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Weltraumwetter - Heftiger Sonnensturm zieht wohl vorbei

19:52
16. Dezember 2023

Weltraumwetter
Heftiger Sonnensturm zieht wohl vorbei

Ein von der NASA für dieses Wochenende angekündigter heftiger Sonnensturm ist bisher ausgeblieben. Medienberichte hatten vor Störungen von Satelliten, Funk- und Internetverbindungen und sogar Gefahren für den Bahnverkehr gewarnt.

Am Donnerstag dieser Woche hat sich ein gewaltiger Plasmaausbruch auf der Sonne ereignet. Dabei wurde auch eine Wolke elektrisch geladener Teilchen ausgeworfen und ins Weltall geschleudert. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass ein Teil dieser Wolke auch die Erde treffen könnte, warnte die NASA vor dem womöglich stärksten Sonnensturm seit Jahren.

Weitere, kleinere Ausbrüche folgten. Wie im obigen Zeitraffer-Video des Solar Dynamics Observatory (SDO) in unterschiedlichen Wellenlängen und Filtern gut zu sehen ist, haben sich die als helle Lichtblitze wahrnehmbaren Eruptionen jedoch glücklicherweise nicht im zentralen Bereich der Sonne, sondern in der Nähe des Sonnenrandes ereignet:

RöntgenmonitorDer Röntgenmonitor des SDO (Solar Dynamics Observatory) konnte gleich mehrere starke Ausbrüche auf der Sonne aufzeichnen. - © SDO/NASA

Daher geht die Hauptwucht der ausgestoßenen Teilchenwolken wohl an der Erde vorbei und es ist wahrscheinlich nur mit einem "Streifschuss" zu rechnen. Bezüglich der Befürchtungen, die Ausbrüche könnten der Erde gefährlich werden, darf daher Entwarnung gegeben werden.

Ausbrüche auf der Sonne nehmen noch zu

Zwar ist nicht ausgeschlossen, dass die Schockfronten der Eruptionen noch eintreffen und dann im Magnetfeld der Erde einen sogenannten geomagnetischen Sturm auslösen. Allerdings ist in diesem Fall wohl nur mit einem moderaten Magnetsturm ohne größere Gefahren für die elektrische Infrastruktur zu rechnen.

Polarlichtfans hoffen sogar darauf, dass der Sturm nicht komplett an der Erde vorbeizieht. Denn auch bei moderaten geomagnetischen Stürmen können nicht selten faszinierende Polarlichter sogar in Gebieten im nördlichen Mitteleuropa beobachtet werden.

Verena Leyendecker erklärt im Video, wie die aktuelle Aktivitätsphase der Sonne und häufiger werdende Polarlichter miteinander zusammenhängen:

Bei stärkeren Treffern der Teilchen von der Sonne sind die tanzenden Vorhänge und Beamer aus buntem Licht mitunter sogar bis zu den Alpen und sogar noch weiter südlich zu sehen. Doch das kann für die aktuelle Ausbruchsserie inzwischen wohl weitgehend ausgeschlossen werden.

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