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Satellitenbild zeigt gefrorene Ostsee

19:30
11. Januar 2024

Nach extremer Kältewelle
Satellitenbild zeigt gefrorene Ostsee

SatellitenbildDas Satellitenbild vom 4. Januar zeigt die komplett zugefrorene Nordhälfte des Bottnischen Meerbusens zwischen Schweden und Finnland. - © Sentinel Hub

Die extreme Kälte in Skandinavien hat den nördlichsten Teil der Ostsee so früh zufrieren lassen wie seit Jahren nicht mehr. Zwar ist das Eis inzwischen wieder aufgebrochen, aber der nächste Kälteeinbruch steht schon vor der Tür.

In Nordeuropa hat das neue Jahr mit einer mehrtägigen Kältewelle und extremen Temperaturen teils unter minus 40 Grad begonnen. In der Folge waren große Teile des Bottnischen Meerbusens, des nördlichsten Teils der Ostsee, komplett zugefroren.

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Das Satellitenbild eines Erdbeobachtungssatelliten der europäischen Weltraumorganisation ESA zeigt die Ausdehnung des Meereises am 4. Januar. Der Meeresarm zwischen Schweden und Finnland war nördlich der Verengung zwischen den Städten Umeå und Vaasa vollständig mit Eis bedeckt.

MeereisDas seichte Meer rund um die zahlreichen Schäreninseln entlang der finnischen Küste gefriert im Winter regelmäßig.

Nach Angaben des Finnischen Meteorologischen Instituts hat es seit 2011 keine so große Eisausdehnung in der Ostsee zu dieser Jahreszeit mehr gegeben. In der Spitze betrug sie mehr als 100.000 Quadratkilometer.

Noch an Silvester war der Bottnische Meerbusen größtenteils eisfrei. Nur in Ufernähe zwischen zahlreichen Schäreninseln war das Wasser gefroren.

Wie gewonnen, so zerronnen

Genauso schnell, wie sie sich gebildet hatte, war es mit der geschlossenen Eisdecke aber auch wieder vorbei: Am Dienstag brach das Meereis wieder größtenteils auf und es treiben nur noch mehr oder weniger große Eisschollen auf dem Wasser. Lediglich die Schärenküsten sind nach wie vor von festem Eis umschlossen.

TemperaturRadarMildere Atlantikluft hat die Kälte nach Russland zurückgedrängt, wie das TemperaturRadar zeigt. Damit hat im hohen Norden gebietsweise Tauwetter eingesetzt.

Verantwortlich dafür war ein markanter Wetterwechsel. Die russische Kälte hat sich zurückgezogen und ist einem Schwall milder Atlantikluft gewichen. Dabei stiegen die Temperaturen von unter minus 30 Grad auf deutliche Plusgrade an. Ein kräftiger Wind sowie Meeresströmungen treiben das schrumpfende Eis seither rasch auseinander.

Ab nächste Woche wieder Eiszeit

Inzwischen ist der Höhepunkt des Warmlufteinbruches allerdings erreicht und das Tauwetter geht zu Ende. Während dabei bis zum Wochenende noch moderate Temperaturen dominieren, kann sich nächste Woche auch wieder strenger Frost mit Werten oft unter minus 20 Grad durchsetzen.

So ist davon auszugehen, dass die aufgebrochenen Treibeisfelder schnell wieder zu einer neuen massiven Meereisdecke zusammenfrieren. Daher dürfte die nördliche Bottensee nach der Monatsmitte wohl nur noch in von Eisbrechern offen gehaltenen Fahrrinnen schiffbar sein.

Ob und wie weit das Eis dann auch noch weiter nach Süden vordringen kann ist noch offen und hängt allein von der weiteren Entwicklung des skandinavischen Hochwinters ab.

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