Am trockensten Ort der Vereinigten Staaten hat sich ein großer See gebildet. Im Death-Valley-Nationalpark sind immer noch Spuren von Hurrikan HILARY sichtbar.
Im Tal des Todes im US-Bundesstaat Kalifornien sind die Auswirkungen von Hurrikan HILARY auch nach mehr als zwei Monaten immer noch zu erkennen. In dem 86 Meter unter dem Meeresspiegel liegende Badwater Basin, einer großen Senke innerhalb des Tals, befindet sich nun ein großer See.
Üblicherweise ist dieser Teil des Nationalparks komplett trocken. Auch an weiteren Orten des Death Valley gibt es kleine Teiche zwischen Sträuchern und Dünen zu entdecken.
Der See wird wohl nur noch wenige Wochen existieren, da er allmählich wieder austrocknet. Der Park wurde erst am 15. Oktober wieder geöffnet, da wegen Überflutungen durch HILARY sämtliche Straßen gesperrt waren.
Mehr Regen als im gesamten Jahr
Der ehemalige Hurrikan HILARY war Mitte August mit sintflutartigen Regenfällen über den Süden Kaliforniens gezogen. Im Death Valley kamen rund 56 Liter Regen pro Quadratmeter an nur einem Tag zusammen - ein neuer Rekord. Das ist mehr als durchschnittlich in einem gesamten Jahr.
Der trockene Wüstenboden sowie das bergige Gelände konnten die Wassermassen nicht aufnehmen. Schwere Überschwemmungen, weggerissene Straßen und weitere Schäden an der Infrastruktur waren die Folge.
Auch heute sind noch nicht alle Straßen in dem bei Touristen beliebten Nationalpark geöffnet. Die Behörden rechnen nicht mit einer vollständigen Öffnung vor dem Frühjahr 2024.