Viel Sonne, steigende Temperaturen und fast überall sprießen die ersten Blüten. Das aktuell freundliche Wetter bringt nicht nur gute Laune, sondern auch die Natur in Schwung. Aber nicht überall gleich.
Die markanten Temperaturkontraste der letzten Wochen spiegeln sich auch beim Vegetationsbeginn wider. Der Startschuss folgt nicht im ganzen Land zur selben Zeit.
Dennoch rückt er spürbar näher. Und das lässt sich sogar genau berechnen. Ein wichtiger Maßstab dafür ist die sogenannte Grünlandtemperatursumme (GTS).
Was ist die Grünlandtemperatur?
Die sogenannte Grünlandtemperatursumme (GTS) addiert seit dem 1. Januar alle positiven Tagesmitteltemperaturen. Im Januar zählt die Hälfte, im Februar drei Viertel, ab März der volle Wert. Wird die Marke von 200 Grad erreicht, beginnt der nachhaltige Vegetationsstart. Dann sind die Böden warm genug, damit Pflanzen richtig durchstarten können. Sichtbare Marker sind Forsythien und Osterglocken.
Wie sieht es mit dem Frühling aktuell aus?
Dank der jüngsten sonnigen und milden Tage steigt die GTS nun deutlich an. Besonders entlang des Rheins, wo die Luft schon seit Wochen deutlich wärmer war, sind die Werte mit knapp über 150-Grad recht hoch. Damit ist die 200-Grad-Marke nicht weit weg. In der Landesmitte liegen die Werte dagegen erst bei etwa 60, in Rostock sogar nur bei 33 und in Emden bei 67 Grad.
Mit weiterhin milden Aussichten dürfte die Entwicklung der Natur in den kommenden Tagen weiter Fahrt aufnehmen.