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Unwetter in Südeuropa - Hochwasser, Sturmschäden und Schneemassen

17:15
24. Januar 2023

Unwetter in Südeuropa
Hochwasser, Regenfluten und Sturm

Ein Unwettertief bringt in diesen Tagen Teilen Süd- und Südosteuropas turbulentes Wetter. Regenfluten, Hochwasser und Schneemassen machen den Menschen zu schaffen. Die Unwettergefahr bleibt hoch.

Heftige Regenfälle haben an der Adriaküste und auf dem Balkan zu Überschwemmungen geführt. In Italien sprach der Zivilschutz für die Regionen Emilia-Romagna und Marken die zweithöchste Warnstufe aus. In und um den Ort Senigallia unweit von Ancona forderten die Behörden die Bewohner auf, höhere Stockwerke aufzusuchen.

Auf der Insel Ischia warnten die Behörden die Menschen ebenfalls vor Überschwemmungen und forderten rund 400 Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen.

Auch von Kroatien über Montenegro und Serbien bis nach Nordgriechenland lösten die Unwetter Überflutungen und Hochwasser aus. Einige Flüsse traten bereits über die Ufer, wie das obige Video aus Novi Pazar im Südwesten Serbiens zeigt.

"Aqua alta" in Venedig und heftige Bora

In Venedig droht ein Hochwasser von 125 Zentimetern, dort wird es "Aqua alta" genannt. Um die Innenstadt und den Markusplatz zu schützen, sind bereits alle Flutschutztore vor der Stadt ausgefahren.

Die Fähren von Sizilien und Kalabrien zu den Liparischen Inseln fahren wieder, nachdem der Betrieb aufgrund des schlechten Wetters mehr als 40 Stunden unterbrochen war. Das Örtchen Ginostra auf der Vulkaninsel Stromboli war zwischenzeitlich von der Außenwelt abgeschnitten.

Außerdem wehte die kalte Bora in der nördlichen und mittleren Adriaregion mit Sturmstärke. In den typischen Einfallstoren in der Kvarner Bucht in Kroatien, wie beispielsweise in Rijeka, wurden Orkanböen bis 144 Stundenkilometer gemessen.

Selbst Rimini an der Ostküste Italiens meldete eine Böe von 87 Stundenkilometer. Der Sturm und die aufgewühlte See richteten an den Badestränden entlang der Adriaküste Schäden an, wie hier in Lido Adriano bei Ravenna.

Schneemassen in den Bergen

In den Bergen der italienischen Regionen Apulien, Basilikata und Abruzzen sowie in den höheren Regionen des Balkans schneite es dagegen ergiebig. Teilweise türmte sich der Schnee rund einen Meter hoch, wie das folgende Video zeigt:

Die Behörden warnten vor Lawinenabgängen. Etliche Straßen wurden gesperrt, weil sie zunächst nicht geräumt werden konnten. Aus Sicherheitsgründen blieben vielerorts die Schulen geschlossen.

Das für die Unwetter verantwortliche Tief "eiert" auch in den nächsten Tagen über dem Mittelmeer herum. Es verlagert sich jedoch westwärts.

Zunächst bringt es vor allem Griechenland nochmals viel Regen, in den Bergen auch Schnee. Ab Mittwoch drohen dann auch von der nordafrikanischen Küste über die Balearen bis nach Korsika und Sardinien ergiebige Niederschläge und Sturm, wie unser WindRadar zeigt.

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(WO/dpa)

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