Der Sommer in Westeuropa ist bislang außergewöhnlich warm gewesen: Juni und Juli lagen zusammen 2,79 Grad über dem langjährigen Mittel und damit auf Rekordkurs. Wiederholte Hitzewellen haben vor allem Frankreich, Deutschland, die Benelux-Länder und Teile Großbritanniens geprägt.
Gleichzeitig herrscht in weiten Teilen Westeuropas extreme Trockenheit. Ausgetrocknete Böden können kaum noch Feuchtigkeit verdunsten und die Umgebung dadurch weniger kühlen – das verstärkt die Hitze zusätzlich und lässt die Böden noch weiter austrocknen.
Die Folgen zeigen sich auch bei Flüssen und Meeren: Rhein, Loire und Donau führen vielerorts ungewöhnlich wenig Wasser. Zugleich haben sich die Gewässer stark aufgeheizt – vor Mallorca wurden im Mittelmeer beispielsweise rund 33 Grad Wassertemperatur gemessen, ein neuer Rekord.
Eine neue Hitzewelle mit bis zu 40 Grad in Westeuropa verschärft die Situation in dieser Woche weiter – eine durchgreifende Entspannung durch kühlere Luft und Regen ist nicht in Sicht.