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Satellitenbild: Teneriffa im Wolkendreieck

10:15
28. April 2023

Satellitenbild
Teneriffa im Wolkendreieck

SatellitenbildSatellitenbild vom 20. April: Teneriffas Berge sind von Wolken umhüllt. - © European Union, Copernicus Sentinel-2 imagery

Die zu Spanien gehörende Inselgruppe der Kanaren ist bekannt für ihre imposanten Wolkenformationen. Auf diesem Bild sieht es so aus, als ob Teneriffa von einem Wolkendreieck umhüllt ist.

Vor gut einer Woche ist ein faszinierendes Satellitenbild von der Kanareninsel Teneriffa entstanden. In einer Dreiecksanordnung umhüllen tiefhängende Wolken den Nationalpark El Teide. Dort befindet sich der 3715 Metern hohe Pico del Teide, welcher der höchste Gipfel sowohl der Kanaren, als auch von ganz Spanien ist.

Während auf Höhe des Nationalparks südwestliche Winde trockene Luft heran führten, herrschte in den tiefen Luftschichten eine deutlich feuchtere nördliche bis nordöstliche Anströmung. An den steilen Hängen der Nord- und Ostküste stauten sich somit dichte Wolken, aus denen stellenweise Sprühregen fiel.

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Bewohner und Urlauber in den Küstenorten mussten sich also mit trübem Wetter abfinden, wohingegen Wanderer ab ungefähr 1000 Meter Höhe strahlenden Sonnenschein und die Aussicht auf das Wolkenmeer genossen. Die Wolkengrenze im Inselinneren wirkt von oben messerscharf.

Da der Nordostwind die Insel umströmt, bildeten sich auch an den Westhängen Teneriffas ein paar Quellwolken, die jedoch weniger dicht waren und keinen Regen brachten.

Nur ein schmaler grüner Streifen

SatellitenbildDie Insel bei wolkenfreien Bedingungen - © Google

Anhand der Vegetationsverteilung auf der Insel lässt sich erahnen, dass solche Wetterverhältnisse dort öfter herrschen. Auf dem Satellitenbild ist am Nordhang der Insel viel üppigere Vegetation zu sehen, als am Westhang. Nebel- und Regentage beschränken sich wegen des Nordostpassats meist auf den Norden, wohingegen die Südhälfte der Insel fast immer Sonne genießen darf.

Dichte Lorbeerwälder findet man jedoch auch im Norden der Kanareninsel lediglich in mittleren Höhenlagen. Herunten reichen die Staueffekte oft nicht aus, um den Wolken die Regentropfen zu entlocken. Weiter oben verhindert einerseits eine andere Anströmrichtung oft die Wolkenbildung. Andererseits ist es in dieser Höhe zu kalt für Pflanzenwachstum.

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