten Wassertröpfchen. Dazu müssen die Temperaturen zwischen minus 2 und minus 10 Grad liegen. Derzeit herrschen am Erzgebirgskamm beste Bedingungen dafür. Durch das schnelle Wachstum kann das viele Eis so schwer werden, dass Äste unter der Last sogar einknicken.

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Da die Wetterlage nahezu unverändert bleibt, kann das Eis in den kommenden Tagen sogar noch weiter anwachsen.

Auch in den anderen Regionen Deutschlands setzt sich schrittweise kältere Luft durch. In den Nächten gibt es vermehrt Frost. Die Talfahrt der Temperaturen können Sie auch im TemperaturRadar verfolgen.

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08:45
30. November 2022

14-Tage-Wetter
Kaltlufttropfen am Wochenende

Ein sogenannter Kaltlufttropfen (gestrichelter weißer Kreis) wabert zum Wochenende in der Atmosphäre umher. Regional bringt er Schnee. Ein sogenannter Kaltlufttropfen (gestrichelter weißer Kreis) wabert zum Wochenende in der Atmosphäre umher. Regional bringt er Schnee.

Pünktlich zum Dezemberstart wird es in Deutschland vielerorts kalt bis frostig. Schon bald kann es auch wieder schneien, doch es gibt noch einige Fragezeichen.

Eigentlich bestimmt hoher Luftdruck aktuell das Wetter über Deutschland. Im Herbst bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig auch Sonnenschein. In der nächsten Zeit hält sich der Himmel in vielen Landesteilen wie inzwischen gewohnt bedeckt. In den meisten Regionen bleibt es dabei auch meist trocken.

Am Freitag wabert allerdings auch ein sogenannter Kaltlufttropfen, oder auch Höhentief genannt, in unserer Atmosphäre umher und wirbelt das ruhige Wetter etwas durcheinander. Besonders in der Landesmitte und im Süden gibt es Niederschläge.

Im weiteren Verlauf gehen sie voraussichtlich in leichten Schneefall über. In den Mittelgebirgslagen kann es deshalb weiß werden. Hier und dort ist kurzzeitig eine dünne Schneedecke nicht auszuschließen.

Die Zugrichtung eines Kaltlufttropfens lässt sich allerdings nur schwer vorhersagen. So bestehen noch größere Unsicherheiten darin, ab wann die Niederschläge einsetzen und wo sich genau der Schwerpunkt des Schneefalls befindet.

Am Wochenende herrscht in der Osthälfte regional Dauerfrost. Im Westen erreichen die Höchstwerte selten die 5-Grad-Marke. Es fühlt sich insgesamt jedoch noch kälter an, als es ist: Die gefühlten Temperaturen liegen wegen des teils lebhaften Windes verbreitet sogar um minus 5 Grad.

Weiße Überraschung zum Nikolaus möglich

Die neue Woche startet mit Schmuddelwetter. Ein Mix aus Regen, Schneeregen und in den höheren Lagen auch Schnee lässt die Straßen glatt werden. Bei den Temperaturen ändert sich zunächst nur wenig.

So könnte die Niederschlagsverteilung im Laufe der nächsten Woche zeitweise aussehen. Wobei die Regionen noch sehr unsicher sind. So könnte die Niederschlagsverteilung im Laufe der nächsten Woche zeitweise aussehen. Schnee ist pink und Regen ist blau dargestellt. Wobei die Regionen noch sehr unsicher sind.

Im Laufe der Woche kann sich eine sogenannte Luftmassengrenze ausbilden. Dabei treffen milde und feuchte Mittelmeerluft auf einen kalten Ostwind. Im Übergangsbereich sind kräftige Schneefälle nicht auszuschließen. Südlich davon regnet es wahrscheinlich länger anhaltend.

Die Unsicherheiten sind diesbezüglich aber noch sehr groß. Insgesamt sieht es nach dem ersten Monatsdrittel aber nasser aus als zuletzt.

Der November in Bildern

+ 21
06:27
30. November 2022

Fotos vom Naturschauspiel
Polarlichter verzaubern Nachthimmel

Über Teilen West- und Nordeuropas sowie über Nordamerika sind Polarlichter in besonders intensiven Farben aufgetaucht. Grund für die tanzenden Lichter ist die Sonne.

