Heftige Unwetter richten rund ums Mittelmeer Chaos an. Besonders auf Mallorca sind teils enorme Regenmengen niedergegangen. Eine Frau kam ums Leben, als sie versuchte, eine überflutete Straße zu überqueren. An der Nordwestküste der Insel in Escorca fielen in kurzer Zeit 89 Liter Regen pro Quadratmeter. Hinzu kamen orkanartige Böen.
Die Einsatzkräfte rückten auf Mallorca mehr als 130 Mal aus, außerdem mussten am Flughafen Palma über 40 Flüge gestrichen werden. Auf dem spanischen Festland sorgten rund um Barcelona und Valencia kräftige Gewitter für sintflutartigen Regen und Orkanböen.
Schwere Gewitter auch in Norditalien
Starkregen, Hagel und Sturmböen haben auch in Norditalien Schäden angerichtet. In Mailand blieben Parks vorsorglich geschlossen, weil Äste und Bäume umzustürzen drohten.
Außerdem kam es auf mehreren Bahnstrecken in der Lombardei zu Zugausfällen, nachdem Äste auf die Gleise gefallen waren.
Warum die Unwetter so heftig sind
Ein Grund für die Unwetter ist das derzeit außergewöhnlich warme Mittelmeer. Nach dem extrem heißen Sommer liegen die Wassertemperaturen rund um Italien und südlich von Frankreich noch immer 4 bis 6 Grad über dem langjährigen Mittel. Auch bei den Balearen ist das Meer mit knapp 30 Grad ungewöhnlich warm und liefert den Gewittern jede Menge Energie.
Die brisante Wetterlage hält auch heute noch an. Der Unwetterschwerpunkt verlagert sich aber von Italien über die Adria Richtung Balkan.