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Wetter in Deutschland: Das ist alles im Hochsommermonat Juli möglich

06:21
2. Juli 2023

Große Hitze und Unwetter
Das alles kann der Juli

Der Juli ist eigentlich ein klassischer Sommermonat. Allerdings gab es auch immer mal wieder Kälteeinbrüche und schwere Unwetter. Niklas Weise zeigt im Video, welche Rekorde in den vergangenen Jahren im Juli aufgestellt worden sind.

Der Juli hat viele Gesichter. Im Jahr 2006 war der Sommermonat der bislang wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Es wurden Spitzenwerte bis 39 Grad erreicht, der Allzeit-Temperaturrekord stammt allerdings vom 25. Juli 2019. Damals wurden in Duisburg-Baerl und Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen 41,2 Grad gemessen.

Der Sommermonat kann aber auch zeitweise herbstlich ausfallen: So lagen die Tageshöchstwerte im Juli 1980 längere Zeit nur bei 9 bis 15 Grad, dazu regnete es regelmäßig kräftig. Auch das Jahr 2011 hatte im Juli nur kurze Wärmeepisoden zu bieten.

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In den Hochlagen der Alpen ist mitten im Sommer der Winter zurück: Bis hinunter auf 1700 Meter Höhe rieseln im Juli 2016 Flocken vom Himmel. Auf den Almen, Passstraßen und in den Wintersportorten wie hier bei Hochgurgl in Tirol sind ab 1900 Meter Höhe sogar bis zu 10 Zentimeter Schnee zusammengekommen. - © Martin Bloch

Nachtfröste sind im Sommermonat zwar selten, kommen jedoch in den Hochtälern immer mal wieder vor. Sogar Wintergrüße in Form von Schnee kann es im Juli geben: In den Alpen fielen beispielsweise im Jahr 2016 zur Monatsmitte oberhalb von 1800 Meter Höhe bis zu 20 Zentimeter Neuschnee.

Heftige Unwetter im Juli

Typischer für den Sommermonat sind jedoch kräftige Gewitter. Sie können Starkregen, Großhagel und Tornados bringen. Besonders verheerend wütete am 10. Juli 1968 ein Tornado in Pforzheim.

Damals beschädigte der Wirbelsturm rund 2000 Häuser und Hunderte Autos. Zwei Menschen starben, 200 wurden verletzt. Die Sachschäden lagen bei umgerechnet über 50 Millionen Euro.

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Heftiger Dauerregen hat am 14. und 15. Juli 2021 schlimme Verwüstungen im Westen Deutschlands angerichtet. In Erftstadt-Blessem zwischen Köln und Aachen ist eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt. Weitere Bilder zeigen das Ausmaß der Schäden. Bild: dpa

Als eines der katastrophalsten Unwetter bleibt die Flutkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 in Erinnerung. Heftiger Dauerregen sorgte in vielen Landesteilen für schwere Schäden. Besonders hart traf es unter anderem die Eifel und das Ahrtal in Rheinland-Pfalz. Mehr als 130 Menschen starben. 40.000 Menschen waren im Schadensgebiet betroffen.

Rekordregen gab es aber auch am 28. Juli 2014 in Münster. Dort prasselten 292 Liter pro Quadratmeter vom Himmel, 220 Liter davon in nur anderthalb Stunden. Etliche Straßen und Keller wurden überschwemmt.

Durch massive tagelange Regenfälle kam es im Jahr 1997 zu einer Jahrhundertflut an der Oder, bei der mehrere Deiche brachen. Mindestens 6500 Menschen wurden evakuiert, mehr als 100 Menschen starben. Ganz anders sah es im Jahr 1904 aus: In Dresden verwandelte sich die Elbe damals nach langer Trockenheit in ein Rinnsal.

1997: Jahrhundertflut an der OderLesen Sie auch

Als eines der teuersten Unwetter überhaupt gilt der Hagelsturm von Reutlingen vom 28. Juli 2013 mit einer Schadensbilanz von 2,8 Milliarden Euro. Tennisballgroße Eisgeschosse beschädigten oder zerstörten dabei Fahrzeuge, Fassaden, Solaranlagen sowie Obstplantagen. Hunderte Menschen wurden verletzt.

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