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Regen wird zum Segen - Ausgetrockneter See in der Schweiz wieder voll

19:14
12. November 2023

Regen wird zum Segen
Schweiz: Ausgetrockneter See wieder voll

Der Lac des Brenets

Mitte Oktober ist der Lac des Brenets im Jura noch komplett ausgetrocknet gewesen. Jetzt haben ergiebige Regenfälle den See innerhalb von nur drei Wochen wieder gefüllt. Der viele Regen hat auch noch andere positive Effekte auf die Natur.

Der Lac des Brenets im Grenzgebiet zwischen dem Schweizer Jura und Frankreich ist wieder gut mit Wasser gefüllt. Das Ufer ist saftig grün und die Boote liegen ruhig am Kai unterhalb des Dorfs Les Brenets. Es ist kaum vorstellbar, dass der See noch vor kurzem ganz ohne Wasser war.

Ausgetrockneter Lac des Brenets

Wie bereits im Sommer 2022 ist der Lac des Brenets auch in diesem Sommer trocken gefallen. Ursache war die viel zu trockene Witterung im Jura seit diesem Frühling. Der Doubs, der Zufluss des Lac des Brenets, war praktisch versiegt und konnte den See nicht mehr auffüllen.

So ist der Pegel des Sees von Woche zu Woche immer tiefer gefallen, bis dieser schließlich ganz austrocknete. Unser WetterReporter Dr. David Volken war im Oktober vor Ort:

Die von Tiefdruckgebieten geprägte Witterung der vergangenen drei Wochen brachte dem Jura allerdings größere Niederschlagssummen. Im Flächenmittel fielen rund 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter, lokal sogar noch mehr.

Seepegel steigt um acht Meter

So konnte auch der Pegel des Lac de Brenets von der nassen Witterung profitieren. Er stieg in nur fünf Tagen um rund acht Meter an.

An den Bächen und Flüssen im Jura hat sich die dramatische Niedrigwasserlage inzwischen vollkommen entspannt. Viele Fließgewässer führen momentan sogar mehr Wasser als für die Jahreszeit durchschnittlich.

Viel Wasser kommt in nächster Zeit vom Himmel.Auch in den kommenden Tagen ist es im Jura sehr nass. Die Grafik zeigt die erwarteten Niederschlagssummen in Liter pro Quadratmeter bis zum Dienstag.

Weitere Nutznießer des vielen Regens sind das Grundwasser und die Quellen. Diese konnten sich von ihren Tiefstständen ebenfalls sehr gut erholen. Auch für den Boden und den Wald war der Regen ein Segen.

Auch bei uns keine Spur mehr von Dürre

Auch in Deutschland hat sich die Natur von sommerlicher Hitze und Dürre mittlerweile meist gut erholt. Selbst am Oberrhein gehört die Trockenheit der Vergangenheit an. Und auch in den anderen Teilen Deutschlands hat es im bisherigen Herbst überdurchschnittlich viel geregnet.

Weitere ergiebige Regenfälle stehen noch an. In den südwestlichen Landesteilen sind daher an kleineren Flüssen sogar Überflutungen möglich. Lediglich in Teilen Südbayerns war es zuletzt noch vergleichsweise trocken. Aber selbst dort dürften die Niederschläge der kommenden Tage die Speicher in der Natur wieder auffüllen.

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