Die Aurora Borealis, das Nordlicht, hat in den vergangenen Nächten ein beeindruckendes Schauspiel geboten. Die Polarlichter waren von Alaska und Kanada über Island und Schottland bis nach Finnland zu sehen. Die obere Aufnahme stammt von der schottischen Insel Isle of Skye, das untere Video aus Nordwestengland.

Verantwortlich für die Polarlichter ist die Sonne, die ständig Plasma ins All schleudert. Nach wenigen Tagen treffen diese Teilchen als Sonnensturm schließlich auf die Erdatmosphäre und lassen diese zauberhaften Lichter am Himmel entstehen.

Lexikon: Wie entstehen Polarlichter?Mehr erfahren

Sonnenwind und planetarische Kennziffer

Die erstklassigen Beobachtungsbedingungen waren nicht nur auf den klaren Himmel zurückzuführen, sondern auch auf die derzeitige rege Sonnenaktivität. Um die Auswirkung auf das Erdmagnetfeld darzustellen, die die Teilchenstrahlung der Sonne hervorruft, wurde eine Indexskala entwickelt, der sogenannte Kp-Index. Dieser steht für planetare Kennziffer.

Je nach Stärke der Kennzahl kann dies zu Magnetfeldschwankungen auf der Erde führen. Er ist damit auch ein Gradmesser für eventuelle Polarlichterscheinungen. Gemessen wird der Kp-Index von 13 Stationen, die rund um die Welt verteilt sind. Der Kp-Index kann dabei Werte zwischen 0 und 9 annehmen:

  • Kp-Index 0 bis 3: Sehr geringe bis geringe elektromagnetische Aktivitäten.

  • Kp-Index 4: Erste Einflüsse auf GPS und Kompass sind möglich.

  • Kp-Index von 5 und mehr: Es wird von einem geomagnetischen Sturm gesprochen.

  • Bei einem Kp-Index von 9: Polarlichter reichen bis in südlichere Breiten.

Unterschiedliche Farbenpracht

Das Magnetfeld lenkt die geladenen Teilchen des Sonnenwinds entlang der Feldlinien Richtung Nord- und Südpol ab. Dort tauchen diese in die Erdatmosphäre ein. In der oberen Atmosphäre kollidieren sie mit Luftmolekülen und übertragen einen Teil ihrer Energie. Besonders Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle werden dabei ionisiert und so zum Leuchten angeregt.

Die Farbe der Polarlichter hängt von der Art der Luftmoleküle und ihrer Höhe in der Atmosphäre ab. So leuchten Sauerstoffatome in 100 Kilometer Höhe grün, in 200 Kilometer Höhe dann orange bis rot. Blau bis Violett entsteht durch die Anregung von Stickstoffatomen.

Tipps zum Beobachten

Erst kürzlich war Verena Leyendecker auf "Polarlichtjagd" in Island. Im Video zeigt sie, warum sie kurz enttäuscht, aber dann umso faszinierter war. Außerdem gibt sie Tipps, was bei der Beobachtung des Himmelsschauspiels zu beachten ist.

19:49
29. November 2022

Energiekosten sparen
10 Tipps für ein warmes Zuhause

Frau sitzt mit warmer Kleidung auf Sofa

Mit den niedrigen Außentemperaturen kühlen sich im Herbst und Winter auch die eigenen vier Wände ab. Wie Sie Ihr Zuhause mit wenig Aufwand und geringen Energiekosten im Warmen genießen können, zeigen wir Ihnen in der folgenden Fotostrecke:

10 Tipps für ein warmes Zuhause

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17:40
29. November 2022

Rückblick
November: Viel sonniger als sein Ruf

 Pusteblumen bei Sonnenschein auf saftig grüner WiesePhasenweise hat sich der November eher wie ein Frühlingsmonat angefühlt. So manche Blumen sorgten für Verwunderung. - © Heinz-D. Fleck

Der November 2022 hat die meiste Zeit eher an den Frühling erinnert. Eine Südwestströmung brachte uns milde Luft und viel Sonnenschein. Zwischendurch wurde es aber auch ausgesprochen nass und kalt. Der Winter gab jedoch nur ein kurzes Gastspiel.

