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Nach Unwettern: Große Probleme bei der Bahn

Ein ICE kam am Sonntagabend durch Sturmschäden beschädigt bei Roth auf der Strecke München - Nürnberg zum Stehen. Die rund 400 Reisenden mussten fast sechs Stunden ohne Strom, funktionierende Toiletten und Klimaanlage bis zu ihrer Evakuierung ausharren. Bild: News5
Nach den heftigen Gewittern vom Sonntag müssen sich Bahnpendler auch heute Morgen noch auf Probleme einstellen. Betroffen ist vor allem der Großraum Frankfurt.
Die Aufräum- und Reparaturarbeiten an dem vom Blitz getroffenen Stellwerk im südhessischen Walldorf werden wohl erst am Nachmittag beendet sein. Auf der wichtigen Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt wurde der Zugverkehr eingestellt. Pendler kommen auf einer parallel verlaufenden Strecke ans Ziel, müssen aber mehr Zeit einplanen.
Auch in Südniedersachsen bremste ein kurzes Unwetter die Bahn für Stunden aus: Ein Zug raste auf der Strecke Goslar - Hildesheim gegen herabgestürzte Äste. Dabei wurde er so schwer beschädigt, dass die Fahrt mit über 80 Insassen nicht fortgesetzt werden konnte. Bild: Jamy Ben via Uploader
Aufgrund von Unwetterschäden ist auch der Streckenabschnitt zwischen Aschaffenburg und Hanau in beiden Richtungen gesperrt. Züge des Fernverkehrs werden zwischen Würzburg und Frankfurt großräumig umgeleitet und verspäten sich dadurch um circa 100 Minuten. Mit diesen Beeinträchtigungen muss nach jetzigem Stand noch bis Dienstagabend gerechnet werden, da die Oberleitung auf einem längeren Abschnitt stark beschädigt ist.
Bei Langen südlich von Frankfurt hat ein Unwetter mit Orkanböen besonders schwer gewütet: Die B486 ist von umgestürzten Bäumen übersät und wird wohl länger gesperrt bleiben. Bild: dpa
Die Strecke München - Nürnberg ist dagegen wieder frei. Dort kam ein ICE am Sonntagabend durch Sturmschäden beschädigt bei Roth zum Stehen. Die rund 400 Reisenden mussten fast sechs Stunden ohne Strom, funktionierende Toiletten und Klimaanlage bis zu ihrer Evakuierung ausharren.
Auch auf dem Frankfurter Flughafen machten sich die heftigen Gewitter am Sonntag bemerkbar. Um Personal und Reisende zu schützen, ist die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden. Auch die Zahl der landenden Maschinen wurde reduziert, 26 Flüge annulliert.
Die WetterRadar-Animation zeigt, wie die Gewitter am Sonntagabend und in der Nacht über den Süden und Osten Deutschlands gezogen sind:
(WO/dpa)
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