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Natur vor dem Erwachen - Grünlandtemperatur nimmt rasch zu

17:46
15. Februar 2024

Natur vor dem Erwachen
Grünlandtemperatur nimmt rasch zu

Noch teils überflutete WiesenBis jetzt stehen in einigen Regionen Felder und Wiesen unter Wasser, sie wirken noch winterlich karg. Das milde Wetter setzt aber bei immer mehr Pflanzen schon neues Wachstum in Gang.

Mit dem milden Wetter hat auch die sogenannte Grünlandtemperatur einen großen Satz nach oben gemacht. Regional steht sogar der Beginn nachhaltigen Pflanzenwachstums schon unmittelbar bevor.

Im Laufe der ersten Februarhälfte hat die sogenannte Grünlandtemperatursumme (GTS) im ganzen Land deutlich zugenommen. Wurden Anfang des Monats noch landesweit bescheidene 40 bis knapp 70 Grad ermittelt, haben die Werte inzwischen selbst im kühlen Nordosten fast überall die 100-Grad-Marke erreicht.

Anfang Februar NordenDie Grünlandtemperatursummen Anfang Februar.

Entlang des Rheins wurden gebietsweise sogar schon 150 Grad überschritten, dort wird der Schwellenwert für den Beginn nachhaltigen Pflanzenwachstums von 200 Grad örtlich wohl schon am Wochenende erreicht.

Schon gewusst?

Für die sogenannte Grünlandtemperatursumme (GTS) werden alle positiven Tagesmitteltemperaturen seit Jahresbeginn zusammengerechnet. Im Januar wird das Tagesmittel mit dem Faktor 0,5 multipliziert, im Februar mit 0,75. Ab März geht der volle Wert ein.

So meldet Freiburg im Breisgau zur Monatsmitte bereits eine GTS von 159, Düsseldorf 156 und Köln 153 Grad. Aber auch an Weser, Mosel, Main, Neckar und Saar werden schon beachtliche Werte um 130 Grad registriert.

GTS Süd Mitte FebruarDie Gründlandtemperatursummen Mitte Februar.

Obwohl die Lufttemperaturen in den kommenden Tagen allgemein wieder etwas zurückgehen, dürfte die 200-Grad-Marke bei der GTS bis zum Monatsende in weiten Landesteilen erreicht und in den klimatisch begünstigten Regionen sogar schon deutlich überschritten werden.

Marken bei den Grünlandtemperatursummen

Dieser Schwellenwert gilt als Startmarke für nachhaltiges Wachstum in der neuen Vegetationsperiode. Die Böden haben sich dann soweit erwärmt, dass sie den aufgenommenen und gespeicherten Stickstoff wieder verarbeiten und dem Pflanzenwachstum zur Verfügung stellen können.

Dem Blühbeginn vieler Pflanzenarten sind bestimmte Schwellenwerte der GTS zugeordnet:

  • 200 Grad: Forsythien, Osterglocken

  • 400 Grad: Vorblüte der Birke

  • 500 Grad: Kirsch- und Birkenblüte

  • 700 Grad: Apfelblüte, Löwenzahn

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