Der November präsentierte sich alles andere als trüb, feucht und kühl. Mit einer Mitteltemperatur von rund 6,4 Grad war es der sechstwärmste Spätherbstmonat seit 1992. Zum Monatsanfang zeigte das Thermometer noch Spitzenwerte bis rund 20 Grad an.

Spitzenreiter mit 20,5 Grad war Müllheim in Südbaden am 8. November. Auch zur Monatsmitte und ab dem 23. November stiegen die Temperaturen teilweise auf 10 bis 15 Grad.

Der November 2022 war der fünftwärmste seit 30 Jahren. Den Rekord mit einer Durchschnittstemperatur von 7,5 Grad hält der November 2015. Der November 2022 war der sechswärmste in den vergangenen 30 Jahren. Den Rekord mit einer Durchschnittstemperatur von 7,5 Grad hält der November 2015.

In den Nächten trat nur phasenweise Frost auf. Die kältesten Nächte mit Werten um minus 10 Grad wurden am 19. und 20. November registriert. Die meisten Frosttage zählten die südlichen und östlichen Mittelgebirgsregionen sowie der Alpenrand. Deutschneudorf im Erzgebirge konnte beispielsweise 16 Frosttage verbuchen. Dauerfrost gab es dagegen nur selten.

Der November in Bildern

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Maximal 2 Frosttage gab es vom Niederrhein über Rheinland-Pfalz bis nach Basel. Wolken oder Hochnebel verhinderten dort ein starkes Auskühlen des Bodens. Daher lagen die Tiefstwerte oftmals im deutlichen Plusbereich.

Hochdruckwetterlagen dominierten

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gab es im November überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Dies lag an beständigen Hochdruckgebieten. Zeitweise bildete sich jedoch auch eine sogenannte Inversion aus, bei denen vor allem die Bergregionen mit teils sehr milder und klarer Luft herausstachen. In den Tälern und besonders entlang der Flüsse erwies sich der Hochnebel dagegen häufig als ziemlich zäh.

Der November war überdurchschnittlich sonnig. Noch mehr Sonnenstunden gab es in den Jahren 2020 und 2018. Spitzenreiter bleibt der November 2011.Der November war mit 75 Sonnenstunden überdurchschnittlich sonnig. Noch mehr Sonnenstunden gab es in den Jahren 2020 und 2018. Herausragender Spitzenreiter bleibt der November 2011.

"Überstunden" leistete die Sonne mit bis zu 118 Stunden vom Harz bis zur Lausitz. Ähnlich sah es auch am Nordrand des Sauerlands aus mit bis zu 110 Stunden. Im Norden Schleswig-Holsteins reichte es dagegen gerade einmal für 16 Sonnenstunden im ganzen Monat.

Große Unterschiede bei den Regenmengen

Zwischendurch setzten sich Tiefdruckgebiete durch. Sie brachten gebietsweise kräftige Niederschläge. Trotzdem reichte es im Landesmittel für nur rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter, das ist etwa ein Fünftel weniger als im klimatischen Durchschnitt.

Niederschlagssumme im November 2022Trotz deutlichem Südwest - Nordost-Gefälle erreichte die Niederschlagsbilanz landesweit im Mittel gut 80 Prozent des Durchschnittswertes.

Zudem waren enorme Unterschiede festzustellen: Ausgesprochen nass war es in den westlichen Mittelgebirgsregionen, im Südwesten des Landes sowie im Osten und Süden Bayerns. Viele Orte meldeten 30 bis 70 Prozent mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel.

Im Schwarzwald kamen im ganzen Monat stellenweise mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Mit nur wenigen Litern Wasser mussten sich dagegen die östlichen Teile Mecklenburg-Vorpommerns abfinden.

Zeitweise zogen kräftige Regengüsse durch. In Freudenstadt wurde am 17. November mit knapp 60 Liter der höchste Tagesniederschlag gemessen. Am selben Tag hinterließ ein Tornado in Urexweiler nördlich von Saarbrücken große Schäden. Drei Tage später gab es im Tiefland zumindest regional den ersten Schnee in diesem Herbst.

Der erste Schnee im Herbst

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