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Rückblick Januar: Wärmer als im Vorjahr

19:28
31. Januar 2022

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Rückblick Januar: Wärmer als im Vorjahr

Januar: Nur in den Hochlagen viel SonnenscheinDer Januar zeigte sich nur in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen die meiste Zeit sonnig, wie hier auf dem Hoherodskopf im Osten Hessens. - © Holger Fischer via WetterMelder Deutschland

Vielen Menschen bleibt der Januar wohl eher grau in Erinnerung. Auf den Bergen hatte die Sonne dagegen das Sagen und dort setzte sich der Winter fest. Meist dominierte ruhiges Hochdruckwetter, zwischendurch wurde es aber auch mal turbulent.

Im ersten Monat des Jahres ging es die meiste Zeit eher ruhig zu. Das neue Jahr begann frühlingshaft mit Höchstwerten teils über 10 Grad. Tief ANNETTE beendete das ungewöhnlich milde Intermezzo mit viel Regen. In der Folge führten einige Flüsse Hochwasser. Im Verlauf des Monats beeinflussten wiederholt Hochdruckgebiete unser Wetter. Oftmals musste man mit Dauergrau vorliebnehmen, während viele Bergregionen mit Sonnenschein verwöhnt wurden.

Zwischendurch brachten uns Wetterfronten auch mal Schnee bis ins Flachland und viel Wind. Richtig ungemütlich wurde es jedoch erst zum Monatsende. Sturmtief NADIA fegte mit Böen teils über 100 Kilometer pro Stunde über den Norden und Osten des Landes hinweg. Dabei richtete der Sturm viele Schäden an und entwurzelte zahlreiche Bäume. An der Nord- und Ostsee kam es zu Sturmfluten.

Der Januar 2022 in Bildern

+ 21

Deutlich wärmer als im Vorjahr

Mit einer Mitteltemperatur von rund 2,6 Grad war es im Januar ähnlich warm wie im Dezember und etwas mehr als anderthalb Grad wärmer als im langjährigen Mittel (1991 bis 2020). Der Hochwintermonat präsentierte sich im Flachland meistens feucht und ziemlich mild. Besonders zu Beginn des Monats erreichten die Mitteltemperaturen ein Niveau, das eher an den Frühling erinnerte.

Grafik zeigt Mitteltemperatur vom Januar 2022 im Vergleich zu den Jahren 1991 bis 2021Der Hochwintermonat war deutlich wärmer als im Vorjahr, aber immer noch kühler als in den Jahren 2018 und 2020.

So meldete Rheinfelden, im äußersten Südwesten Baden-Württembergs, am 4. Januar mit 18,2 Grad die deutschlandweit höchste Temperatur des Monats. Lokal wurden im Südwesten des Landes auch neue Wärmerekorde verzeichnet.

Zwar gab es auch im Flachland einige kalte Tage mit eisigen Nächten, doch mehrere Tage Dauerfrost zählten nur die Gebiete entlang der Donau und im Allgäu. Richtiges Winterwetter mit Frost und teilweise viel Schnee erlebte man dagegen in den höheren Berglagen. In Oberstdorf wurde am 12. Januar mit minus 17,3 Grad die tiefste Temperatur des Monats registriert.

Die Wintersonne genießen

+ 12

Niederschlag nahezu durchschnittlich

Im Januar kamen rund 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen. Das ist nur etwas weniger als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Allerdings sind sehr große Unterschiede festzustellen. So fielen in der Magdeburger Börde teils unter 20 Liter pro Quadratmeter, während in einigen Mittelgebirgsregionen über 150 Liter gemessen wurden. Dies war zum Beispiel im Thüringer Wald und im Schwarzwald der Fall.

durchschnittliche Regenmenge im JanuarIm Januar fiel nur etwas weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Deutlich nasser war jedoch der Hochwintermonat im vergangenen Jahr.

Besonders hohe Regensummen brachte Tief ANNETTE am 4. und 5. Januar. Baiersbronn-Schönegründ im Nordschwarzwald meldete mit rund 57 Liter pro Quadratmeter in diesem Zusammenhang den höchsten Tagesniederschlag. Rasch stiegen die Flusspegel in der Mitte und im Süden Deutschlands deutlich an.

Der Winter schaute im Flachland nur an wenigen Tagen vorbei. Am 8. Januar überquerte ein Tief mit kräftigen Schneefällen die mittleren Landesteile. Auch am 21. und zum Monatsende wurde es gebietsweise weiß. Fast die ganze Zeit winterlich blieb es in den Hochlagen. Dort wuchs die Schneedecke vielfach auf 30 bis 60 Zentimeter, auf dem Feldberg im Südschwarzwald auf fast 100 Zentimeter.

Schnee bis ins Flachland

+ 20

Im Tiefland meist grau in grau

Stabile Hochdruckwetterlagen im Winter bedeuten nicht immer schönes Wetter. Dies war auch im Hochwintermonat der Fall. Die Hochdruckgebiete CARLOS, DIETER und ERICH bescherten nur den höheren Lagen reichlich Sonnenschein. In den höchsten Lagen der südlichen Mittelgebirge, in den Voralpen und in den Alpen schien die Sonne örtlich über 100 Stunden, wie beispielsweise in Lenzkirch am Titisee oder in Kempten im Allgäu.

durchschnittliche Sonnenscheindauer im Januar 2022Der Januar war mit rund 45 Sonnenstunden im Durchschnitt nicht ganz so trüb wie im vergangenen Jahr. Deutlich mehr Sonnenschein brachte jedoch der Januar 2020.

Dagegen sorgten ausgeprägte Inversionen häufig dafür, dass die Tage im Flachland trüb verliefen. Mancherorts fiel aus den hochnebelartigen Wolken etwas Sprühregen oder Schneegriesel. Wenn sich dann kein Hoch etabliert hatte, schickten Atlantiktiefs dichte Wolken zu uns.

Teilweise reichte es nicht mal für 25 Sonnenstunden, wie beispielsweise in Mittelhessen, im Thüringer Wald oder in Oberfranken. Im Bundesdurchschnitt wurden 45 Sonnenstunden gezählt, das sind etwa 15 Prozent weniger als im langjährigen Mittel.

Glühende Dämmerung

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